Mittwoch, 9. Juli 2014

Anke in der Wachau (2): Das schönste Kloster


 Hallo Leute!

Am Wochenende hatte ich das große Glück, die schöne Wachau zu besuchen. Eines der schönsten - mit Sicherheit aber das bekannteste Kloster in der Wachau ist der Stift Melk...

Benediktinerstift Melk an der Donau
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Lage
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Melk liegt am Eingang zur Wachau, direkt an der Donau. Kommt man mit dem Zug (ab St. Pölten) dort an, ist der Benediktinerstift nicht zu übersehen, nehmen ihre gigantischen gelben Mauern doch die komplette Bergkuppe über der kleinen Stadt Melk ein. Zu Fuss geht man über den Rathausplatz und dann die Stufen nach oben (gut ausgeschildert).

Mit dem Auto kommt man die gut ausgeschilderte Straße nach oben und landet direkt auf dem großen Parkplatz. Touristisch gut erschlossen sind auch zahlreiche Parkplätze vorhanden.


Geschichte
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Der Stift Melk kann in diesem Jahr (2014) auf eine exakt 2000-jährige Geschichte zurückblicken. Im Jahr 1014 wurde hier der heilige Koloman zu Grabe getragen. Schon zu dieser Zeit war Melk das erste Zentrum der Babenberger, die die Mark Ostarrichi regierten. Mit der Erweiterung Richtung Osten verlor es dann doch ein bisschen an Bedeutung - so dass Leopold entschied, auf dem Berg ein Kloster zu erbauen, in das 1089 die ersten Benediktinermönche einzogen.

Seine heutige Form erhielt das Kloster als Neubau im 18. Jahrhundert.


Eintrittspreise und Öffnungszeiten
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Mit der Niederösterreichcard kamen wir (mal wieder, also echte Empfehlung) kostenlos in den Stift. Normalerweise zahlt man als Erwachsener 10€ für die Besichtigung. Mit Führung beträgt der Eintritt 12€.

Der Stift ist in der Sommersaison (Mai-September) von 9 bis 17.30 Uhr und im März, April und Oktober von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet. Den Rest der Zeit ist die Besichtigung nur mit Führungen (täglich um 11.00 und 14.00 Uhr (in Deutsch und Englisch)) möglich.


Unser Besuch
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Wir kamen gleich um 9 Uhr, Sonntags. Das hatte den großen Vorteil, dass wir etwas vor den Busgruppen kamen. Gerade die ganzen Donaukreuzfahrtschiffe kommen auf jedenfall nach Melk, als wir um 12 Uhr wieder gingen, war der ganze Parkplatz voll mit Reisebussen.

Man kommt an der Ostbastei vorbei - in der Sonderausstellungen sind - und kommt durch das Portal in den ersten Hof, dann weiter bis in den 2. Hof, direkt vor die Rückseite der Kirche. Neben der Kirche findet man den Eingang zum Museum. Über die Kaiserstiege steigt man in den ersten Stock. Wie genau das Kinderwagen und Rollstuhlfahrer machen, weiß ich nicht, da ich aber Leute gesehen habe, gehe ich davon aus, dass es Möglichkeiten gibt.

Oben geht man dann rechts direkt in das sehr modern ausgestattete Stiftsmuseum. Dieses befindet sich im Kaisertrakt des Stifts, der alleine der Kaiserlichen Familie vorbehalten war. Man schaut zunächst entlang des Kaisergangs, einem gut 200 m langen Gang, in dem unter anderem Bilder von Maria Theresia und anderen österreichischen Herrschern aufgehängt sind.

Im Museum selbst gibt es eine reiche Illustration der Geschichte des Klosters und des Benediktinerordens. Unter den Ausstellungsstücken sind dabei unter anderem ein original josephinischer Klappsarg und der berühmte Breu-Altar. Mich hat dabei vor allem ein großes Modell des Klosters, das sich konstant dreht. So kann man jeden Teil der Klosteranlage sehen.

Über einen barocken Festsaal kommt man dann auf eine große Terrasse, die sich direkt vor dem Hauptportal der Kirche findet und einen schönen Blick auf die Donau bietet. Von dort aus geht es dann zunächst in die Stiftsbibliothek (leider Fotoverbot) und dann die Treppen runter in die traumhafte barocke Stiftskirche.

Auch im Ticket enthalten ist der Besuch der Sonderausstellung, die von teils Schülern gestaltet wurde. Hier kommt man auf eine Aussichtsterrasse und weiter in den Stiftspark, der etwas größer ist, als er zunächst erscheint. Hier gibt es allerhand an Kunst (auch modernerer Art) zu entdecken.












Fazit
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Wenn man sich überlegt, dass man hier für seine 10€ wirklich viel zu sehen bekommt, lohnt sich ein Besuch in Melk auf alle Fälle. Alleine die Größe des barocken Klosters ist absolut beeindruckend. Schon wenn man aus dem Zug steigt und die riesige Klosterfassade sieht, ist man absolut begeistert. Auch die beiden ruhigen, schattigen Höfe sind absolut genial. Mir hat der Park, der recht ruhig ist, besonders gefallen. Vor allem ist der Park vorne Barock, weiter hinten findet man dann aber auch ruhige und schattige Orte.

Das Museum ist sehr modern und wirklich schön eingerichtet. Auch wenn hier nicht unbedingt der Stiftsschatz im Mittelpunkt steht, sondern viel mehr die Geschichte, sind alleine die Räume klasse. Witzig sind immer wieder kleine Soundeffekte mit "Höre" und die Ausschnitte aus dem Leben des Heiligen Benedikt.

Genial ist für mich der Ausblick von der Terrasse und die darauf folgende Stiftsbibliothek. Ich mag solche alten Bibliotheken ja wirklich sehr gerne. Die Stiftsbibliothek Melk hat irgendwie etwas von einer Miniatur der Nationalbibliothek in Wien.

Die Stiftskirche konnten wir leider nicht intensiv besichtigen, da Messe war.






Die gesamte Anlage wirkt sehr gepflegt, die Toiletten sind sehr sauber, alles ist auf die Abfertigung großer Menschenmengen abgestimmt, wirklich perfekt.

Wir waren absolut begeistert. Stift Melk ist ganz klar einen Sonntagsausflug wert.

In diesem Sinne

Eure Anke