Posts mit dem Label Typisch_Wien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Typisch_Wien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 18. Dezember 2015

{Sachbuch - Habsburger} Warum hab ich die bloß noch nicht getroffen?

Hallo Leute!

Als Wienerin gibt es natürlich kaum eine Familie, die mehr Faszination ausübt, als die Habsburger. Mehr als 600 Jahre waren sie die mächtigste Familie Europas, stellte immerhin 16 Kaiser. Doch diese Macht brachte einiges an Drama mit sich, weshalb viele von ihnen (man kann es kaum glauben) noch hier geblieben sind, weil sie einfach nicht zur Ruhe kommen.


Die spukenden Habsburger
^^^^^^^^^^^^^

Daten
^^^^
Autorin: Gabriele Hasmann
Verlag: Überreuther
ISBN: 3800076284
Preis: 19,99€
gebundene Ausgabe, 208 Seiten


Inhalt
^^^^
Überall spuken sie noch, die Geister der Habsburger aus allen möglichen Generationen. Wobei sich die Spukerscheinungen sich wie selbstverständlich auf Wien konzentrieren - egal ob die berühmte Weiße Frau, die noch heute immer dann erscheint, wenn Unheil droht bis hin zum Kaiser Franz Josef, der immer wieder auf der Bank im Tierpark erscheint, auf der er sich jeden Morgen mit seiner Geliebten getroffen hat.

Im Zusammenhang mit den Spukgeschichten erzählt Gabriele Hasmann die gesamte Geschichte der Habsburger noch einmal nach - sie erzählt vom Selbstmord von Kronprinz Rudolf in Mayerling (wo er noch rumspuken soll) oder vom Mord an Franz Ferdinand in Sarajewo, sie erzählt die Geschichte von Franz Josef, Sisi und den beiden Geliebten des Kaisers, aber auch die frühen Geschichten etwa von Rudolf dem Stifter (den man gelegentlich in den Katakomben beim Stephansdom treffen soll) oder der Sammlung des Kunsthistorischen Museums.

Quasi überall kann man heute noch auf die Kaiser und Kaiserinnen, die Erzherzöge und Erzherzöginnen treffen - wenn man denn dran glaubt.


Fazit
^^^^
Spukgeschichten gibt es ja zu Hauf - und gerade um die Habsburger herum scheinen sie sich zu häufen - vor allem im Zusammenhang mit der guten Sisi, der wohl bekanntesten Habsburgerin. Und so hat sich Gabriele Hasmann zur Aufgabe gemacht, diesen Spukgeschichten die entsprechenden Hintergründe zu geben - warum etwa soll Sisi für die häufigen Selbstmorde am Kahlenberg verantwortlich sein etc.

Nun, schon die Autorin schreibt in ihrer Einleitung, dass sie den Spukereignissen nur ihren historischen Rahmen geben möchte, ohne dabei die Erscheinungen an sich zu kommentieren - und so ist es glücklicherweise auch. Denn häufig ist es ein Medium, die zu den Geistern - egal wo - Kontakt aufnimmt und sich auch wesentlich länger mit den Geistern unterhalten kann.

Aber die dokumentierten Erscheinungen werden auch von normalen Menschen beschrieben, einer Touristin etwa, die in der Michaelerkirche eine weiße Gestalt sah oder auch ein älteres Ehepaar aus Deutschland, der die Kaiserin Sisi in Bad Ischl erschienen ist.

Dennoch habe ich bei solchen Erscheinungen persönlich immer so meine Probleme - und weil ich nicht dran glaube, bin ich wohl auch dem Kaiser noch nicht im Tierpark begegnet oder der Schwester Maria Theresias in der Michaelerkirche. Aber wenn es eine Familie gäbe, bei der ich an solche Geistererscheinungen glauben könnte, wären das mit Sicherheit die Habsburger.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 27. Februar 2014

Wien, Mörtel und das TV Sternchen

Hallo Leute!

Heute hatte ich mal wieder ein Erlebnis, von dem ich euch berichten muss. Was macht man an einem freien Donnerstag Nachmittag? In Wien guckt man mal in der Lugner City vorbei. Das besondere Verhältnis zwischen Lugner und dem Opernball ist sogar bei uns zu Hause in Deutschland berühmt. So war das erste, was meine Mutter letzte Woche beim wöchentlichen Gespräch fragte, wen denn der Mörtel diesmal eingeladen hat.

Soweit so gut. Ich machte mich auf den Weg und war um Viertel vor 2 in der Lugner City - um 14 Uhr sollte das Schauspiel beginnen. Ich kam rein, nahm meine Kamera raus und sah schon im Lichthof des Einkaufszentrums den Menschenauflauf. Gleichzeitig begann eine Lautsprecherdurchsage:

"Leider ist die Autogrammstunde beendet, aufgrund von Sicherheitsbedenken hat das Management die Autogrammstunde abgebrochen".






Es sollten daher ausschließlich fertige Autogrammkarten verteilt werden. Die enttäuschten Fans blieben trotzdem. Dann kam Mörtel mit mehreren Kamerateams auf die Bühne um sich zu entschuldigen.

"Bei dieser Dame mit ihrem ganzen Fernsehen bin ich nur Statist". Anschließend - sehr sympathisch - verteilte er mit den Worten "Ist ja sonst keiner da" noch ein paar Autogramme.


Sowas hatte selbst der Herr Lugner noch nicht erlebt. Sichtlich betrübt und traurig entschuldigte er sich bei den Fans.

Doch was war wirklich los? Kurz gesagt gar nix. Die Fans, größtenteils Mädels zwischen 8 und 16 standen ganz harmlos in der Schlange und wollten ein Autogramm von ihrem Star, der wohl komplizierter ist, als sich der Herr Ingenieur gedacht hat.

Ich persönlich wollte eh kein Autogramm sondern mir nur den Trubel mal anschauen. Von daher war der Ausgang dieser Geschichte für mich optimal - ein sehr amüsantes Erlebnis. Vor der Tür stand übrigens eins der Autos, die Kardashian nicht haben wollte...



Mit lieben Grüßen aus Wien.

Eure Anke

Mittwoch, 19. Februar 2014

Die beklopptesten Wien-Souvenirs (1)

Hallo Leute!

Wenn man wissen will, wie die Touristen ticken, muss man nur mal in einen Souvenirshop schauen. Ich habe inzwischen eine kleine Sammlung gegründet... Ich sammle spezielle Sachen, die der Souvenirshop (und in Wien gibt es da etliche) so hergeben. Ein lustiges Souvenir habe ich beim Stöbern in einem Souvenirshop im Hundertwasserhaus aufgetan...



Badeente Amadeus
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^



Kauf
^^^^^^^^^^
Gekauft habe ich die Ente für 3,95€ bei einem Souvenirladen in der Nähe des Hundertwasserhauses in Wien.


Aussehen
^^^^^^^^^^
Die gelbe Ente ist 8 cm hoch und hat damit die normale Größe für Badeenten. Die Grundform ist auch gleich, mit einem orangenen Schnabel und schwarzen Augen. Diese Ente soll mit ihrer weißen, zum Zopf gebundenen Perücke und ihrer roten Jacke an Wolfgang Amade Mozart erinnern. Die Jacke hat vorne goldene Knöpfe und eine weiße Bluse. Außerdem shat man Maschettenknöpfe angezeichnet, eben genau so, wie man es von Darstellungen von Mozart kennt.

Wie es sich für eine Quietschente gehört, Quietscht sie natürlich auch, wenn man sie zusammendrückt.


Schwimmtest
^^^^^^^^^^^^
Bei mir reist die Ente zwar in der Fototasche mit (für mein Fotoprojekt), aber natürlich habe ich für euch auch mal einen kleinen Schwimmtest gemacht. Das Vieh schwimmt gut und der Kopf bleibt oben.


Verarbeitung
^^^^^^^^^^^^^
Es ist alles wunderbar verarbeitet. Die Ente bleibt Formstabil und die Farben bleiben erhalten.


Fazit
^^^^^^^^^^^^
Ich bin mit dieser Ente hochzufrieden. Sie ist qualitativ gut verarbeitet und sieht einfach nur witzig aus uns passt zu meinem "Erwien Erpel reist durch Wien" bei dem ich Fotos von der Ente sammle vor allen möglichen Wiener Sehenswürdigkeiten.

Die Ente hat die klassische Quietscheentenform, einzig die Form der Haare ist ein wenig verändert. Der Kontrast zwischen dem Gelb der Ente und dem Rot der Jacke sieht einfach nur super aus. Sie erinnert mich insgesamt an die unzähligen Ticketverkäufer vor dem Stephansdom, die überteuert Konzerttickets an Touristen verkaufen.

Es ist sicher ein witziges Geschenk für alle Wiener. Wenn ich ihn nicht in der Fototasche habe, sitzt er bei mir im Regal als wirklich witziges und kurioses Souvenir aus dem schönen Wien.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 13. Februar 2014

Die Wiener Antwort auf den Negerkuss

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch eine echte Spezialität vor, die ich bisher nur in Wien und Österreich kennengelernt habe... Ich weiß, Negerkuss ist nicht mehr ganz so politisch korrekt, aber so habe ich die Dinger eben vor 30 Jahren kennengelernt... Und die Österreichische Antwort sind eben die...


Niemetz Schwedenbomben
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Erstkontakt eines Piefke
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Als wir nun mehr seit 2 Jahren in Wien wohnen, kaufte ich am Anfang natürlich fleißig weiter die bekannten Dickmänner... Doch dann stand Anfang 2013 plötzlich ganz Österreich kopf. Die Schwedenbomben sollten eingestellt werden, da Niemetz von der Pleite bedroht war. Flashmobs wurden ins Leben gerufen und ich war durchaus irritiert... Aber anscheinend war das eine Institution wie der Wiener Opernball. Na, ja und wenn ein Land Kopf steht, muss dann auch der unbedarfte Piefke mal probieren.
Zutaten
^^^^^^^^^^^^
Zucker, Hühnereiweiß, Glucosesirup, gehärtetes Pflanzenfett, Kokosraspel, Magerkakao, Waffelblatt, Sojamehl, Magermilchpulver, Geliermittel Agar-Agar, Emulgator Lecithin, Vanillin.


Nährwerte
^^^^^^^^^^^^
Die Nährwerte werden wohl Gott sei Dank nicht angegeben, sonst würde ich sie wohl nicht kaufen... Der Name Schweden"BOMBE" kommt ja nicht von ungefähr...


Kauf
^^^^^^^^^^^^
Die Packung, die ich heute vor mir habe, habe ich für 1,79€ bei Billa gekauft. Das klingt zunächst einmal teuer, doch sind die 6 kleinen Schwedenbomben tatsächlich von Hand gemacht und stammen nicht aus einer Massenproduktion. Und das schmeckt man meiner Meinung nach auch.


Packung
^^^^^^^^^^^^
In der normalen Packung sind 110 gr. Die verteilen sich auf insgesamt 6 Bomben. Davon sind 3 mit einfacher, dunkler Schokolade überzogen. Die anderen 3 sind traditionell mit Cocos-Flocken bestreut. Die Schokoschicht ist etwas dicker als die von den Dickmännern, wodurch das ganze etwas knackiger schmeckt. Auch die Waffel ist untenrum mit einer dicken Schokoladenschicht überzogen.

Die Creme ist etwas dunkler als die Sahne und schmeckt etwas süßer. Dafür ist der Schaum wirklich locker und leicht. Man fühlt sich nicht voll.


Haltbarkeit
^^^^^^^^^^^^
Angegeben ist die Haltbarkeit mit etwa 2 Wochen. Aber so lange halten die bei mir nie durch. Ich kaufe mir so eine Packung etwa einmal im Monat - man muss sich ja schließlich auch mal was gönnen...


Geschmack
^^^^^^^^^^^^
Die Hauptkomponenten im Geschmack habe ich euch ja schon genannt - die Schokoschicht ist etwas dicker und vor allem auch etwas unregelmäßiger. Dadurch ist das ganze Ding etwas knackiger und richtig lecker. Die Waffel ist wohl ähnlich den Dickmännern, aber etwas mit Schokolade überzogen.

Die Creme ist etwas dunkler und etwas weniger süß, dafür aber super leicht. Die Creme besteht wohl aus sehr locker aufgeschlagenem Eischnee anstatt aus der Sahnecreme wie die Dickmänner.


Woher kommt der Name?
^^^^^^^^^^^^
Angeblich erfand Herr Niemetz die Schwedenbomben, als er Besuch von einem schwedischen Freund hatte, nach dem die Süßigkeit benannt ist.


Fazit
^^^^^^^^^^^^
Die Schwedenbomben sind inzwischen gerettet, Niemetz ist an eine Tochter der Firma Meinl verkauft. Aber solange die Schwedenbomben da sind, ist Wien quasi gerettet.

Und ich muss sagen - GOTT SEI DANK. Sie sind super lecker und meiner Meinung nach merkt man schon, dass sie nicht aus so einer Extremmassenproduktion kommen. Ich komme öfter an der Produktion am Wiener Rennweg vorbei, riesig ist die Fabrik echt nicht. Dafür ist diese Süßigkeit derartig Kult, dass damals wirklich viele auf den Beinen waren, um ihre Schwedenbomben zu retten. Und falls wir irgendwann wieder nach Deutschland gehen muss ich sagen, ich werde neben dem Stephansdom und dem Kaffeehaus etwas anderes vergessen - den Genuss einer echten Schwedenbombe. Denn die machen echt süchtig!!! Und dafür gebe ich sehr gerne mal 1,79€ aus...

In diesem Sinne

Eure Anke
Noch sind alle da...
Der erste Biss
Unnnnnnnnnnnnnnnd leeeeeeeeeeeer :-(

Dienstag, 17. Dezember 2013

Weihnachten in Wien (2)

Hallo Leute!

Vor allem die Straßen des Inneren Bezirks sind derzeit festlich beleuchtet, jede in einer anderen Art. Ein paar Eindrücke von der weihnachtlichen Stadt bekommt ihr heute per Foto.



Kohlmarkt Wien 1. Bezirk

Kronleuchter am Graben

Am Graben


Ein schönes Weihnachtsfest aus der feierlich geschmückten Stadt wünscht euch...

Eure Anke

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Weihnachten in Wien (1)

Hallo Leute!

Ich habe bisher nur sehr wenige Städte erlebt, in denen Weihnachten so zelebriert wird. Es gibt alleine etwa 15 bis 20 größere und noch weit mehr kleinere Adventmärkte. Einer der größten findet jährlich im Ehrenhof von Schönbrunn statt...


Weihnachtsmarkt Schönbrunn
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Der Markt ist im Ehrenhof beim Eingang des Schloss Schönbrunn. Von der Gartenseite kommt man am besten aus Richtung U4 Hietzing, durch das Haupttor kommt man aus Richtung U4 Schönbrunn. Auch verschiedene Straßenbahnen fahren dorthin. Parkplätze sind aufgrund des nahen Zoos und der riesigen Attraktion Schönbrunn massenhaft vorhanden.

Der Markt hat täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet.



Aufbau
^^^^^^^^^^^^^^
Im Zentrum vor der großen Treppe steht der große, sehr schön beleuchtete Weihnachtsbaum mit der Bühne, wo zahlreiche Auftritte stattfinden. Als wir dort waren, spielte gerade eine Akapella Weihnachtstruppe.

Rund um den Weihnachtsbaum stehen einige Punsch- und Snack-Stände, die größtenteils die klassischen Weihnachtsmarktleckereien anbieten. Ich hatte einen Landtmann Punsch mit dem Namen "Beschwipster Apfelstrudel", der wirklich lecker war, aber auch 4,50€ kostete. Der klassische Glühwein kostet 3,50€. Dazu gab es einen Walnuss-Krapfen für 1,50€.

Serviert wird ein weißen Bechern mit einer Zeichnung von Schönbrunn drauf, die zusätzliche 2€ Pfand kosten. Wenn man aber ehrlich ist, haben wohl die meisten die Tasse eingesteckt, weil sie echt hübsch war.

Mehr oder minder im Kreis rund herum findet man dann zahlreiche Stände mit Kunsthandwerk und kleinen Präsenten für Weihnachten. Das Spektrum reicht dabei von Strickmützen, bis zu kompliziert aussehenden Porzellan-Lampen. Hier sollte wohl jeder etwas finden. Die Preise sind allerdings nicht grad niedrig.









Atmosphäre und Fazit
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Weihnachten direkt vor dem Märchenschloss der Habsburger, romantischer könnte es kaum noch sein. Es fehlte irgendwie nur noch der Schnee und alles wäre perfekt.

Ich persönlich finde es sehr schön, dass die Essens- und Punschstände mehr oder minder in der Mitte sind und sich nicht mit den anderen Ständen abwechslen. Das macht das Suchen einfacher. Punschpreise sind schon relativ hoch, aber in anbetracht der Umgebung und der Qualität (ich lobe nochmals den beschwipsten Apfelstrudel) angemessen.

Besonders schön ist der Adventmarkt nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Schloss und Weihnachtsbaum mit den Ständen beleuchtet ist. Das gibt dem ganzen seinen letzten Schliff.

Atmosphärisch ist der Schönbrunner Weihnachtsmarkt einen Besuch in jedem Fall wert. Das einzige Problem ist allerdings, dass hier schon ohne Weihnachtsmarkt die Hölle los ist. Wir waren sonntags am späten Nachmittag da und da war ziemlich viel Trubel, der sich bis in die Abendstunden noch vermehrt hat. Es gibt sicher nettere und ruhigere Adventmärkte, aber dennoch gehört Schönbrunn sicher zu den romantischsten.


In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 20. November 2013

Vienna loves Cowboys

Hallo Leute!

Am 26. Oktober war es soweit. Wir hatten das Glück, Karten für ein supercooles Konzert in der Wiener Stadthalle zu ergattern. Die Berliner Cowboys von "The Bosshoss" - bekannt von The Voice of Germany - trat in der Wiener Stadthalle auf. Einige Bilder von dem Konzert habe ich heute für euch...


Die Vorband - Jägermeister Blaskapelle













Nachdem anfangs die Stimmung in der Wiener Stadthalle nicht gerade kochte, brachten die Jungs von BossHoss wirklich eine geniale Stimmung in die Halle. Ein Konzerterlebnis, das sich zu 100% gelohnt hat...

Besonders beim größten Hit "Don't Gimme That" sang die gesamte Halle mit...

Ein herzlicher Gruß aus Wien

Eure Anke

Sonntag, 10. November 2013

G'schichterln: Das Land der Schnitzel

Hallo Leute!

Wenn man als "Piefke" in Wien lebt, erlebt man allerhand kleine und größere Geschichten, die wirklich amüsant sein können. Einige davon werde ich euch in meiner kleinen G'schichterln-Reihe erzählen...


Neulich im 71er
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Ich war neulich mal wieder mit der Straßenbahn unterwegs. Über den Gang neben mir saß eine junge Mutter mit 2 Kindern, ein Junge (ca. 5 Jahre) und ein Mädchen (ca. 3 Jahre). Das Mädchen saß in einem kleinen Buggy, der Junge saß neben seiner Mutter.

Der Kleine hatte wohl gerade etwas über Autokennzeichen gelernt, denn jedes Auto wurde analysiert und alle Autos, die kein "W" Kennzeichen hatten wurden mit einem lauten Ausruf "Maaaaaaaaaaama, der kommt aus Niederösterreich" beschrieben. Doch dann sagte die Mama "Nein, das Auto mit dem "G" am Kennzeichen kommt aus Graz, das ist in der Steiermark, das ist aber Österreich". Dann aber kam die Frage aller Fragen: "Mama, warum gibts ein Niederösterreich UND ein Österreich?". Die Antwort war so liebevoll wie genial:

"Also du weißt doch, wir haben uns den Atlas angeschaut. Da war doch das große, das aussah wie ein Schnitzel." Der Kleine ganz aufmerksam "Jaaaaaaaa". "Das Schnitzel hieß Österreich. Und das war in ganz viele kleine Schnitzel unterteilt. Und eins von den kleinen Schnitzeln, den Bundesländern, heißt eben Niederösterreich, eins heißt Steiermark, eins Oberösterreich usw."

Inzwischen war der ganze Zug am Grinsen, weil so eine treffende Erklärung von Österreich hatte wohl selbst der normale Wiener noch nicht gehört. Ich bin anschließend erstmal zur Würstelbude und hab mir ein Schnitzelsemmel geholt. Immerhin ist Österreich jetzt ein Teil von mir.

Zur Aufklärung: Der 71er ist eine Straßenbahn, die u.a. aus der Innenstadt raus zum Zentralfriedhof fährt.

Ich hoffe, ihr habt Spaß dran, wenn ich euch gelegentlich auch an meinen Erlebnissen außerhalb der Kaffeehäuser und Museen teilhaben lasse. Auf Kommentare bin ich gespannt.

In diesem Sinne

Eure Anke Wer übrigens gerade Hunger drauf hat...

 

Dienstag, 8. Oktober 2013

Patriotenkeks

Hallo Leute!

Kürzlich war ich auf einer meiner Touren durch Wien im Pratermuseum. Dort habe ich ein super Souvenir mitgenommen, das seither regelmäßig im Einsatz ist...


Phil Goods Riesenrad Ausstechform
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Kauf
^^^^^^^^^^^^
Ich habe das Riesenrad wie bereits erwähnt zum Preis von 5,50€ im Pratermuseum erworben. Man kann es allerdings auch online für 6,90€ bei Amazon erstehen. In der Reihe gibt es noch mehrere andere Sehenswürdigkeiten, etwa das Brandenburger Tor, die Oper von Sydney oder die Freiheitsstatue.


Aussehen
^^^^^^^^^^^^
Geliefert wird die Ausstechform in einer kleinen Plastikbox. Dabei ist ein kleines Heftchen, in dem etwas über die Baugeschichte des Riesenrades sowie eine kleine Backanleitung incl. Rezept zu finden sind.

Das Riesenrad an sich ist rund mit kleinen, quadratischen Ausläufern, die die Gondeln repräsentieren sollen. Es sind exakt die 15 Gondeln, die das Original heute trägt. Es hat einen Durchmesser von etwa 8 cm. Das Gestell, in dem das Riesenrad aufgehängt ist, ist A-förmit mit einem kleinen Knubbel in der Mitte, wobei die Linien im Vergleich zu den Außenkonturen auf einer Seite etwa 3 mm nach innen versetzt sind. Dadurch wird erreicht, dass sie im späteren Keks als Konturen zu sehen sind, nicht aber durchgehen, was zu folge hätte, dass der Keks bröckelig wird und in 2 Teile zerfällt.

Eine spezielle Beschichtung gibt es nicht.



Anwendung
^^^^^^^^^^^^
Ich habe die Ausstechform bisher nur zum Plätzchenbacken verwendet. Aber wenn man ein bisschen kreativ ist, kann man sie sicher auch für andere Dinge verwenden, etwa zum Basteln, zum Ausstechen von Ton oder Knete. Ich finde ja sogar, dass es in seiner Verpackung auch durchaus dekorativ in der Küche steht.

Die Kekse lösen sich perfekt aus der Form, auch wenn sie keine Beschichtung haben. Natürlich muss man beim Ausstechen aufpassen, dass man die Form richtigherum nimmt, sonst zerfällt der Keks am Ende in Rad und Aufhängung. Selbst die kleinen Gondeln lassen sich perfekt lösen.

Außerdem darf die Plastikform NICHT mit in den Ofen, aber ich denke mal, sowas kennt man ja vom Weihnachtsplätzchen backen.

Man sollte die Form etwas vorsichtig benutzen, da sie aufgrund ihrer Größe und dem Material (Plastik) etwas instabil ist und möglicherweise brechen könnte.


Reinigung
^^^^^^^^^^^^
Da über die Spülmaschinenfestigkeit konkret nix in der Anleitung steht und man da mit Plastik ja manchmal vorsichtig sein muss, habe ich die Ausstechform bisher immer unter fließendem Wasser gereinigt, was aber aufgrund der glatten Oberfläche recht unproblematisch geht. Das Material fühlt sich jetzt auch nicht so an, als würde es einen Gang durch die Spülmaschine nicht vertragen, aber Vorsicht und Porzellankiste und so...


Fazit
^^^^^^^^^^^^
Ich hatte diese Form bisher jedesmal im Einsatz, wenn Besuch aus Deutschland kam und die Kekse waren bisher immer der absolute Bringer. Ich finde alleine schon die Idee super witzig.

Die Kekse werden echt super und haben nicht viele Details, die leicht abbrechen können. Die Gondeln sind klein genug dargestellt, dass sie nicht zu leicht wegbrechen.

Mein einziger Kritikpunkt: Für Kekse ist die Form eventuell etwas groß, da man keine "mit einem Happs sind sie im Mund" Kekse bekommt. Daher muss man schon fast Teller dazu stellen, weil die Krümmelgefahr hoch ist. Aber bisher stellte uns das vor keine größeren Probleme. Unsere Gäste fanden die Patriotenkekse bisher immer absolut klasse.

Von mir gibt es für die witzige Idee in Zusammenhang mit einer einfachen, aber perfekten Umsetzung klare 5 Sterne. In der Weihnachtsbäckerei gibt es bei uns in diesem Jahr sicher auch ein paar Riesenräder.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 6. Oktober 2013

Die ungewöhnlichsten Orte Wiens (Republik Kugelmugel)

Hallo Leute!

Auf der Jagd nach Wiens außergewöhnlichsten Orten bekam ich neulich einen Tipp. Ganz in der Nähe des Riesenradplatzes soll tatsächlich ein Grenzübergang sein... Mitten in Wien! Das musste ich sehen, dem musste ich auf den Grund gehen...


Republik Kugelmugel
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Lage
^^^^^^^^^^^^
Die Republik Kugelmugel liegt quasi direkt an der Prater Hauptallee nur wenige Meter vom Riesenrad entfernt. Wenn man allerdings nicht so genau weiß, wo sie ist, geht man leicht dran vorbei. So ging es mir zumindest die letzten 1,5 Jahre. Desöfteren bin ich auch mit Besuch diesen Weg gegangen, auf dem Weg zur Straßenbahn 1 um dem ganzen Pratertrubel nach Besichtigung des Riesenrades aus dem Weg zu gehen. Das ganze scheint auch nicht wirklich bekannt zu sein, ich habe es bisher nur in sehr wenigen Reiseführern gefunden.


Design
^^^^^^^^^^^
 Man findet eigentlich nur eine etwa 8 m im Durchmesser große braune Kugel, die von massivem Stacheldraht umgeben ist mit dem Hinweis "Grenzübergang". Das ganze ist ziemlich verwachsen, liegt unter Birken und ist somit wohl auch ein bisschen in der Versenkung verschwunden.




Geschichte
^^^^^^^^^^^^
Wie so oft bei solchen Dingen steckt große Kunst hinter der Republik Kugelmugel. Zunächst wurde die Kugel 1971 in Niederösterreich in der Nähe von Wiener Neustadt aufgebaut. Künstler ist der "Generalvolksanwalt und Staatspräsident" Edwin Lipburger-Kugelmugel. Es lag allerdings keine Baugenehmigung vor, was er mit den Worten es sei ein „positiv konstant gekrümmter, zweidimensionaler Raum und daher kein Begriff im Sinne der Niederösterreichischen Bauordnung“ rechtfertigte. Er hatte sogar eigene Ortsschilder, was ihm wegen Amtsanmaßung 10 Wochen Häfn einbrachte. Daraufhin entschloss er sich, 1976 die (natürlich nicht anerkannte) Republik Kugelmugel auszurufen. Weltweit gibt es immerhin gut 650 Menschen, die einen Pass dieses Landes besitzen.

1982 wurde die Kugel mitsamt der umgebenden Republik in den Wiener Prater verlegt.

Immer wieder mischen die Künstler sich ein, klagen gegen den Wiener Bürgermeister (zumindest bis 2009; letzter Eintrag auf www.republik-kugelmugel.com) und befinden sich im ständigen Kampf gegen den Antifaschismus.


Fazit
^^^^^^^^^^^^
Witzig und skuril, aber ich hatte ein bisschen den Eindruck, dass man die Republik Kugelmugel dort abgestellt und einfach vergessen hat. Riesige Schilder weisen zwar darauf hin, aber dennoch gehen wohl die meisten daran vorbei, um in den Wurstelprater oder zur Hauptallee zu kommen. Dennoch ist dieses witzige Gebilde und deren Geschichte einen Blick absolut wert. Immerhin existieren ja sogar rund 650 Pässe. Ein bisschen fühlte ich mich an die Conch-Republic in Key West erinnert, die noch heute ihren Nationalfeiertag begeht, obwohl sie nur wenige Sekunden existierte.

Ich muss mal weiter recherchieren, vielleicht kommt man da ja auch mal irgendwie rein, ich werde weiteres berichten. Auf der offiziellen Homepage findet man jedenfalls keine weiteren Einträge.


In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Ihr findet meine Touren ab jetzt auch auf Instagram unter dem Namen wienerin83. Über Follower dort würde ich mich sehr freuen!

Montag, 9. September 2013

Die Straße der Sieger - Irgendwie skurril

Hallo Leute!

Bei meinen Streifzügen durch die Stadt finde ich immer wieder witziges und auch manchmal etwas skurriles... Eine Sache fand ich wirklich interessant, die Österreicher unter euch mögen es mir vielleicht nicht übel nehmen, aber ich fands ein sogar ein bisschen merkwürdig.


Die Straße der Sieger (Wien)
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Lage
^^^^^^^^^^^^^^
Die Straße der Sieger liegt entlang Mariahilferstraße, einer der Haupteinkaufsstraßen der Stadt Wien. Sie beginnt in der Nähe der U-Bahn-Station Museumsquatier/Mariahilferstraße und endet etwa am Gürtel.


Was ist das?
^^^^^^^^^^^^^^
Die Straße der Sieger ist eine Art Walk of Fame der Sportchampions. Insgesamt wurden bereits 160 Weltmeister und Olympiasieger geehrt. Sie bekommen einen etwa 1 qm großen Flecken auf dem Gehsteig, auf dem sie Hand- und Fussabdrücke hinterlassen. Außerdem werden Name und gewonnene Titel verewigt. Auch das Autogramm ist mit auf der Plakette.

Zu den geehrten Stars gehören hauptsächlich Wintersportler wie Anna Fenninger, Gregor Schlierenzauer und Wolfgang Loizl, aber auch der österreichische Tennisstar Jürgen Melzer. Aber mit Österreichern ist es nicht getan. Dazu kommen weitere illustre Namen wie Lindey Vonn, Tina Maze und Sebastian Vettel, die ihre Siege entweder auf österreichischem Boden feierten, oder einen österreichischen Sponsor haben.
Anna Fenninger, bekannte Skiläuferin

Lindey Vonn



Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Es hat für mich 3 Gründe, warum ich die Straße der Sieger sehr skurril finde. Zum einen hat man sich hier zwar schon auf die österreichische Wintersportelite beschränkt und teils Stars ausgegraben, von denen ich (als Piefke) noch nicht gehört habe. Auf der anderen Seite (und auf die ist man wahrscheinlich besonders stolz) hat man auch noch Leute gefunden, die dazu bereit sind, sich dort zu verewigen, die auch als Piefke oder andere Nicht-Ösis dort zu verewigen. Einige musste man quasi "importieren", um die Straße so schnell wie möglich zu füllen.

Das andere, was das ganze skurril macht: Man hat zwar eine erfolgreiche Strategie aus den USA importiert, es aber gleich etwas übertrieben: Es gibt eine Straße der Stars (im Gasometer), irgendwo gibt es eine Straße der Komponisten (in der Nähe vom Karlsplatz habe ich einige Sterne gesehen) und eben die Straße der Sieger. Somit hat man gleich 3 solcher Straßen.

Und das dritte ist, dass es sich dabei eigentlich um eine Art große Werbeaktion handelt, da die verewigten Bereiche gleich eingerahmt sind mit Werbung, im Fall der Straße der Sieger mit Werbung des Generali-Center auf der Mariahilferstraße.

Ich finde diese Sehenswürdigkeit nett und man kann sie im Vorübergehen wahrnehmen, aber wenn man ehrlich ist, mehr aber auch nicht. Sicherlich fühlen sich die dort verewigten Menschen geehrt, aber ich habe auf der Mariahilferstraße noch niemanden gesehen, der sich etwa vor dem Gehsteigabschnitt von Felix Baumgartner zu fotografieren oder seine Hände in die Abdrücke von Sebastian Vettel zu legen.

Die Geschichte ist ganz nett, mehr aber auch nicht.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 7. September 2013

Der 3. Mann - Ein Hauch von Hollywood in Wien

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder eine DVD vor...

Der Dritte Mann
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^



Kauf
^^^^^^^^^^^^^^
Gekauft habe ich die DVD bei Amazon für 9,99€.


Daten
^^^^^^^^^^^^^^
Darsteller: Joseph Cotten, Orson Welles, Alida Valli
Regisseur(e): Sir Carol Reed
Komponist: Anton Karas
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: STUDIOCANAL
Erscheinungstermin: 1. Oktober 2001
Produktionsjahr: 1949


Geschichte
^^^^^^^^^^^^^^
Der amerikanische Schriftsteller Holly Martins kommt in das vom Krieg noch völlig zerstörte Wien, um seinen Freund Harry Lime zu besuchen. Doch als er dort ankommt, findet er seinen Freund nur noch bei dessen Begräbnis auf dem Zentralfriedhof. Schnell erfährt er von Gerüchten, dass Lime in allerhand Intrigen und illegalen Machenschaften verwickelt gewesen sein soll. Daher versucht er, das Ansehen seines toten Freundes wieder herzustellen. Dabei lernt er Limes Lebensgefährtin Anna kennen.

Immer tiefer gerät er dabei zwischen die Fronten des gerade beendeten Krieges. Eines Abends schaut er aus dem Fenster und sieht für einen kurzen Moment eine Siluette, die aussieht wie sein toter Freund.


Aufmachung
^^^^^^^^^^^^^^
Die Aufmachung ist natürlich genial. Man fühlt sich direkt in das Jahr 1948 in Wien zurückversetzt. Es gibt endlich mal KEINE Explosionen und durch die Luft fliegenden Menschen, die schauspielerische Leistung alleine zählt.

Passend dazu ist der Ton natürlich in MONO. Man muss allerdings dazu sagen, dass die deutsche Tonfassung gut ist, die englische Fassung allerdings ist in manchen Szenen asynchron. Außerdem lässt sich der deutsche Untertitel nicht ausblenden. Beim Ton ist natürlich die GENIALE Zither-Sequenz zu erwähnen, die man so oft mit Österreich in Verbindung bringt, die allerdings Hollywood konstruiert hat.

Was allerdings ein bisschen schade ist, ich weiß aber nicht, ob das an unserem Fernseher liegt: in vielen Szenen ist das ganze Bild etwas grünstichig.


Extras
^^^^^^^^^^^^^^
- Hörfilmfassung für Sehbehinderte
- Alternativer Anfang in der US-Fassung
- Biografien der Schauspieler
- Trailer

Alles in Allem sind die Extras nichts besonderes. Man kann mal reinschauen. Der alternative Anfang unterscheidet sich nicht so erheblich und die Biografien kriegt man notfalls auch auf Wikipedia.




Fazit
^^^^^^^^^^^^^^
Der Film ist natürlich echter Kult und man muss ihn gesehen haben, wenn man mal längere Zeit in Wien war, weil dieser Film in Wien noch heute allgegenwärtig ist. Es gibt ein dritte Mann Museum und natürlich gibt es auch Führungen zu den Schauplätzen in Wien, vom Riesenrad bis zur Kanalisation. Natürlich muss man sich so ein kleines bisschen auf den Film einlassen, weil das ganze natürlich ein sehr ungewohnter Hollywoodfilm ist. Es wird ein bisschen geschossen, aber für einen Thriller spritzt erstaunlich wenig Blut und es ist extrem wenig Feuer im Spiel. Dennoch wird die Atmosphäre und die Zerissenheit des Nachkriegswiens sehr gut eingefangen, immer wieder sind Trümmerberge zu sehen und natürlich ist auch die 4-Mächte-Polizei auf der Jagd dabei. Insgesamt ein absolut sehenswerter Thriller.

Miserabel ist allerdings die Qualität des Films an sich. Er ist nicht nur an vielen Stellen asynchron synchronisiert, auch der Grünstich der Bilder ist absolut fürchterlich. Ich bin mir Sicher, dass das nicht am Alter des Films liegt, sondern bei den Möglichkeiten, die es heute gibt, kann man da sicher wesentlich mehr draus machen.

Für den Film würde ich klare 5 Sterne geben, wir sind anschließend gleich bei der 3. Mann Führung mitgegangen, weil uns der Film gepackt hat. Da die DVD-Qualität für die heutige Zeit absolut zu Wünschen übrig lässt, ziehe ich 2 Sterne ab.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 28. August 2013

Fischers Wiener Blut - Hält Warm

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal eine absolute Spezialität aus meiner Wahlheimat vor. Es ist ja sehr bekannt, dass es hier noch viele sogenannte k&k Hoflieferanten gibt. Einer davon ist die Schnapsbrennerei Fischer. Und ein bekanntes Getränk ist das Wiener Blut.


Wiener Blut
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^

Kauf
^^^^^^^^^^
Gekauft habe ich die Flasche direkt beim Laden der Firma Fischer in Wien Meidling. Ich habe es bisher auch noch nirgends in einem Supermarkt gesehen. Die Flasche enthält 0,5 Liter und kostet dort 18€.


Aussehen
^^^^^^^^^^
Die Flasche ist sehr elegant, schlank und hoch. Man sieht auch direkt, um was es geht. Unter anderem sieht man dort die Aufschrift "Rocket Fuel". Die Flüssigkeit in der Flasche ist flammendrot.


Geschmack
^^^^^^^^^^
Der Geruch ist zunächst einmal relativ neutral.

Beim ersten Probieren wurde ich bereits gewarnt: Ein Schnapsglas voll ersetzt den Wintermantel. Und dem ist auch so. Der Likör wird aus in Zucker und Alkohol eingelegte Chilischoten nach einem österreichisch-ungarischem Rezept gewonnen. Dabei ist er durch die Süße für seine 55% sogar angenehm mild. Im Bauch aber entsteht gerade im Winter eine sehr angenehme Wärme, die auch erhalten bleibt.

Im Sommer mixen wir uns daraus gerne einen Cocktail mit 1 Teil Wiener Blut, 3 Teilen O-Saft und Eis. Auch das ist sehr lecker und angenehm im Geschmack.


Fazit
^^^^^^^^^^
Für diese sehr außergewöhnliche Flasche Raketentreibstoff fahre ich sehr gerne einmal quer durch Wien. Eine derartige Spirituose habe ich bisher noch nicht probiert.

Sehr außergewöhnlich finde ich, dass dieser Schnaps wirklich langanhaltend wärmt, ohne wirklich im Hals zu brennen. Die Chili sorgt bei mir im Bauch für ein angenehm wohliges Gefühl, was ich eben einfach sehr gerne mag. Man fühlt sich auch nicht gleich schwindlig. Dennoch, mir reicht meistens ein Gläschen schon aus.

Ich nehme für eine Flasche Wiener Blut sehr gerne den Weg einmal quer durch die Stadt auf mich, er ist außerdem ein sehr schönes, außergewöhnliches Mitbringsel für die Verwandtschaft in Deutschland.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


Der Bericht erscheint ebenso auf Ciao.com

Kuriose Schriftzüge in Wien

Hallo Leute!

In diesem Post möchte ich ein paar kuriose Schriftzüge sammeln, die einem in Wien begegnen...

1. k. u. k.

k. u. k. ist heute noch omnipräsent. Die kaiserliche und königliche Monarchie begegnet einem hauptsächlich im 1. Bezirk, wo noch zahlreiche sogenannte Hoflieferanten sich mit dem Kürzel brüsten. Oder hier im 2. Bezirk am Kanal. Eine witzige Aufkleber-Aktion, wie ich finde.

 Noch heute omnipräsent: Das kaiserlich und königliche in Wien
Ob es wohl auch einen k.u.k. Lieferanten für Souvenirs gab?

 k.u.k., dieser Schriftzug wird heute im Marketing einfach überall eingesetzt...



 2. Nummernschilder

Im Gegensatz zu Deutschland kann man in Österreich gegen einen Aufpreis sein Auto mit richtigen Statements versehen. Eines davon begegnete mir im 1. Bezirk bei der Firma Sacher. Ein paar mehr werden noch folgen.

Ein tolles Nummernschild: Kommt keiner drauf, dass das ein Lieferwagen der Firma Sacher ist...

3. MA48 - Die Müllabfuhr mit Humor...

Für Hundebesitzer in Wien ganz wichtig: Hundekot muss in den Parks aufgesammelt werden. Dazu gibt es überall Sackerlspender...

Sackerlspender für Hundekot... Gibts in Wien überall, sehen aber super witzig aus...



Dieser Blogeintrag wird mit Sicherheit noch ergänzt! Wiederkommen lohnt sich! Es gibt da so vieles, was man euch zeigen kann, was bisher noch nicht abgelichtet ist. Humor haben sie, die Wiener...

Auch die Mülleimer sind hier sehr speziell beschriftet...

Die Wiener Müllabfuhr ist für jeden Spaß zu haben...



5. Fussgeher

Ich finde es immer wieder ganz witzig, wenn alte Schilder mit altmodischen Worten immernoch genutzt werden, eben wie die Fussgeher, die in der Hofburg aufpassen müssen...

Der Herr darunter war auch etwas irritiert...


6. Lugner, der Ballkaiser

Eine der skurilsten und gleichzeitig omnipräsentesten Figuren in Wien ist sicher Mörtel Lugner, der auch in Deutschland bekannte Baulöwe. Skuril wie er ist, hängen in seinem Einkaufszentrum auch überall Karikaturen von ihm. Eine davon seht ihr hier...

Hinweis auf den Raucherbereich

7. Wein, Weib und Gesang - Was man beim Wandern so findet

Auf Wanderungen in den Weinbergen sieht man besonders oft den berühmten Wiener Humor... Da bewacht ein Ritter den Weinkeller oder Bachen haften für ihre Frischlinge...

Ritter Luchi bewacht einen Weinkeller in Stammersdorf

In Wien können sogar die Wildschweine lesen - gefunden in Strebersdorf am Bisamberg




In diesem Sinne

Eure Anke