Montag, 15. Februar 2016

{Innere Stadt - Kino - Nostalgiefeeling} Nostalgiekino

Hallo Leute!

Immer mehr Kinos werden von großen Ketten wie Cineplexx oder Cinestar übernommen oder vom Markt verdrängt. In Wien allerdings hat man das Glück, dass sich doch noch einige der Kinos von Einst halten konnten und sich großer Popularität erfreuen. Eines der bekanntesten davon stelle ich euch heute vor...

Gartenbaukino
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Lage
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Das Gartenbaukino liegt schon seit den 60er Jahren direkt an der Wiener Ringstraße im Abschnitt Parkring unweit der U3 Station Stubentor im Ersten Bezirk.



Geschichte
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Die Geschichte des Gartenbaukinos geht bereits auf das Jahr 1919 zurück und damit ist es das älteste Einzelsaalkino der Stadt. Es befindet sich im ehemaligen Ausstellungssaal der k.u.k Gartenbaugesellschaft, das dem Kino auch seinen Namen gab.

Im Jahr 1960 wurde das Kino vollständig neu errichtet und war das erste Kino, das über die Möglichkeit verfügte, 70 mm Filme abzuspielen (und das letzte Kino in Österreich, das auch heute diese Möglichkeit noch nutzt).

Das Kino ist eines der Hauptspielorte der Viennale und ist mit seinen 756 Sitzplätzen bis heute ein beliebtes Premierenkino. So feierte unter anderem Tom Cruise schon als Premierengast seinen Film Oblivion.



Mein Eindruck
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Unglaublich. Schon wenn man in den Vorsaal hineinkommt, denkt man, hier sei die Zeit stehengeblieben. Hier befindet sich vieles noch im Originalzustand, den der Architekt Kotas 1960 so geplant hatte. Auf den Damentoiletten ist zwar vieles alt, aber wenn man sich dann plötzlich einer Reihe nostalgisch beleuchteter Schminkspiegel gegenübersteht (ohne Waschbecken, die stehen extra), fühlt man sich ein bisschen wie in einer anderen Welt. Die Bar, an der es die Getränke gibt, bietet keine hochtechnisierte Zapfanlage, auch Popcorn kann man nur fertig kaufen. Recht teuer ists - die 0,5 Liter Flasche Cola kostete 3,10€ (allerdings Standard für Wiener Kinos). Dafür ist etwa die Auswahl an Bieren wesentlich größer als normal.



Der Kinosaal ist zunächst einmal für seine Größe auffällig flach, aber man kann auch in den hinteren Reihen gut sehen. Und natürlich springt einem gleich der leuchtend rote Theatervorhang ins Auge.

Die Sitze kamen mir nach 168 Minuten doch recht unbequem vor. Das lag allerdings nicht am Abstand zum Vordermann sondern mehr an dem zum Nachbarn. Dafür hatte man aber das nostalgische Feeling, den neuen Tarrantino in 70 mm (anscheinend wurde der Projektor nach mehr als 20 Jahren extra dafür wieder in Betrieb genommen), zu sehen. Gut, riesig war der Unterschied jetzt nicht, aber wo gibt es schon noch analoges Kino?

Ganz nett finde ich, dass das Programm des Gartenbaukinos weit über den Blockbusterstandard hinausgeht - es gibt zahlreiche Sonderveranstaltungen (demnächst ist wieder Oscarnacht oder auch die Viennale). Dazu kommt, dass eben mehr Programmkinofilme gezeigt werden, Dokumentationen über den Syrienkrieg etc. Alles Sachen, die auf dem Kino auf dem Land selten zu sehen sind. Genauso gibt es demnächst Filme wie Lawrence von Arabien usw.


Fazit
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Kino wie zu den Jugendzeiten der Eltern? Sowas kann man im Wiener Gartenbaukino erleben - analoge Filme, analoges Ambiente (ich sag nur Schminktischchen) haben nur wenig mit den großen Blockbusterkinoketten zu tun.

Das Gartenbaukino ist bestens geeignet für eine kleine Zeitreise. Wenn die Sitze noch etwas bequemer wären, wären das für mich eindeutige 5 Sterne. So gibts leider nur 4.

In diesem Sinne

Eure Anke