Sonntag, 2. Februar 2014

One World One Hofburg



Hallo Leute!

Dank meiner Jahreskarte des KHM Wien bin ich gestern mal wieder in ein nettes Museum gekommen, das ich euch heute vorstellen werde...


Weltmuseum
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Lage
^^^^^^^^^^
Das Weltmuseum  - vor April 2013 Museum für Völkerkunde - liegt direkt an der Wiener Ringstraße am Heldenplatz im Corps de Logis der Neuen Burg. Das ist das erste Gebäude vorne. Der Eingang liegt direkt neben dem Heldentor. Am besten kommt man dort mit der U2, U3 (Volkstheater) oder mit den diversen Straßenbahnen auf der Ringstraße (D, 1, 2, 71 Station Burgring oder Volkstheater) hin. Parkplätze gibt es rund herum, etwa im Museumsquartier, über Lage und Preis kann ich allerdings nix sagen. Vor der Hofburg gibt es auch einige Plätze, die sind allerdings fast immer voll.


Eintrittspreise
^^^^^^^^^^
Erwachsene     € 8
Ermäßigt       € 6
Gruppen p.P. (ab 10 Personen)€ 6

Kinder und Jugendliche
unter 19 Jahren     frei
Wien-Karte     € 7
Weltmuseum Wien
Friends          frei
Jahreskarte     € 34 (gültig für alle Museen des KHM)
Kombi-Karte 1 Ticket – 3 Museen     € 18
Führung     € 2
Audioguide (deutsch und english)     € 2

Derzeit läuft noch bis 31. März 2014 die Aktion Montag ist FREI Tag. Das bedeutet, Montags ist der Eintritt frei.


Öffnungszeiten
^^^^^^^^^^^^^^^^
Das Museum ist Mittwoch bis Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Dienstags ist geschlossen.


Kontakt
^^^^^^^^^^^^^^^^
Weltmuseum Wien
Neue Burg
Heldenplatz, 1010 Wien
Tel. +43 1 534 30 – 5052 oder 5053
info@weltmuseumwien.at


Ausstellungen
^^^^^^^^^^^^^^^^
Eine große Abteilung widmet sich derzeit dem Thema "Getanzte Schöpfung". Dort werden Elemente vor allem aus Asien gezeigt, in denen der Tanz als religiöser Akt dient.

Ein weiterer Teil "Jenseits von Amazonien" widmet sich der Verbindung der Habsburger nach Brasilien. Diese basiert auf Johann Natterer, der Prinzessin Leopoldine (angetraute des portugisischen Thronerben Dom Pedro), die die Herrschaft über Brasilien übernehmen sollte. Natterer begleitete Leopoldine und baute dabei eine beeindruckende Sammlung von Stücken aus Brasilien um 1830 auf, die heute im Weltmuseum ausgestellt werden. So findet man hier etwa einige Ameisenhandschuhe, die Teil eines schmerzhaften Initiationsrituals von Jungen in die Welt der Stammeskrieger repräsentieren. Ein Ritual, das auch heute noch durchgeführt wird.

Spannendstes Ausstellungsstück ist derzeit die Federkrone Moctezumas, eine original Aztekische Federkrone, die vermutlich vom vorletzten aztekischen Herrscher aus dem 16. Jahrhundert stammt (Fotos waren hier strengstens verboten). Die reich verzierte Krone aus grünen Federn ist 116 cm hoch und 170 cm breit und ist die einzige, die im Original erhalten geblieben ist. 

Im ersten Stock befindet sich derzeit eine weitere Ausstellung unter dem Motto Götterbilder. Hier werden verschiedene Religionen und Bildnisse deren Götterglauben vorgestellt. So gibt es etwa einen Schrein verschiedster Götterbilder aus Thailand, Beispiele für Papieropfer als Elemente des chinesischen Bestattungsrituals.






Unser Besuch
^^^^^^^^^^^^^^^^
Ich fand unseren Besuch sehr nett, zumal das Weltmuseum im Vergleich zu etwa dem Hauptgebäude des Kunsthistorischen Museum gegenüber an der Ringstraße für Samstag Nachmittags fast leer war.

Die Ausstellung an sich hat zahlreiche spannende Seiten. Ich habe beispielsweise lange vor der Aztekenkrone gestanden, fand aber auch die Götterbilder relativ interessant. Hier werden größtenteils die Religionen aus dem Asiatischen Raum, Himalaya usw. dargestellt, die sich für uns doch recht exotisch anmuten. Am beeindruckendsten war für mich allerdings fast schon das Gebäude an sich mit seinem riesigen Lichthof und den großen Gallerien.

Was ich allerdings sehr schade finde, ist dass man nur die Sonder- oder Schauausstellungen als Otto-Normal-Besucher anschauen kann. Die wechseln zwar immer wieder, die weit größere Dauerausstellung mit 250000 Objekten ist nur für Fachpublikum zugänglich, was ich allerdings beim hohen Eintrittspreis von 8€ doch relativ schade finde.

Toiletten gibt es im oberen Stockwerk 2, unten sind es mehrere. Sie sind sehr sauber, in anbetracht des Besucheransturms sind die Toiletten auch absolut ausreichend. Einen Aufzug für Rollstuhlfahrer habe ich nicht gesehen, da man aber einen Rollstuhl ausleihen kann, gehe ich davon aus, dass man das notfalls beim Personal erfragen kann. Ansonsten geht es nämlich über eine Freitreppe nach oben.

Eine bewachte Garderobe gibt es nicht, einzig und alleine Kleiderhaken mit dem Vermerk "Garderobe keine Haftung". Ich hab meine Jacke trotzdem dort aufgehängt und nach meinem Besuch war sie - welch Wunder - auch noch da...


Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^
Die derzeitigen Ausstellungen sind schon echt klasse, wobei die "Getanzte Schöpfung" für mich weit weniger spannend war, als ich gedacht habe. Fasziniert hat mich die Federkrone und auch die Götterbilder fand ich super spannend. Wir haben rund 2 Stunden in dem Museum zugebracht, das hat sich wirklich gelohnt.

Allerdings finde ich es wirklich schade, dass immer nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Sammlung (wirklich nur ein Bruchteil der riesigen Sammlung der Habsburger) gezeigt wird. Basierend darauf und basierend darauf was ich aus anderen Wiener Museen kenne, hatte ich da irgendwie wesentlich gigantischer vorgestellt, zumal man ja ganze 8€ für den Einzeleintritt zahlen soll. Daher gibt es von mir nur durchschnittliche 3 Sterne.

Wenn ich jetzt gefragt werde, ob das Museum empfehlenswert ist, würde ich sagen "Ja" wenn man grad nix anderes zu tun hat oder wenn grade Montag (=FREI Tag) ist. Das Museum ist schon interessant, für den Eintrittspreis von 8€ würde ich aber ein bisschen mehr erwarten als ein paar Sonderausstellungen.

In diesem Sinne

Eure Anke