Donnerstag, 13. Februar 2014

Die Wiener Antwort auf den Negerkuss

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch eine echte Spezialität vor, die ich bisher nur in Wien und Österreich kennengelernt habe... Ich weiß, Negerkuss ist nicht mehr ganz so politisch korrekt, aber so habe ich die Dinger eben vor 30 Jahren kennengelernt... Und die Österreichische Antwort sind eben die...


Niemetz Schwedenbomben
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Erstkontakt eines Piefke
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Als wir nun mehr seit 2 Jahren in Wien wohnen, kaufte ich am Anfang natürlich fleißig weiter die bekannten Dickmänner... Doch dann stand Anfang 2013 plötzlich ganz Österreich kopf. Die Schwedenbomben sollten eingestellt werden, da Niemetz von der Pleite bedroht war. Flashmobs wurden ins Leben gerufen und ich war durchaus irritiert... Aber anscheinend war das eine Institution wie der Wiener Opernball. Na, ja und wenn ein Land Kopf steht, muss dann auch der unbedarfte Piefke mal probieren.
Zutaten
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Zucker, Hühnereiweiß, Glucosesirup, gehärtetes Pflanzenfett, Kokosraspel, Magerkakao, Waffelblatt, Sojamehl, Magermilchpulver, Geliermittel Agar-Agar, Emulgator Lecithin, Vanillin.


Nährwerte
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Die Nährwerte werden wohl Gott sei Dank nicht angegeben, sonst würde ich sie wohl nicht kaufen... Der Name Schweden"BOMBE" kommt ja nicht von ungefähr...


Kauf
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Die Packung, die ich heute vor mir habe, habe ich für 1,79€ bei Billa gekauft. Das klingt zunächst einmal teuer, doch sind die 6 kleinen Schwedenbomben tatsächlich von Hand gemacht und stammen nicht aus einer Massenproduktion. Und das schmeckt man meiner Meinung nach auch.


Packung
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In der normalen Packung sind 110 gr. Die verteilen sich auf insgesamt 6 Bomben. Davon sind 3 mit einfacher, dunkler Schokolade überzogen. Die anderen 3 sind traditionell mit Cocos-Flocken bestreut. Die Schokoschicht ist etwas dicker als die von den Dickmännern, wodurch das ganze etwas knackiger schmeckt. Auch die Waffel ist untenrum mit einer dicken Schokoladenschicht überzogen.

Die Creme ist etwas dunkler als die Sahne und schmeckt etwas süßer. Dafür ist der Schaum wirklich locker und leicht. Man fühlt sich nicht voll.


Haltbarkeit
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Angegeben ist die Haltbarkeit mit etwa 2 Wochen. Aber so lange halten die bei mir nie durch. Ich kaufe mir so eine Packung etwa einmal im Monat - man muss sich ja schließlich auch mal was gönnen...


Geschmack
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Die Hauptkomponenten im Geschmack habe ich euch ja schon genannt - die Schokoschicht ist etwas dicker und vor allem auch etwas unregelmäßiger. Dadurch ist das ganze Ding etwas knackiger und richtig lecker. Die Waffel ist wohl ähnlich den Dickmännern, aber etwas mit Schokolade überzogen.

Die Creme ist etwas dunkler und etwas weniger süß, dafür aber super leicht. Die Creme besteht wohl aus sehr locker aufgeschlagenem Eischnee anstatt aus der Sahnecreme wie die Dickmänner.


Woher kommt der Name?
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Angeblich erfand Herr Niemetz die Schwedenbomben, als er Besuch von einem schwedischen Freund hatte, nach dem die Süßigkeit benannt ist.


Fazit
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Die Schwedenbomben sind inzwischen gerettet, Niemetz ist an eine Tochter der Firma Meinl verkauft. Aber solange die Schwedenbomben da sind, ist Wien quasi gerettet.

Und ich muss sagen - GOTT SEI DANK. Sie sind super lecker und meiner Meinung nach merkt man schon, dass sie nicht aus so einer Extremmassenproduktion kommen. Ich komme öfter an der Produktion am Wiener Rennweg vorbei, riesig ist die Fabrik echt nicht. Dafür ist diese Süßigkeit derartig Kult, dass damals wirklich viele auf den Beinen waren, um ihre Schwedenbomben zu retten. Und falls wir irgendwann wieder nach Deutschland gehen muss ich sagen, ich werde neben dem Stephansdom und dem Kaffeehaus etwas anderes vergessen - den Genuss einer echten Schwedenbombe. Denn die machen echt süchtig!!! Und dafür gebe ich sehr gerne mal 1,79€ aus...

In diesem Sinne

Eure Anke
Noch sind alle da...
Der erste Biss
Unnnnnnnnnnnnnnnd leeeeeeeeeeeer :-(