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Dienstag, 3. Mai 2016

{Hietzing - Wien - Kaiser} Wohnen wie bei Kaisers

Hallo Leute!

Wenn man an Wien denkt, denken viele an die wohl berühmteste Kaiserin, die spätestens seit den romantischen Filmen bekannt ist - Elisabeth oder kurz Sisi. Allerdings war das Leben von Sisi nicht so glücklich, wie Romy Schneider es uns glauben machen wollte. In Wien fühlte sie sich nie wohl.

Da ihr Gatte Franz Josef es ihr so angenehm wie möglich machen wollte, ließ er ihr eine Villa bauen, etwas abseits des Trubels am Hofe im Lainzer Tiergarten.


Hermesvilla
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Lage
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Da die Hermesvilla sehr weit außerhalb liegt, wird sie wohl kaum ein Tourist jemals dorthin kommen. Die Fahrt dorthin dauert etwas. Zum Beispiel kann man mit der U4 nach Hietzing und von dort mit diversen Bussen und Straßenbahnen zur Hermesstraße und von dort mit der 55A zum Lainzer Tor. Von da sind es noch etwa 15 Minuten Fussmarsch.

Die Villa liegt mitten im ehemaligen Jagdgebiet des Kaisers, im Lainzer Tiergarten. Auf dem Weg kommt man an den Wildgehegen vorbei, wo unter anderem Auerochsen und anderes Wild gehalten wird.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Zunächst einmal ein Tipp. Das Museum gehört zum Wien Museum, das jeden ersten Sonntag im Monat freien Eintritt bietet. Wir waren an einem Sonntag dort und der Betrieb war nicht so dramatisch, wie man es vielleicht erwarten könnte.

Geöffnet ist zu folgenden Zeiten:
Palmsonntag bis 1. November:
Dienstag bis Sonntag und Feiertag,
10 bis 18 Uhr
Die Hermesvilla schließt 30 Min. vor Torsperre des Lainzer Tiergartens, spätestens jedoch um 18h.
Eingeschränkte Öffnungszeiten im Herbst/Winter.

Erwachsene zahlen normalerweise 7€ Eintritt, ermäßigt sind es 5€, Kinder bis zum Alter von 19 Jahren haben freien Eintritt.


Geschichte
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Franz Josef ließ die Villa nach Plänen von Karl Freiherr von Hasenauer 1882 bis 1886 als privaten Wohnsitz für die Kaiserin errichten. Benannt wurde sie nach einer von Elisabeth in Auftrag gegebenen Hermesstatue von Ernst Herter, die im Garten aufgestellt werden sollte.

Zum Gebäude gehörten die Stallungen der Pferde der Kaiserin, die eine leidenschaftliche Reiterin war.

Das Gebäude selbst wurde innen von den bekanntesten Malern ihrer Zeit ausgemalt, darunter Gustav Klimt oder Hans Markart. Von ihm stammen die Entwürfe zu den Malerein im Schlafzimmer der Kaiserin, die aus der Lieblingsgeschichte der Kaiserin stammen - dem Sommernachtstraum von Shakespeare.


Ausstellung
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Die Ausstellung beschränkt sich auf das erste Stockwerk der Villa, im Erdgeschoss ist ein Restaurant.

Nach den Weltkriegen war die Einrichtung in alle Winde verstreut. Heute wurde vieles rekonstruiert. Am meisten ist noch im Schlafzimmer der Kaiserin erhalten, darunter ein barockes Prunkbett, düster und mit schwarzen Federn  geschmückt. Es stammte noch aus der Zeit Maria Theresias. Davor liegt auch das Turnzimmer der Körperbewussten Kaiserin, in dem Wandmalereien erhalten sind.

Interessant war auch das Arbeitszimmer von Franz Josef, in dem neben einem großen Gemälde Sisis auch ein Bild seiner Geliebten Katharina Schratt hing, die auch mehrfach in der Villa zu Besuch war.

Im Schlafzimmer des Kaisers fand sich ein spannendes Detail - ein Paravent, auf dem ein paar Privataufnahmen von Elisabeth und den Kindern zu sehen waren - es war dann doch eine fast ganz normale Familie.


Fazit
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Nun, wenn ich ehrlich bin habe ich schon beeindruckendere Schlösser für weniger Geld gesehen. Ich denke, gerade der Eintrittspreis von 7€ in Kombination mit der abgeschiedenen Lage halten sicherlich viele Wanderer von einem kurzen Besuch ab. Und ich muss sagen, bis auf ein paar Einblicke in die doch recht düstere Seele der Kaiserin war ich auch wenig beeindruckend.

Das Museum ist wohl eher was für absolut echte Sisi-Fans, das Schlafzimmer der Kaiserin sieht schon spannend aus, ich könnte in dem Bett jedenfalls nicht schlafen. Aber es gibt eben doch einige andere Orte, die weniger kompliziert zu erreichen sind und die spannender sind.

In diesem Sinne

Eure Anke



Montag, 2. Mai 2016

{Hietzing - Zoo} Pandas, Löwen und Kühe

Hallo Leute!

Ich liebe es ja, um die Welt zu reisen. Aber das geht nicht immer. Eine gute Alternative liegt in Wien-Hietzing.

Tiergarten Schönbrunn
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Lage
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Der Tiergarten ist innerhalb des Schönbrunner Schloßparks im 13. Bezirk. Optimal ist der Park mit der U4 (Station Hietzing) erreichbar sowie mit diversen Straßenbahnen, etwa der 58 ab Westbahnhof.

Die offizielle Adresse ist Maxingstraße 13 b in 1130 Wien.


Eintrittspreis
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Wir haben uns nun zum zweiten mal in Folge für 44€ die Jahreskarte zugelegt (Kinderkarten kosten 22€).

Für den Einzelbesuch zahlen Erwachsene 18,50€, Kinder (6-19 Jahre) 9€. Zudem gibt es eine Vorteilskarte für 2 Erwachene und bis zu 3 Kinder für 54€ (wobei man immer 5 Tickets bekommt, die ab Ausstellung 1 Jahr gültig bleibt).


Öffnungszeiten
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Der Zoo ist täglich geöffnet. Verschiedene Häuser schließen früher.

Jänner    9:00–16:30
Februar    9:00–17:00
März    9:00–17:30
April–September    9:00–18:30
Oktober (bis Ende Sommerzeit)    9:00–17:30
November–Dezember    9:00–16:30


Geschichte des Zoos
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Der Tiergarten in Schönbrunn geht auf die Gründung des Kaisers Franz Stephan zurück und ist somit mehr als 260 Jahre alt und damit auch der älteste noch bestehende Zoo Europas. Schon 1778 wurde der Zoo der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, genau genommen "ordentlich gekleideten Personen".

Die Gebäude bestehen zum Teil schon aus diesen Zeiten, darunter der Frühstückspavillion, der als Oktogon im Zentrum der unteren Anlage steht, den schon Franz Stephan für seine Allchemistischen Versuche nutzte. Genauso historisch sind viele der noch bestehenden Gehege, darunter das Affenhaus und das Giraffenhaus (das derzeit saniert wird). Alle sind allerdings durch Sanierungen auf die Bedürfnisse von Besuchern und Tieren angepasst.


Die Tiere
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Besonders ist der Park aufgrund der Zusammenkunft von exotischen Tieren und auch einheimischen Haustierrassen. Hier alle mehr als 700 Tierarten aufzuzählen wird wohl schwierig, etwas vergisst man immer.

Direkt beim Eingang kommt man bei den Giraffen und den Pandas vorbei zum großen Kaiserpavillion, der im Zentrum der Anlage steht. Hier sind im Oktogon Flamingos, Zebras und viele andere Gehege untergebracht.

Die seltenen Haustierrassen sitzen oben am Hügel im Tirolerhof, einem echten Bauernhof, der dort im Wald wieder aufgebaut wurde. Auf dem Weg hinauf kommt man am Wolfsgehege und bei den Luchsen vorbei (wobei die sich meist eher versteckt halten). Auf dem Weg hinunter gibt es einen tollen Baumwipfelpfad, von dem aus man einen grandiosen Ausblick auf das Schloss hat. Von hier aus kann man die Singvögel beobachten.

Besonders ist das Panda-Zuchtprogramm. Der Schönbrunner Zoo ist einer der wenigen Zoos außerhalb von China, dem bereits zweimal eine Nachzucht des Großen Panda gelungen ist.

Gegenüber vom Pandahaus, in dem rote Pandas und große Pandas untergebracht sind, sind die Koalas und die Kängaroos, daneben ist das Rattenhaus und von dort kommt man zu den Großkatzen (Jaguar, Puma, Löwe, Tiger und Geparde werden hier gehalten.

Ein echtes Highlight ist die Fütterung der Mähnenrobben und der Pinguine im Polarium. Direkt daneben liegt das nagelneue Eisbärengehege, das erst im vergangenen Jahr wiedereröffnet wurde. Gegenüber liegt das Affenhaus, wo verschiedene Affen in einer WG mit meinen Favoriten leben - den Erdmännchen. In der Nähe liegt auch das große Elefantengehege.

Auch zwei Panzernashörner werden gehalten, gemeinsam mit diversen Antilopen - ganz friedlich.

Es gibt ein Regenwaldhaus, in dem man unter anderem in einem Raum unter Rotlicht durch einen Fledermausschwarm gehen kann. Gegenüber ist das Südamerikahaus mit Präriehunden, Ameisenbären und Agutis sowie Lamas und Alpakas.

Im großen Vogelhaus kann man direkt durch die Vogelvolieren gehen, wo auch das (ebenfalls sehr fruchtbare) Faultierpaar unterwegs ist. Vorm Vogelhaus ist das Quartier der Kattas. Dahinter, etwas abseits, ist das Orang Utan Haus. Beim Ausgang schließlich ist das Krokohaus, in dem man diverse Fische und Reptilien anschauen kann. Hier ist unter anderem ein riesiger Fischtunnel, in dem Haie und Rochen unterwegs sind.


Weitere Bilder und Schnappschüße aus Schönbrunn findet ihr übrigens hier.


Fazit
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Natürlich ist es viel toller, wenn die Tiere in freier Wildbahn leben können und man sie dort trifft. In Schönbrunn haben sie es aber offensichtlich ganz gut getroffen - so fruchtbar, wie zum Beispiel die Pandas sind, scheinen sie ja ganz zufrieden zu sein. Nicht umsonst ist der Wiener Zoo schon mehrfach als bester Zoo Europas ausgezeichnet worden.

Natürlich ist der Zoo etwa an einem Sonntag brechend voll mit Familien mit kleinen Kindern, aber trotzdem findet man immer wieder nette, ruhige Ecken, etwa beim Tirolerhof.

Spannend sind natürlich die regelmäßigen Schaufütterungen, bei denen die Tierpfleger auch ausführlich über ihre Schützlinge erzählen.

Von mir gibt es klare 5 Sterne - besser leben die Tiere nur in freier Wildbahn.

In diesem Sinne

Eure Anke