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Freitag, 18. Dezember 2015

{Sachbuch - Habsburger} Warum hab ich die bloß noch nicht getroffen?

Hallo Leute!

Als Wienerin gibt es natürlich kaum eine Familie, die mehr Faszination ausübt, als die Habsburger. Mehr als 600 Jahre waren sie die mächtigste Familie Europas, stellte immerhin 16 Kaiser. Doch diese Macht brachte einiges an Drama mit sich, weshalb viele von ihnen (man kann es kaum glauben) noch hier geblieben sind, weil sie einfach nicht zur Ruhe kommen.


Die spukenden Habsburger
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Daten
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Autorin: Gabriele Hasmann
Verlag: Überreuther
ISBN: 3800076284
Preis: 19,99€
gebundene Ausgabe, 208 Seiten


Inhalt
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Überall spuken sie noch, die Geister der Habsburger aus allen möglichen Generationen. Wobei sich die Spukerscheinungen sich wie selbstverständlich auf Wien konzentrieren - egal ob die berühmte Weiße Frau, die noch heute immer dann erscheint, wenn Unheil droht bis hin zum Kaiser Franz Josef, der immer wieder auf der Bank im Tierpark erscheint, auf der er sich jeden Morgen mit seiner Geliebten getroffen hat.

Im Zusammenhang mit den Spukgeschichten erzählt Gabriele Hasmann die gesamte Geschichte der Habsburger noch einmal nach - sie erzählt vom Selbstmord von Kronprinz Rudolf in Mayerling (wo er noch rumspuken soll) oder vom Mord an Franz Ferdinand in Sarajewo, sie erzählt die Geschichte von Franz Josef, Sisi und den beiden Geliebten des Kaisers, aber auch die frühen Geschichten etwa von Rudolf dem Stifter (den man gelegentlich in den Katakomben beim Stephansdom treffen soll) oder der Sammlung des Kunsthistorischen Museums.

Quasi überall kann man heute noch auf die Kaiser und Kaiserinnen, die Erzherzöge und Erzherzöginnen treffen - wenn man denn dran glaubt.


Fazit
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Spukgeschichten gibt es ja zu Hauf - und gerade um die Habsburger herum scheinen sie sich zu häufen - vor allem im Zusammenhang mit der guten Sisi, der wohl bekanntesten Habsburgerin. Und so hat sich Gabriele Hasmann zur Aufgabe gemacht, diesen Spukgeschichten die entsprechenden Hintergründe zu geben - warum etwa soll Sisi für die häufigen Selbstmorde am Kahlenberg verantwortlich sein etc.

Nun, schon die Autorin schreibt in ihrer Einleitung, dass sie den Spukereignissen nur ihren historischen Rahmen geben möchte, ohne dabei die Erscheinungen an sich zu kommentieren - und so ist es glücklicherweise auch. Denn häufig ist es ein Medium, die zu den Geistern - egal wo - Kontakt aufnimmt und sich auch wesentlich länger mit den Geistern unterhalten kann.

Aber die dokumentierten Erscheinungen werden auch von normalen Menschen beschrieben, einer Touristin etwa, die in der Michaelerkirche eine weiße Gestalt sah oder auch ein älteres Ehepaar aus Deutschland, der die Kaiserin Sisi in Bad Ischl erschienen ist.

Dennoch habe ich bei solchen Erscheinungen persönlich immer so meine Probleme - und weil ich nicht dran glaube, bin ich wohl auch dem Kaiser noch nicht im Tierpark begegnet oder der Schwester Maria Theresias in der Michaelerkirche. Aber wenn es eine Familie gäbe, bei der ich an solche Geistererscheinungen glauben könnte, wären das mit Sicherheit die Habsburger.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 22. November 2015

{Buch} Hipsterguide

Hallo Leute!



Heute stelle ich euch mal wieder einen tollen Guide vor, der euch durch die schönste Stadt der Welt führt - meine Wahlheimat Wien...



Style Guide Wien

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Daten

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Autorin: Angie Rattay

Verlag: National Geographic

ISBN: 3866904398

Preis: 24,95€





Inhalt

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Wien ist mindestens genauso hip wie dieser neue Reiseguide, der sich wohl vor allem an dynamische Hipster und junge Leute wendet, die auf ihren Reisen auch mal hinter die Kulissen der Touristenstadt blicken wollen, Ecken entdecken, die man sonst als Reisender eher weniger erkundet. Dabei gibt es schicke kleine Kaffeehäuser, die selbst einen musealen Charakter haben, aber auch edle Restaurants oder Museen, die sogar nicht jeder Wiener kennt!



Sehenswertes, tolle Kaffeehäuser und Hotels, aber auch Nightlife und tolle Shoppinglocations werden in der Reihenfolge der Bezirke vorgestellt. Gemütliche Cafés zum Lernen, edle Restaurants für den Abend, Lounges und Discos, für jeden Geschmack ist etwas dabei.







Fazit

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Nun, insgesamt ist das Buch für mich mal ein ganz anderer Zugang zur Stadt als die klassischen Reiseführer. Es führt einen in hipe Kaffeehäuser, anstatt ins Café Sacher, in das wohl jeder Wien-Tourist geht.



Schon die schicke Aufmachung überzeugt, mit dem stabilen Einband und dem Band zur Befestigung überzeugt. Auch insgesamt macht das Buch einen sehr modernen Eindruck, der einen gleich in Entdeckerlaune bringt.



Allerdings gibt es für mich 2 klare Kritikpunkte: zum Einen ist das ganze zwar nach Bezirken unterteilt, die Bezirke entsprechen aber nicht den Kapitelnummern, sondern sie sind immer gleich zu mehreren gruppiert. Hier hätte man etwas konsequenter vorgehen können, da das gerade bei einem ersten Wien Besuch sehr hilft - wenn man etwa nicht genau weiß, wo welcher Bezirk ist.



Zweiter großer Kritikpunkt ist für mich, dass zwar wirklich alle netten und hippen Orte in der Stadt vorgestellt werden, ein Hinweis darauf, wie man mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt - und das ist in Wien fast überall gut möglich - und vor allem wäre auch ein Hinweis auf die etwaige Preisklasse ganz nett, damit man ggf. vorher ein vernünftiges Reisebudget planen kann.



Insgesamt ist der Guide mal etwas anderes, vor allem für Wienkenner und echte Hipster. Vor allem ist es aber für Leute, die das Besondere an Wien kennenlernen möchten, ohne dass einem dabei die Touristengruppen aus China und den USA auf den Füßen stehen.



Auch ich, als inzwischen Alteingesessene, habe viele tolle, neue Tipps entdeckt, die es in den nächsten Wochen zu Erkunden gilt - und ich freue mich schon riesig drauf.



In diesem Sinne



Eure Anke




Freitag, 7. November 2014

[Rezension] Design in Wien

Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder ein ganz nettes Fundstück aus der Bibliothek meiner Wienbücher vorstellen... Nach mehr als 2,5 Jahren ist man ja schon ein bisschen über den Inhalt des Marco Polo Reiseführers hinweg. Im Metroverlag ist daher ein zweisprachiger Designguide erschienen, der einen auch mal etwas abseits der Touristischen Pfade zu dem führt, was Wien besonders macht...










The Vienna Design Guide
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Daten
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Autor: Peter Stuiber
Verlag: Metroverlag
ISBN: 3993001974
Preis: 14,90€


Inhalt
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Wien ist nicht nur eine Stadt der Musik, Wien ist auch nicht nur morbid. Wien hat viele Seiten. In dem Buch werden Designobjekte vorgestellt, die Wien prägen, die mir aber so noch gar nicht aufgefallen waren - etwa das Meinl-Sackerl. Diese Tüte einer Kaffeerösterei im 1. Bezirk landet nur selten im Müll, sondern wird immer wieder verwendet. Aber auch die bekannten Büromöbel eines Wiener Designers werden vorgestellt oder die von der berühmten Köchin vorgestellten Sarah Wiener, die Thonet-Stühle oder die Lomo-Kamera - Dinge, die aus Wien stammen oder die man zum Teil nur in Wien bekommen kann.

Natürlich dürfen meine persönlichen Lieblinge - die Enzis im Museumsquartier - nicht fehlen. Die Designstücke sind im Sommer immer besonders bequem zum Sonnen.

Die Texte sind jeweils zweisprachig in Deutsch und Englisch aufgesetzt. Die Designobjekte werden fototechnisch zudem perfekt in Szene gesetzt.


Fazit
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Mit diesem kleinen Büchlein erfährt man doch so einiges mehr über Wien. Von der Doppelliterweinflasche bis zur DIY-Papier-Lampe werden in diesem Büchlein echte Wiener Designklassiker vorgestellt, die ich so noch nicht kannte.

Von den Enzis beispielsweise wusste ich bisher nur, dass sie existieren und jedes Jahr eine andere Farbe haben. Dass sie aber nach der MQ Prokuristin benannt wurden wusste ich beispielsweise nicht. Und die Entwicklung des Designs der Kaffeehausstühle bzw. der Thonets ist schon echt interessant. Ich wusste nicht, dass in Wien so viele Sitzmöbel designt werden.

Ich finde das Buch echt super. Allerdings muss man ehrlicherweise sagen, dass man schon eine gewisse Faszination für Design und natürlich auch für Wien haben muss. Es lädt immer wieder zu einer netten Schmökerrunde ein und man entdeckt immer was tolles, neues.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Rezension] Fleischlos in Austria





Hallo Leute!

Mein Mann und ich ernähren uns zwar nicht ausschließlich vegetarisch, essen aber verhältnismäßig wenig bis gar kein Fleisch. Das Thema kommt ja immer mehr in Mode. Im Holzbaum-Verlag ist daher ein ganz interessanter Lokalführer erschienen...

Vegetarischer Lokalführer Österreich
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Daten
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Herausgeber: Clemens Ettenauer
Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-07-6
Preis: 10€


Inhalt
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In diesem sehr kompakten Büchlein werden alle Lokale vorgestellt, die in Österreich weder Fisch noch Fleisch servieren - also vollkommen vegetarisch sind. Jedem Lokal wird dabei eine ganze Seite gewidmet. Die Lokale sind dabei nach Bundesländern geordnet.

Naturgemäß sind die meisten Lokale in Wien. Aber auch in jedem anderen Bundesland gibt es zahlreiche  Vegetarierlokale.

Zunächst werden dabei die wichtigen Daten - Adresse, Internetauftritt, Öffnungszeiten, Telefonnummer vorgestellt. Dann kommen die Bewertungskriterien "Ambiente", "Speiß und Trank", "Service" und "Preise", in denen die Lokale jeweils bis zu 10 Sterne bzw. 1-3 € Zeichen erreichen.

Im Anschluss folgt dann noch eine kleine Bewertung mit Worten - eine Beschreibung der Lage, des Ambiente, des Service und natürlich auch des Essens.


Fazit
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Für den Wiener mit leichtem Hang zum fleischlosen Essen - wie gesagt, ich würde mich selbst nicht als Vegetarier bezeichnen - ist dieses kleine Büchlein eine wahre Fundgrube. Auch für Ausflüge in Restösterreich findet man immer wieder nette Lokale, bekannt wie unbekannt.

Besonders schön finde ich, dass man in diesem Buch die Vergleiche zwischen den Lokalen genauso wenig scheut, wie die Kritik. Manch ein Lokal, gleich das erste beispielsweise, kommt bei der Kritik gar nicht gut weg.

Für den Wiener - weit über 70 Lokale - ist das Buch super. Ein weniger schönes Präsent ist es jedoch für den Kärntner mit gerade einmal 2 gelisteten Lokalen.

Wir werden uns in Wien noch ordentlich durchtesten. Ich kann aber auf jeden Fall sagen, dass ich mit den Lokalen, die wir schon getestet haben, bevor wir den Führer hatten, mit der Bewertung 100% übereinstimme und ich bin gespannt, was wir noch tolles finden...

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 24. September 2014

[Rezension] All about Coffee

Hallo Leute!

Wenn man in Wien eins lernt, dann ist das Kaffee trinken. Ich habe, bevor ich herzog, keinen Kaffee getrunken, inzwischen bin ich ein leidenschaftlicher Kaffeehausbesucher... Eins lernt man schnell, wenn man in Deutschland einen Kaffee bestellt, ist das ganz einfach, in Wien gleicht das schon beinahe einer Wissenschaft.

Nun, ein schönes und sehr amüsantes Buch ist in der Stadtbekannt-Reihe im Holzbaum-Verlag erschienen...

Kaffee in Wien
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Daten
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Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-14-4
Preis: 9,99€


Inhalt
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In diesem Buch geht es um das Schwarze und Braune, was die Wiener Seele weit mehr bewegt als die Politik. In kaum einer anderen Stadt habe ich so viele gemütliche Kaffeehäuser erlebt, wie in Wien. Und in kaum einem Cafe gibt es weniger als 10 Sorten Kaffee. Die Melange gehört schon zur Wissenschaft des Wienerseins dazu.

In diesem Buch geht es darum, wie Kaffee funktioniert. Es geht um die Kaffeehauskultur, um die Gäste im Kaffeehaus kurzum einfach um alles rund um den Kaffee und das Kaffeehaus, was es zu wissen gilt. Die wichtigsten Kaffeehäuser werden dabei genauso dargestellt, wie allerhand skurriles rund um den Kaffee, die Röstereien in Wien und die hippen Neuen in der Wiener Kaffeeszene. Selbst die Kaffeeketten - Coffee Bay oder McCafe - kommen mit einem eigenen Kapitel nicht zu kurz.




Fazit
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Als Neuwiener merkt man schnell, dass der Kaffeehauskellner die Nase rümpft, wenn man im Kaffeehaus einen Kaffee bestellt. Das klingt erstmal ungewöhnlich. Wenn man als Tourist kommt, ist das noch OK. Aber die Ober scheinen eine Nase dafür zu haben, wer länger als ein paar Tage in Wien bleibt. Und so ist es ein echter Faux Pas. Und wenn man das auch noch mit einem Piefke-Akzent macht, so wie ich, dann hat man Glück, wenn man nicht gleich des Lokals verwiesen wird. So werden in diesem Buch alleine im Bereich "Lexikon" 32 Kaffeespezialitäten vorgestellt. Inzwischen habe ich auch alles vom Advokat bis zum Zarenkaffee durchprobiert - man muss sich nur trauen.

In diesem kleinen, wirklich amüsant geschriebenen Büchlein wird alles vorgestellt, was man über Kaffee wissen sollte, bevor man sich als Zugezogener, vielleicht auch noch außerhalb des 1. Bezirks ins Kaffeehaus trauen kann. Auch die einzelnen Cafes von hipp bis ganz klassisch werden hier vorgestellt.

Einfach rundum ein gelungenes Buch. Für mich ist es sogar das beste aus der Stadtbekannt-Reihe, es ist amüsant und sehr komprimiert geschrieben, beschränkt sich aber eben doch nicht auf die Touri-Cafes, wie das Sacher oder das Hawelka, die eigentlich in jedem Reiseführer stehen.

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 30. Juli 2014

[Rezension] Ideal für unsere "kleine" Hochzeitsreise

Hallo Leute!

Nun haben wir ja dieses Jahr noch 2 ganz große Ereignisse vor uns - in 2 Wochen geht es mit den Schwiegereltern nach Peru. Nur sind es da ja noch keine offiziellen Schwiegereltern - das kommt erst im Oktober. Daher wird es zumindest nach der Standesamtlichen Hochzeit nicht für einen Flitterwochentrip reichen, schon urlaubstechnisch wird das schwer. Aber Gott sei dank gibt es quasi extra für uns einen neuen Wiener Stadtführer...

Bussi Bussi - Verliebt in Wien
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Daten
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Autoren: Doris Rittberger, Jine Knapp, Marcus Steinweg, Fred Stampach
Verlag: Rittberger & Knapp
ISBN: 978-3-9502869-0-8
Preis: 14,80€


Inhalt
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Amorbidius hat einen Plan. Der "Stellvertretende Amtsleiter im Amt für allgemeines Gefühlswesen der Stadt Wien - Referat 4 für Misanthropie und grundsätzlichen Wiener Grant" hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, dass Wien nicht nur einen gewissen melancholischen, man sagt ja sogar morbiden Charme hat. Er hat einen Plan - er stellt sich seinen Kollegen entgegen und will Liebe anstatt Misanthropie verbreiten.

So begleitet er 10 Pärchen durch Wien auf 10 Tracks, die die romantische Seite von Wien zeigen sollen. Von der Herrengasse zum Rosengarten oder auch vom Stadtpark zum Prater, aber auch weit außerhalb der Stadt vom Georgenberg zum Liesingbach oder von den Steinhofgründen zum Dehnepark werden die romantischsten Spaziergänge der Stadt vorgestellt.

Jeder dieser Tracks braucht etwa 2 Stunden und beginnt mit einer sehr übersichtlichen Karte, auf der man sich auch zurechtfindet, wenn man von Kartenlesen überhaupt keine Ahnung hat. Dabei sind unter anderem auch die Tour, die Jesse und Celine im Kultfilm "Before Sunrise" durch Wien nehmen.

Man lernt dabei Orte kennen, wie den Bootsverleih am Heustadelwasser oder die Brücke mit den Liebesschlössern am Donaukanal, eben Orte, die man als frisch Verliebte auf Städtetour so braucht.

Neben den vorgestellten Touren gibt es auch immer wieder kleine Rätsel über geheime Liebschaften etwa von Kaiser Franz Josef oder von Freuds Tochter Anna. Auch gibt es das Original Wiener Liebesrätsel, aber auch Adressen von den Sommerkinos usw.



Fazit
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Ich finde den Stadtführer für Verliebte einfach cool. Er ist sehr witzig und modern geschrieben und zeigt, dass Wien eben nicht nur die Steife Kultur der Staatsoper hat, sondern dass es in Wien das eine oder andere für Verliebte gibt, meistens Orte, an die man als Tourist nicht unbedingt kommt, wie eben z.B. das Heustadelwasser oder die Steinhofgründe.

Es werden Orte gezeigt, wo man traumhaft schön Picknicken kann, wo man eben auch mal etwas fern von den Touriströmen für sich sein kann, ideal für Wien Liebhaber und frisch verliebte. Ich stehe ja sowieso auf solche Stadterkundungstouren. Hier erfährt man eben auch allerhand frivole Geschichten aus dem historischen Wien. Gleichzeitig wird man auch als Leser immer wieder eingebunden, mit Rätseln oder Aufforderungen zum Lesen.

Einiges haben wir schon getestet, aber es bleibt auf jeden Fall das eine oder andere übrig für unser "Flitterwochenende". Die richtigen Flitterwochen kommen dann nächstes Jahr. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung!

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 20. Juli 2014

[Rezension] Witzige Habsburger Facts

Hallo Leute!

Als Wahlwiener kommt man an einer Familie nicht vorbei, die fast alles in Wien gebaut hat, die Österreich geprägt hat, wie kaum eine andere... Aber auch in dieser Familie gibt es wunde Punkte... Nun ist im Holzbaum-Verlag der dritte Band der Unnützes Wissen Reihe erschienen. Nach Unnützes WienWissen und Unnützes WienWissen 2 konzentriert sich dieser dritte Band eben genau auf diese Familie.

Unnützes HabsburgerWissen
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Daten
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Herausgeber: Stadtbekannt.at
Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-06-9
Preis: 9,99€


Inhalt
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Wer Unnützes Wissen etwa von Facebook kennt, kann sich ungefähr vorstellen, wie dieses Buch aufgebaut ist. Mit einzelnen kleinen Absätzen (maximal 5 Sätze) wird erstaunliches, kurioses und auch ekliges rund um die Familie Habsburg transportiert. Die Sätze sind dabei so einprägsam, dass sie nützliches Wissen quasi aus dem Hirn verdrängen und sich einprägen, so dass man sie beim nächsten Stammtisch oder wenn der nächste Besuch aus Deutschland kommt, eben nur schnell hervorkramen muss, um die Oma beim Spaziergang durch die Hofburg zu beeindrucken.

Chronologisch geordnet von den Anfängen der Habsburger (übrigens auf der Habichtsburg in der Schweiz) bis zu Sissi und Franzl und dem Untergang unter Kaiser Karl wird in diesem Buch allerhand an Wissen zusammengestellt, das es vielleicht nicht unbedingt in ein Geschichtsbuch geschafft hätte.

Nach einer kurzen Einführung in die Anfänge Österreichs geht es mit der Schlacht im Marchfeld und der daraus folgenden Machtnahme der Habsburger in Wien los. Man erfährt alles über geschickte Hochzeiten, musikalische Talente, Erlasse und natürlich auch Affären der Habsburger. So ordnete etwa Joseph II. an, dass Theaterstücke kein trauriges Ende haben dürfen. So wurden etwa Stücke von Shakespeare umgeschrieben und bekamen einen Wiener Schluss. Oder Erzherzog Otto, der nackt im Hotel Sacher aus seinem Zimmer ausgesperrt wurde - nur mit Säbel und Orden vom Goldenen Vlies bekleidet. Dummerweise traf er dabei auf den britischen Botschafter mit Gattin (die beim Anblick des Nackerten in Ohnmacht gefallen sein soll),




Fazit
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Nach den beiden Bänden Unnützes Wien Wissen war ich natürlich verwöhnt. Und als echter Habsburg Fan wusste ich natürlich einiges schon. Dennoch bekommt man mit diesem Buch einen spannenden, schnellen und teils auch amüsanten Eindruck in die Geschichte der Habsburger.

Ich muss allerdings ehrlicherweise sagen, dass es das Unnütze HabsburgerWissen es nicht zu 100% an die WienWissen Bände ranreicht. Das mag daran liegen, dass die Erklärungen manchmal ein bisschen zu lang sind und daher geht an Einprägsamkeit einiges verloren. Und vielleicht liegt es daran, dass ich viele der Stories schon aus anderen Büchern kannte, so wirklich schallend gelacht habe ich selten. Ich kann mir aber gut vorstellen, wenn man nicht so viel kennt und vielleicht mal in Schönbrunn war und gerne ein bisschen hintergründiges wissen will, ein bisschen mehr, als man in den Geschichtsbüchern aus der Schule kennt, ist mit diesem Buch genau richtig.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 18. Juli 2014

[Rezension] Stadtwanderer

Hallo Leute!

So weit ich auch immer rumkomme, am meisten fasziniert mich noch immer meine Wahlheimat Wien. Ein toller mehr oder weniger neuer Stadtführer ist beim Pichler-Verlag erschienen. Den möchte ich euch heute vorstellen...


Vom Hinterhof in den Himmel
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Daten
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Autorin: Christina Rademacher
Verlag: Pichler
ISBN: 978-3-85431-652-7
Preis: 19,99€


Inhalt
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Der Titel klingt ja zunächst einmal relativ ungewöhnlich. Der geht aber darauf zurück, dass man in Wien tatsächlich "Am Himmel" wandern kann - das ist eine Straße in der Nähe des Kahlenbergs in Wien-Grinzing.

In dem Buch werden 15 außergewöhnliche urbane Touren vorgestellt, die beinahe vollständig um die großen Sehenswürdigkeiten in Wien herumkommen - also Stephansdom, Hofburg, Schönbrunn usw. nur am Rande streifen.

Tour 1 führt beispielsweise vom Mozartgrab durch den dritten Bezirk bis zum berühmten Straußdenkmal im Stadtpark, Tour 2 führt vom Westbahnhof zum Hauptbahnhof. Dabei wird zum Beispiel Favoriten als Heurigenbezirk vorgestellt - die Touris kennen meistens nur Grinzing. Eine weitere Tour führt vom Mühlwasser durch den Prater zum Hundertwasserhaus. Die letzte Tour führt dann in 3 Etappen vom Zentralfriedhof in Simmering ganz im Osten der Stadt bis nach Grinzing in den Himmel.

Bei jeder Tour lernt man dabei völlig unbekannte Seiten der Stadt kennen - man kommt in begrünte Hinterhöfe der Wiener Gemeindebauten, man kommt in fast völlig unbekannte Parks, die größtenteils in keinem Stadtführer zu finden sind.

Dabei werden die Touren natürlich sehr ausführlich besprochen. Dazu gibt es auch eine Zusammenfassung (auf 1 Seite), auf der man alles nochmal in aller Kürze erfährt - Sehenswürdigkeiten, Hinweise über die Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einigen empfehlenswerten Orten zum Rasten und einer ausführlichen Routenbeschreibung.



Fazit
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Der Mensch sollte täglich 6 bis 7 km zu Fuss gehen, sagt die Autorin schon in ihrer Einführung. Das erreichen in Wien normalerweise maximal die Briefträger - für die meisten Wege müssen halt doch die Öffentlichen Verkehrsmittel oder das Auto herhalten.

Doch dieses Buch fordert einen quasi auf, sich seine eigene (Wahl-)Heimat einmal genauer anzuschauen. Und man wird schnell merken, wie viel man bisher verpasst hat. Mindestens 3 der Routen führen mehr oder weniger direkt an meiner Wohnung vorbei. Ich habe sie alle 3 ausprobiert und dabei völlig neue Seiten meines "Grätzels" kennengelernt. Beispielsweise dass sich hinter der grauen Gemeindebaufassade, an der ich beinahe täglich vorbeilaufe, ein riesiger, grüner Park verbirgt.

Sicherlich ist dieses Buch nix für den absoluten Wien-Anfänger, der den Stephansdom und Schönbrunn besuchen will, der auf der Suche nach Sisi und Franzl ist. Es ist vielmehr was für alle, die Wien schon vollständig zu kennen glauben - die also entweder schon zum zwanzigsten mal in Wien Urlaub machen oder - so wie ich - schon mehrere Jahre in Wien leben.

Von mir bekommt dieses geniale Buch klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 27. Juni 2014

[Rezension] Reiseführer auch für Fortgeschrittene

Hallo Leute!

Nun bin ich schon seit etwas über 2 Jahren fortgeschrittene Wienerin, im Herbst wird sogar in Wien geheiratet. Ich habe eine ganz spezielle Beziehung zu dieser Stadt. Besonders wenn man glaubt, alles in Wien zu kennen, findet man dennoch immer wieder etwas Neues. So bekam ich neulich diesen Reiseführer aus dem Trescher-Verlag.

Wien
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Daten
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Autor: Uwe Mauch
Verlag: Trescher Verlag
ISBN: 978-3-89794-242-4
Preis: 16,95€ (D) 17,50€ (A)


Inhalt
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Die Gliederung des Reiseführers ist wieder relativ klassisch, wobei was bei allen Trescher Reiseführern ganz schön ist, die Einführung relativ ausführlich ist. So erfährt man in dieser Einleitung alles mögliche über Wien - von der perfektren Reisezeit über die Geschichte bis hin zur Esskultur - Kaffeehäuser, Heurigen, sogar die Würstelstände kommen nicht zu kurz. Man erfährt alles über die Wiener Bezirke, über die Wiener Architektur von Schönbrunn bis Hundertwasserhaus, sogar ein Rezept für Wiener Schnitzel ist dabei.

Als nächstes kommen die "Stadttouren". Hier werden zahlreiche Touren vorgeschlagen, die man je nach dem Fortschritt des Wien-Kenners unterschiedlich gestalten kann. So gibt es hier etwa die "Wien Mitte" Tour, die einmal quer durch den ersten Bezirk führt, oder die Tour "um den Ring", die einen entlang der Ringstraße führt. Das sind wohl eher Touren für den Wien Anfänger. Aber, was ich ganz schön finde, der Reiseführer führt einen auchmal abseits der berühmten Sehenswürdigkeiten innerhalb und an der Ringstraße, etwa nach "Trans Danubia" oder auf die "Vorortlinie" von Hütteldorf zum Handelskai und durch das "Rote Wien" vom Karl-Marx-Hof bis zum ehemaligen Schlachthof. Einzelne Kapitel führen einen auch zu bestimmten Sakralbauten oder zu den berühmtesten Wiener Friedhöfen.

Die einzelnen Touren sind sehr ausführlich beschrieben, natürlich kann man sich auch einzelne Sehenswürdigkeiten Picken. Dazu kommen Essays über den Gemeindebau und über das Wiener East End oder auch über die Wiener Donauinsel und St. Hanappi, das berühmte Stadion von Rapid.

Am Ende der einzelnen Touren gibt es dann jeweils noch einen blauen Kasten mit den wichtigsten Adressen, etwa von Sehenswürdigkeiten oder guten Restaurants, angegeben sind auch Adressen und Telefonnummern.

Am Ende kommt dann noch ein sehr ausführliches Kapitel mit Wien-Informationen, etwa Adressen von Internetcafes, der Funktion von Bankomaten, über An- und Abreise (größtenteils auf Deutschland und die Schweiz bezogen), darauf, wie man sich in Wien am geschicktesten fortbewegt. Natürlich gibt es auch eine ausführliche Listung von Hotels und verschiedensten Gastronomiebetrieben, sogar Ruheoasen für den Tag und Theater, Kinos, Clubs, Bars und Konzerthäuser für die Nacht werden genannt und am Ende gibt es noch eine tolle Zusammenfassung von verschiedenen von Wien aus möglichen Ausflügen (Wienerwald, Klosterneuburg, Wachau, Semmering usw.).

Untermalt wird das ganze von zahlreichen Farbfotos, die wirklich schön ausgewählt sind und richtig Lust auf Wien machen.


Fazit
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Wie ihr in meinem Blog lesen könnt, hatte ich schon viele gute Reiseführer für Erwachsene auf dem Tisch, aber von dem hier bin ich im Vergleich dazu nahezu begeistert. Er liefert nicht nur alles nötige für einen ersten vorsichtigen Schritt in die österreichische Metropole, er liefert im Prinzip genügend Material, um Wien jeden Tag aufs Neue zu entdecken. Man findet hier wirklich alles Wissenswerte, eine gelungene Auswahl von Lokalen, die über Plachutta und Hotel Sacher hinausgehen (es gibt ja sogar einen kleinen Ratgeber für die optimale Würstelbude), er führt den Besucher auch mal raus aus den "In-Bezirken", etwa auf den Spuren des roten Wiens mal raus aus dem Prater zum Marx-Hof.

Gerade ich, die ich wirklich beinahe täglich in Wien auf der Suche nach neuem, Sehenswertem bin, habe in diesem Buch Neues gefunden, neue Wege, die ich ausprobieren werde, neue Friedhöfe, die ich noch nicht kannte (klingt makaber, aber die Friedhöfe in Wien sind echt faszinierend). Auch die Ausflugstipps sind echt super.

Kurzum, es gibt über diesen Reiseführer absolut gar nix zu meckern. Wer den im Rucksack hat, wird sich in Wien nicht verlaufen (Faltplan ist hinten drin), er wird in Wien nix verpassen (es sei denn er ist zu kurz da) und er kann auch getrost in die Umgebung reisen, denn auch in Niederösterreich gibts viel zu gucken.

In diesem Sinne

Eure Anke


[Rezension] Nie ohne meinen Reiseführer

Hallo Leute!



Aufgrund meines inzwischen dann doch
schon langjährigen Aufenthaltes in Wien habe ich allerhand Erfahrungen
mit dieser Stadt. Und immer wieder kommt Besuch nach Wien. Daher finde
ich Reiseführer immer wieder toll und habe inzwischen eine ganze
Sammlung durchgetestet. Ein Reiseführer, der kürzlich einem
ausführlichen Test unterzogen wurde, war dieser hier:





Polyglott on Tour Wien

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Daten

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Autor: Walter Weiss

Verlag: Polyglott

ISBN: 978-3-8464-9726-5

Preis: 11,99€ (D) 12,40€ (A)



Inhalt

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Inhaltlich gliedert sich der Reiseführer in 3 große Teile:



Reiseplanung

Land & Leute

Top-Touren in Wien



Unter
dem Thema Reiseplanung findet man zum einen wichtige Adressen, aber
auch Infos über die Anreise, Stadtverkehr usw. Auch 3 Touren werden hier
vorgestellt: Eine für ein Wochenende in Wien, die sich hauptsächlich
auf die Innenstadt beschränkt, eine durch die Vorstadt und eine
Rundfahrt per Schiff (die ich allerdings ganz explizit NICHT empfehlen
kann, wie ich schon berichtet habe).



Die Adressen für
Essen & Trinken und Hotels sind die, die man in jedem anderen
Reiseführer findet. Hier findet man eben das, was der Nicht-Wiener von
Wien erwartet. Sowas gehört in jeden Reiseführer, dafür habe ich
Verständnis, auch wenn ich nach 2 Jahren Erfahrung sicher vor allem bei
den Restaurants andere kenne.



Unter Land & Leute
findet man alles über Kunst und Kultur sowie die Geschichte Wiens und
die wichtigsten Veranstaltungen. Alles Wichtige ist dabei.



In
den Specials werden dann Essay-artig zahlreiche Besonderheiten Wiens
vorgestellt - Kaffeehäuser, Heurigen, Friedhöfe (die Schöne Leich) sowie
die Donauinsel.



Die Sehenswürdigkeiten sind, wie es in
modernen Reiseführern häufig findet, in Touren eingegliedert, was ich
persönlich sehr vernünftig finde, da man so alles wichtige abdecken
kann, ohne zu viele Wege durch die Stadt zurückzulegen. Insgesamt sind
es 9 Touren, wobei die meisten tatsächlich das wiederspiegeln, was wir
mit unseren Besuchern auch immer machen.



Schön finde
ich, dass auch 5 Touren ins Umland gezeigt werden, dabei auch
außergewöhnliches wie Carnuntum, auf das wir erst vor 14 Tagen gekommen
sind. Die Touren ins Umland sind durchweg grandios, speziell und toll.







Fazit

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Zunächst
einmal möchte ich festhalten, dass dieser schöne und sehr kompakte
Reiseführer einen sehr modernen Eindruck macht. Besonders gefällt mir
die kleine Einsteckhülle für die praktische FlipMap, die auf der
Frontseite angebracht ist. Die Karte zeigt den inneren Bezirk mit den
angrenzenden Teilen und ist sehr übersichtlich, aber auch sehr leicht
wieder zusammenzufalten. Die Karte geht nicht so schnell verloren und
verknickt nicht so leicht, wie das bei vielen anderen Reiseführern der
Fall ist. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die U-Bahn sind hier
ebenso eingezeichnet, wie alle wichtigen Straßen. Dabei nimmt sie nicht
Ausmaße an, dass man sie zu zweit halten muss. Einfach eine tolle
Lösung.



Der Reiseführer an sich hat in etwa den Umfang
eines Marco Polo Reiseführers (die kennt wohl jeder), gefällt mir aber
aufgrund der wesentlich moderneren Machart wesentlich besser. Es gibt
ein umfangreiches Kartenmaterial und es werden zahlreiche Routen
angeboten, die dazu einladen, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.



Man
erfährt eigentlich alles wichtige, was man für einen gelungenen Wien
Trip braucht. OK, in Sachen Hotels und Restaurants geht man halt auf
Nummer sicher und schlägt das vor, was man von Wien so erwartet (na, wem
fällt nicht als erstes das Hotel Sacher ein, wenn er an Hotels in Wien
denkt?), da könnte man vielleicht ein bisschen mutiger sein. Aber ich
als inzwischen gestandene Wienerin habe da wohl leicht reden.



In diesem Sinne



Eure Anke





Mittwoch, 25. Juni 2014

[Rezension] Mein alltäglicher Schmäh

Hallo Leute!

Inzwischen gehöre ich in Wien ja schon zu den eingesessenen - 2 Jahre lebe ich nun schon als echter Piefke in Wien. Doch eins nimmt einem der Wiener übel - wenn man ihn nicht versteht oder wenn man versucht, seinen Dialekt nachzuahmen. Ein kleines Büchlein, was einem zumindest am Anfang bei ersterem hilft, stelle ich euch heute vor...


Kauderwelsch Wienerisch - Das andere Deutsch
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Daten
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Autor: Beppo Beyerl
Verlag: Reise Know-How
ISBN: 978-3-89416-269-6
Preis: 7,90€


Inhalt
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Wienerisch ist entstanden als Schmelztigel des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn. Es gibt viele Einflüsse - vom Tschechischen und Ungarischen vom Jiddischen sogar bis ins Französische. So versteht man als Piefke vieles, aber nicht alles.

In diesem Buch wird nicht nur das Wienerische mit 1000 Wörtern und Redewendungen vorgestellt, sondern auch die Wienerische Kultur und alles, was eben den Wiener ausmacht, der ja gerne einmal grantelt oder "a Schmäh" erzählt.

Wichtige Kapitel sind in diesem Buch vor allem das über das Kaffeehaus (Kaffee trinken ist in Wien eine Wissenschaft und bis man grob verstanden hat, was in den einzelnen Kaffeesorten so drinnen ist, braucht man eine Weile) und auch das Kapitel über das Einkaufen, vor allem wenn man im Laden mal nachfragen muss.

Ganz cool ist auch, dass man mit dem Smartphone einige Kapitel mit QR-Code einscannen und anhören kann.


Fazit
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Der Wiener hat mich vom ersten Tag an fasziniert. Witzigerweise scheint er irgendwie zu spüren, ob man als Tourist da ist oder ob man etwas länger bleibt. Und wenn man etwas länger bleibt, sollte man den Schmäh verstehen und auch die grobsten Redewendungen in seinen Wortschatz einbinden können. Als ich das erste mal Einkaufen war und an der Kasse (die hier Kassa heißt) nach einer Tüte fragte, wurde ich angeschaut, als wäre ich auf der Suche nach Drogen.

Das Büchlein hätte mir wohl am Anfang die eine oder andere kleine Peinlichkeit erspart - die Geschichte mit der Tüte erzählt einem hier jeder Piefke, aber irgendwann gehören die Sackerln eben zur Selbstverständlichkeit, genauso wie die Wienerische Steigerungsform  ur- ist irgendwann ur-normal. Trotzdem bleibt man immer "a Piefke" - aber auch das gehört bei den Unterhaltungen eben einfach dazu.

Das kleine Büchlein ist sehr schön aufgemacht, man lernt viel über den Wiener und über seine manchmal etwas merkwürdige Sprache. Für die Reise braucht man das Buch nicht unbedingt, gerade in den Touristischen Teilen spricht man auuch "normales Deutsch" und versteht es auch.

In diesem Sinne

Eure ANke


Mittwoch, 18. Juni 2014

[Rezension] Ab in die Keller...

Hallo Leute!



Heute stelle ich euch mal ein Buch vor, was einen an eine Ecke Wiens entführt, die kaum einer kennt - in die Wiener Unterwelt...





Geheimnisvolle Unterwelt von Wien

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Daten

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Autor: Gabriele Lukacs

Verlag: Pichler Verlag

ISBN: 978-3-85431-666-4

Preis: 18€





Inhalt

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Gabriele Lukacs, die bekannte Wiener Stadtführerin entführt den Leser gemeinsam mit ihrem Kameramann und Höhlenforscher Robert Bouchal in die geheimnisvolle Welt unterhalb der Stadt. Dabei geht es an geheimnisvolle Orte von Geheimgängen des Kaisers bis hin zu geheimnisvollen Alchemie-Laboratorien, von geheimen Abhörsystemen über Säulen, die eingezogen wurden, um die Gewölbe zu stützen, als die Pummerin zum Stephansdom transportiert wurde, findet man spannendes und geheimnisvolles, was dem Touristen im ersten Bezirk vollkommen verborgen bleibt.



Unter vor allem dem ersten und dritten Bezirk besteht ein ganzes System von Kellern, die größtenteils untereinander verbunden sind und die verschiedensten Funktionen erfüllt haben - vom Eiskeller bis zu unbekannten Kapellen gehen die Keller teils bis zu 4 Etagen in die Tiefe. Sie dienten den Angehörigen des Hofes für diverse amoröse Liebschaften, sie dienten zum Transport von allerhand Leckereien oder auch als Massengrab zu Pestzeiten.





Fazit

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Mich hat das Buch überrascht. Als Hobbykellerforscherin (immerhin habe ich früher in meiner Heimat Führungen durch die Dillenburger Kasemattenanlage gemacht) habe ich mich auf dieses Buch besonders gefreut, eben weil die Autorin uns an Orte entführt, denen man sich gar nicht so bewusst ist. Untermalt mit tollen Bildern begleitet man die Autorin unter die Staatsoper oder ins Archiv des Musikhaus Doblinger in der Dorotheergasse, aber auch an unwirtliche Orte, die heute für die Öffentlichkeit kaum zugänglich sind. Die Autorin beschreibt ihre Erlebnisse bei der Erforschung auch recht anschaulich, teils sind die Orte so zugeschüttet, dass man nur noch kriechen kann. Ich jedenfalls habe Lust bekommen, auch auf Forschungsreise zu gehen.



Das einzige, was man ein bisschen kritisieren könnte ist eine fehlende Übersichtskarte. An manchen Stellen muss man schon entweder einen Stadtplan neben sich liegen haben oder sich im Gassengewirr der Innenstadt auskennen, um die Beschreibungen gut nachvollziehen zu können. Auch wäre an manchen Stellen für Leute mit weniger Fachkenntnis der Stadtgeschichte eine kleine historische Eingliederung gar nicht so schlecht, so dass man etwa das Alchemistenlabor von Franz Stephan vielleicht besser einordnen kann. Manchmal ist eben etwas Kenntnis vorausgesetzt, zumindest was etwa die Habsburger angeht oder die Geschichten der Türkenbelagerungen.



Insgesamt ein gelungener Bildband, der sicherlich in jedem, der sich für die Wiener Geschichte interessiert einen dankbaren Abnehmer findet.



Von mir gibt es 4 Sterne.



In diesem Sinne



Eure Anke




[Rezension] Unterwegs in Wien

Hallo Leute!

Das tolle an Wien ist ja, dass viele Sehenswürdigkeiten auf einem Platz sind. Daher hat sich Polyglott einen spannenden Reiseführer einfallen lassen...

Wien Polyglott zu Fuss entdecken
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Daten
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Herausgeber: Travel Media
Verlag: Polyglott
ISBN: 978-3-8464-6197-6
Preis: 9,99€ (D) 10,30€ (A)


Inhalt
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In diesem kleinen, kompakten Spiralbuch werden 30 tolle Touren entlang der Wiener Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Jede steht unter einem anderen Thema und es werden eigentlich alle touristischen Sehenswürdigkeiten abgedeckt.

Die Touren haben alle unterschiedliche Längen. Begonnen wird beispielsweise mit dem Stephansdom, einer kurzen Tour durch das Stadtzentrum, vorbei am Diözesanmuseum , der Akademie der Wissenschaften und der Jesuitenkirche führt die Tour zum Stubentor.

Eine weitere Tour führt etwa vom Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz über das untere Belvedere und den Belvedere Garten hinauf zum oberen Belvedere.

Die Touren sind farblich nach ihrer Lage im Stadtgebiet (Zentrum und Himmelsrichtungen) geordnet.

Jede Tour wird zunächst in ihrer Charakteristik vorgestellt und die einzelnen Zwischenstationen werden gesammelt. Dann erfolgt eine ausführliche Beschreibung mit einigen Fotos und am Ende gibt es einen Stadtplan, damit man sich auch nicht verläuft. Auch auf direkte Anschlusstouren wird hingewiesen. Auch besondere Restaurants entlang der Strecke sind den Autoren ein Hinweis wert.

Am Ende gibt es schließlich noch ein paar Hinweise, Adressen von Restaurants und Hotels, von Bars und Shoppingadressen. Die Auswahl ist dabei zwar nicht groß, dafür werden die einzelnen Adressen auch ausführlich beschrieben.


Fazit
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Ich denke, diesen Reiseführer muss man etwas differenziert betrachten. Wenn ich jetzt das erste mal in Wien wäre, ist er sicherlich eine nette Ergänzung zum normalen Reiseführer, die Informationen zu einzelnen Punkten wären mir persönlich aber zu wenig. Gleichzeitig aber bietet er wirklich nette Anregungen, etwa auch Touren speziell konzipiert für Kinder.

Für den erfahreneren Wien Besucher ist der Reiseführer allerdings top, da einen einige Touren auch mal wegführen von den überfüllten Touristenrouten, etwa in die Josefstadt, in die Rossau oder auf die Donauinsel, wohin sich sicherlich nicht alle Touristen verirren. Das dazu passende Kartenmaterial lässt einem auch praktisch keine Chance, dass man sich verirren könnte.

Ganz schön finde ich auch die eher ausführlichen Beschreibungen der Restaurants entlang der Strecke. So weiß man gleich, wo man auch einkehren kann (bei den Vierteln, die ich kenne, wären die Empfehlungen bei mir ähnlich ausgefallen also durchaus gelungen!).

Auch die beschriebenen Sehenswürdigkeiten sind durchaus nicht nur das, was sich der Neuling in Wien anschauen würde (dafür sind natürlich auch Touren dabei), sondern eben auch Dinge wie das Kriminalmuseum oder das Hutmuseum.

Ich kann diesen Reiseführer durchaus empfehlen für alle, die nicht zu faul sind, diese Stadt zu Fuß zu erkunden.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 5. Juni 2014

[Rezension] Das Wandern ist des Wieners Lust

Hallo Leute!

Der Wiener hat einen klaren Vorteil: Man wohnt in der Großstadt, zu einer Seite ist es flach, zur anderen Seite liegt der Wiener Wald und Richtung Süden beginnen schon die Alpen. Da wundert es kaum einen, dass der Wiener Hausberge hat - also quasi Berge direkt vor der Tür.


Hikeline - Wiener Hausberge
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Daten
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Autor: Roland Esterbauer
Verlag: Hikeline
ISBN: 978-3-85000-530-2
Preis: 14,90€


Inhalt
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In diesem Wanderführer werden 50 Touren einer Gesamtlänge von 525 km vorgestellt. Alle liegen in den Niederösterreichischen Alpen, sind also von Wien aus - auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln - innerhalb kürzester Zeit zu erreichen. Die Routen haben Schwerpunkte im Bereich Schneeberg, Rax und Semmering.

Die einzelnen Touren haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Längen. Sie gliedern sich in 7 unterschiedliche Gebiete:

Traisental (8 Touren)
Gölsental, Triestingtal (8 Touren)
Piestingtal (6 Touren)
Hohe Wand, Flatzer Wand (5 Touren)
Puchberg, Schneeberg (7 Touren)
Höllental, Rax (9 Touren)
Semmering, Wechsel (7 Touren)

Die Touren gehen teils sogar über 2 Tage.

Zudem gibt es zu einzelnen Gebieten noch historische Facts, so wird etwa über die Geschichte der Semmeringbahn berichtet oder auch über die erste Wiener Hochquellleitung.

Die einzelnen Touren sind sehr ausführlich beschrieben und - zumindest die 5, die ich bisher durchprobiert habe - folgen auch aktuellen Beschilderungen und sind einfach zu finden. Sie sind in "Leicht", "Mittel" und "Schwer" gegliedert, wobei ich "Schwer" noch nicht probiert habe. Die meisten Touren sind leicht. Die von mir probierten "Leichten" sind absolut für Anfänger geeignet.

Die einzelnen Touren sind meist auf 2 Doppelseiten beschrieben. Zunächst kommt eine kurze Beschreibung mit Daten: Start Ziel, Gehzeit, Aufstieg, Abstieg und, was mir besonders gefällt Angaben zum Belag der Wanderwege. Das habe ich bisher immer bei Wanderführern vermisst, die mich zum Teil auf absolute Horrorstrecken geschickt haben.

Außerdem gibt es ein Höhenprofil der Strecke und eine kleine Wanderkarte (Format 1:35000). Außerdem ist jede Route bebildert.

In der Beschreibung gibt es zunächst eine Beschreibung der Charakteristik. Hier wird unter anderem begründet, warum eine Strecke "Leicht" oder "Schwer" kategorisiert wurde. Dann kommt eine Beschreibung der Anfahrt. Hierbei beschreibt der Autor die Anfahrt von Wien aus. Die öffentlichen Verkehrsmittel kommen hier aber nur vor, wenn die Anfahrtszeit von Wien in vernünftigem Verhältnis zur Tourenlänge steht. Durchaus sinnvoll, wenn man bei einer 2 Stunden Wanderung keine 4 Stunden Anfahrt haben will.

Als nächstes erfolgt eine ausführliche Wegbeschreibung, wobei vor allem auf neuralgische Stellen, also Orte an denen man sich leicht verirren kann, eingegangen wird. Die Angaben erfolgen direkt in Verbindung mit den jeweiligen Kilometern.


Aufmachung
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Ich finde schon die Bindung des Buchs echt klasse. Gedruckt ist es auf Wasserfestem Papier, wodurch man sich nicht scheut, den Führer auch bei Regen rauszuholen (wurde schon einmal getestet). Auch die Bindung, eine sogenannte "geschützte Spiralbindung" finde ich echt klasse.

Ansonsten habe ich das meiste ja schon oben beschrieben. Richtig klasse finde ich die vielen Bilder, die gleich Lust machen auf die Touren.

Die jeweiligen GPS Tracks kann man online downloaden. Wir laufen allerdings immer ohne GPS..


Fazit
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Ich habe ja nun schon mehrere Wanderführer durch, auch für die Region der Hausberge und ich muss sagen, dieser gefällt mir bisher am besten. Nicht nur die Aufmachung gefällt mir sehr gut. Er ist super kompakt und passt in jede Tasche. Auch die Papierqualität ist super. Das Buch hält sogar einem kleinen Regenschauer stand.

Auch die Wahl der Touren denkt auch mal an konditionell etwas schwächere - wie mich. Bei den anderen Wanderführern waren immer unrealistische Gehzeiten angegeben, so dass wir pro 2 Stunden immer 30 Minuten draufgeben mussten. Die Gehzeiten passen gut.

Besonders gefallen mir die aktuellen Beschreibungen und eben, dass auch noch Angaben zum jeweiligen Wegbelag gemacht werden. Bei dem anderen Hausberge Wanderführer hatte ich da schonmal echte Probleme, als ich plötzlich auf einer leichten Route steil an Wurzeln den Wald hochklettern sollte. Das kann einen schonmal echt in die Predullie bringen

In diesem Sinne

Eure Anke.






Mittwoch, 4. Juni 2014

[Rezension] Wien mit Kinderaugen...

Hallo Leute!

Wer kann sich nicht an die stinklangweiligen Städtetrips mit den Eltern erinnern. Mich haben Kirchen damals nie wirklich interessiert, aber gucken musste halt sein. Nun flatterte mir neulich ein wirklich toller Kinderreiseführer auf den Schreibtisch, der Kindern dabei hilft, solche Trips nicht mehr ganz so langweilig zu finden und den Erwachsen Wien vielleicht mal mit Kinderaugen sehen lässt.

Wien für dich
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Daten
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Autorin: Kristina Pongracz
Verlag: Lonitzberg
ISBN: 978-3-959-30942-3
Preis: 12,95€

Inhalt
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Prinzipiell folgt der Reiseführer ja schon dem begehrten Konzept: Einführung, Sehenswürdigkeiten und Allgemeines. Aber schon hier merkt man im Ansatz, dass es sich um keinen gewöhnlichen Reiseführer handelt. Informationen über Restaurants, Shopping und Hotels fehlen nämlich.

Im allgemeinen Teil gibt es ein paar Dinge über Wien - etwa Einwohnerzahl und dass es aus 23 Bezirken besteht und wie das Stadtwappen ausschaut. Dann gibt es auf zwei Doppelseiten zusammengefasst einige historische Grunddaten und - was ich besonders schön finde - ein paar generelle Sachen über die Wiener Kunststile. Diese werden dann gleich noch mit Beispielen aus der Wiener Architektur untermalt. So geht es hier vor allem um die Wiener Architekturstile - Gotik, Barock, Historismus und Jugendstil.

Anschließend geht es um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien, Stephansdom, Hofburg, Ringstraße, Schönbrunn, Belvedere, Karlskirche, Prater, Hundertwasserhaus, Donaucity und Donauturm und schließlich - und daran erkennt man wieder den Kinderreiseführer schon am Inhalt - um die Spielplätze auf der Donauinsel. Abschließend werden noch einige wichtige Museen vorgestellt.

Schließlich kommt noch ein Kapitel mit ein paar Sätzen Wienerisch, Wien-Witze und einem Wien-Quiz.


Außerdem gibt es noch einen U-Bahn-Plan und ein Übersichtsplan des 1. Bezirks auf den jeweiligen Umschlags-Innenseiten.

Aufmachung
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Na, ja dass es sich um einen Kinderreiseführer handelt, habe ich ja schon verraten. Aber woran macht sich das fest?

Die Texte sind alle sehr kindgerecht geschrieben und solche Dinge wie "Jugendstil" werden ausführlich erklärt, in Reiseführern für Erwachsene bekommt man solche Begriffe einfach um die Ohren gehauen.

Sehr schön finde ich auch die immer wieder eingestreuten Quizfragen, die bei Kindern die Neugier wecken. Manchmal muss man im Buch was suchen, manchmal gibt es kleine Bilderrätsel, die Lösung gibt es dann hinten im Buch.

Auch gibt es immer wieder kleine Comics, die etwa das Leben der Kaiserin Sisi erklären oder die Geschichte des "Lieben Augustin" erzählen - ein Volkslied, das wir in Deutschland im Kindergarten sehr gerne gesungen haben.


Fazit
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Also ich muss ehrlich sein, aber mir gefällt dieser Reiseführer sogar besser als viele Reiseführer für Erwachsene. Er ist so liebevoll und kindgerecht gemacht, dass etwa Grundschulkinder bei Wien-Ausflügen (es gibt auch einen Band für Venedig) mehr als nur brüllend hinter ihren Eltern herlaufen, sondern vielleicht sogar mit ein bisschen Spaß auf Erkundungstour durch die Stadt laufen. Auch werden hier einige Geschichten erzählt, die noch nicht einmal ich kannte - etwa die Geschichte vom Herrgott-Zahnweh im Stephansdom. Auch andere Dinge, die in "Erwachsenen" Reiseführern schlichtweg übersehen werden, wie den Stock im Eisen, werden hier aus Kinderaugen gezeigt.

Die Gestaltung ist wirklich liebevoll und sehr kindgerecht. Rätsel erwecken die Neugier der Kinder. Es geht sogar so weit, dass selbst ich, die ich seit 2 Jahren hier wohne, nach der Lektüre gleich mit Buch in den ersten Bezirk gefahren bin um die Stadt ganz neu - nämlich mit Kinderaugen - zu sehen...

Ich finde diesen Reiseführer absolut genial und wenn ich dann später mal mit meinen Kindern unterwegs bin, sei es in Wien oder sei es sonst wo auf der Welt, werden sie von mir auf jedenfall so einen bekommen... Und wenn mein Neffe (8) demnächst zu Besuch kommt, wird er sich sicher sehr über diesen Band freuen!

In diesem Sinne

Eure Anke



Montag, 5. Mai 2014

Another f***ing Wienführer

Hallo Leute!

Heute darf ich euch mal wieder einen Wienführer vorstellen... Gääääääääähn, nicht noch einer, denken sicher viele. Zu Recht vielleicht. Ich habe schon über unzählige Wien-Bücher geschrieben, einigen habe ich auch 5 Sterne gegeben, aber dieser hier ist das amüsanteste, was ich zu diesem Thema je gelesen habe...

Der Wiener takes it all
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Daten
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Autor: Clemens Heipl
Verlag: Metro
ISBN: 978-3-399300-163-6
Preis: 19,90€


Inhalt
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Schon in seinem Vorwort beschreibt der Autor sein Gefühl, einen Wienführer zu schreiben... Ursprünglich wollte er ihn "Der 2056te Wienführer" nennen...

In seinen Kapiteln geht er jeweils auf bestimmte Themen ein. Die Wahl ist dabei recht spannend - von den gängigen Themen wie Mariahilferstraße bis zu echten Geheimtipps wie das Schutzhaus Wasserwiese ist alles dabei. Auch werden gerade die "gängigen" Tourithemen auf besonders witzige Art und Weise auseinandergenommen. Beispielsweise stellt sich der Autor die Frage, warum man als Tourist auf die Mariahilferstraße zu H&M geht, obwohl H&M doch eigentlich überall das gleiche verkauft.

Thematisch ist das ganze eine absolut perfekte Mischung aus Sachen, die man wohl auch im Marco Polo findet und echte "Insider Tipps", die selbst ich nach 2 Jahren in Wien noch nicht kenne.


Fazit
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Das Buch hat mir eine sehr amüsante Zugfahrt von Wien zum Schneeberg und zurück beschert. Zwar halten mich die Nachbarn im Zug jetzt für bekloppt, weil ich so sehr gelacht habe, aber das ist ja egal...

Der Titel "Schonungsloser Wien-Führer" ist absolut zutreffend. Zwar schweift der Autor thematisch auch schonmal ein kleines bisschen ab, aber das auf durchaus charmante Art und Weise. Aber es ist auch kein traditioneller Reiseführer, der glücklicherweise auch bestimmte Sachen schonmal auseinandernimmt. Es gibt echte Erfahrungen und kein Verkaufen bestimmter Sehenswürdigkeiten. Köstlich fand ich zum Beispiel das Kapitel über die neue Mariahilferstraße, die quasi kaputtmodernisiert wird, wo sich allerdings auch schon vorher drum geschert hat, wo man um die Straße läuft.

Der Schreibstil ist auch äußerst amüsant. Das Buch ist eben nicht in einer staubtrockenen Reiseführersprache verfasst. Er schweift immer mal wieder ab und macht humoristische Exkurse, die meiner Meinung nach zum Schreien komisch sind. Und er fängt damit den Charakter der Wiener perfekt ein.

Das Buch ist vielleicht nicht unbedingt was für Wien-Neulinge, die wegen den Opernkarten übers Wochenende nach Wien fahren, sondern mehr für Leute, die Wien von einer ganz anderen Seite kennenlernen wollen, für Leute, die sich eben auch schon über die Mottenkugeln im Naturistorischen Museums gewundert haben. Oder für Leute, die wie ich schon mal an einem Wintersamstag vorm Haus des Meeres umgedreht sind, weil der Trubel zu groß war. Und auch für Leute, die auch mal versteckte Ecken von Wien entdecken wollen. Für Leute, die eben auch mal ein Restaurant außerhalb der inneren Bezirke suchen.

Das Buch ist nicht "Another f***ing Wienführer" sondern gerade für Leute, die Wien schon ein bisschen zu kennen glauben das beste, was sie finden werden.

In diesem Sinne

Eure Anke

Ich bin absolut begeistert!

In diesem Sinne

Eure Anke



Dienstag, 29. April 2014

Auch nach 2 Jahren noch schwierig...

Hallo Leute!

Viele sagen ja, man muss ins Ausland ziehen und dort leben, um eine Sprache zu beherrschen. Nach 2 Jahren finde ich eins aber immer noch schwierig... Wienerisch!


Wiener Wörterbuch
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Daten
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Autor: Peter Ahorner
Verlag: Ueberreuther
ISBN: 978-3-8000-7591-1
Preis: 12,95 € (A) 12,60 € (D) (Hardcover)


Inhalt
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Wenn man in Wien lebt, kommt man sich manchmal in der Straßenbahn vor wie in einem fremden, weit entfernten Land. Manchmal liegt es daran, dass Wien eben eine internationale Großstadt ist, manchmal liegt es aber daran, dass man nur etwas konzentrierter zuhören muss und dann durchaus versteht, was gesprochen wird.

Der Wiener ist stolz auf seine Sprache. Und zwar so stolz, dass man im Supermarkt keine Plastiktüte mehr bekommt, sondern nur ein Sackerl und vor allem im Restaurant muss man sich erstmal zurechtfinden, bis man etwa weiß, dass die gekochte Fledermaus nix mit Batman zu tun hat und dass im Vogerlsalat keine Vögel sitzen.

Dieses Buch hilft dabei ein wenig, in dem es gängige Begriffe aus dem Wienerischen ins Hochdeutsche übersetzt. Alphabetisch geordnet gibt es hier die Erklärungen zu Begriffen, die man als "Zugraster" nicht unbedingt kennt.


Fazit
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Wienerische Sprachführer gibt es viele. Allerdings gibt es da ein Problem. So weit meine Erfahrungen sich bewahrheiten, will der Wiener, vor allem der Wiener, der im Bus rumgrantelt, gar nicht, dass man Wienerisch spricht. Natürlich oute ich mich damit als Piefke, sobald ich den Mund aufmache, aber meistens werde ich gut verstanden. Natürlich übernimmt man den einen oder anderen kleinen Schmäh, das bleibt nicht aus, aber Wienerisch als echte Fremdsprache zu betrachten, ist schon schwierig.

Das Buch an sich ist für "Zugraste" wie mich und für Wiener durchaus eine kleine Gaudi, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass manchmal Synonyme fehlen. So ist beispielsweise ein "Gurkerl" nicht nur ein "Schuss durch die Beine des Gegners beim Fussball" sondern beispielsweise auch die Gurke auf einem Burger.

Das Buch ist witzig, aber man muss ehrlicherweise auch sagen, dass man sich in Wien auch ohne Sprachführer ganz gut zurechtfinden kann. Gerade im Lokal hilft meistens nachfragen. Der Kellner ist dabei meistens ein wenig belustigt, aber er erklärt es dann doch bereitwillig.

Es ist sicherlich ein schönes Geschenk. Unsere Wiener Freunde haben sich kaputtgelacht, aber sie fanden es echt klasse. Gerade junge Leute sprechen kaum noch richtig Wienerisch und die haben da gleich ihre eigene Sprache wieder kennengelernt. Es ist kein Sprachkurs, aber den braucht man auch nicht. Es ist viel mehr eine humorvolle Hilfe für alle Neuwiener...

Von mir gibt es 4 Sterne für ein nettes Präsent für alle Wien affinen Menschen.

In diesem Sinne

Eure Anke


Dienstag, 22. April 2014

Wenn der Wiener mal raus will

Hallo Leute!



Heute darf ich euch mal wieder ein ganz nettes Büchlein vorstellen mit Ausflugstipps für alle, die auch mal genug haben vom Großstadttrubel...



Raus ins Grüne

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Daten

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Autor: Gregor Fauma

Verlag: Metro

ISBN: 3993001109

Preis: 16,90 €





Inhalt

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Den Wiener treibt es am Wochenende immer gerne ins Freie. Zwar gibt es innerhalb der Stadt zahlreiche traumhafte Parks, aber manchmal will man dann doch mal raus in den Wienerwald.



In diesem Buch wird dem Leser der Wienerwald nähergebracht. Also nicht das in Deutschland allseits bekannte Fastfood-Restaurant, sondern das Gebirge im Wiener Umland.



Zunächst gibt es eine allgemeine Einleitung: Was ist der Wienerwald, wie sieht seine Zukunft aus usw.



Anschließend werden verschiedene Gasthäuser im Wienerwald vorgestellt. Witzigerweise werden auch noch so kleine Beisl vorgestellt, etwa das Alleebeisl im Schwarzenbergpark. Ob es wirklich alle sind, weiß ich nicht, aber die bekanntesten sind allemal dabei, etwa die Hermesvilla oder das Restaurant am Kahlenberg. Sicherlich gibt es noch andere, aber die in der Nähe von Wien werden eigentlich alle gelistet. Alle Lokale werden textlich kurz vorgestellt und dann in tabellarischer Form gibt es auch noch Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Spezialitäten usw.



Am Ende kommen noch sogenannte Geheimtipps. Dabei wird nicht nur die Geschichte der Kahlenbergbahn erzählt (die es heute nicht mehr gibt), sondern auch Tipps für gute Picknickwiesen. Den Begriff "Geheimtipps" finde ich dabei allerdings etwas vermessen. Ich kann nämlich garantieren - eine einsame Picknickwiese ist nicht dabei. Wenn es warm wird, sind die Picknickwiesen - geheim oder nicht so geheim - wirklich alle voll.





Aufmachung

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Die Aufmachung finde ich wirklich schön. Jedes Lokal wird ausführlich vorgestellt und die, bei denen ich selbst schon war - und das sind inzwischen einige - sind auch wirklich zutreffend beschrieben. In direkter Nähe zu Wien ist auch eigentlich jedes Lokal abgedeckt, ich hätte es nur schöner gefunden, wenn man die Ziele etwas mehr verteilt hätte - in Baden beispielsweise gibt es auch tolle Ziele im Wald und auch tolle Ausflugslokale, die hier leider fehlen.





Fazit

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Ich habe nun schon einige Bücher durchprobiert und muss sagen, dass ich diesen Wienerwald Führer eher mittel finde. Klar, es mag daran liegen, dass ich auf meinen Wanderungen inzwischen schon einiges gesehen habe und auch schon einige der wirklich unzähligen Wanderführer durchprobiert habe.



Sicherlich sind nette Ausflugslokale dabei, aber man konzentriert sich eben auf das, was man bei Wanderungen in Wien eben selbst auch entdeckt. Was als "Geheimtipp" verkauft wird, finde ich schon etwas merkwürdig - etwa die verfallenen Fundamente der alten Seilbahn zum Leopoldsberg (interessiert das wirklich). Aber dafür werden Aussichtspunkte etwas weiter drinnen im Wienerwald (davon gibts viele ganz tolle) werden eben weggelassen.



Für Wienerwald Anfänger ist das Buch sicherlich nett und hat auch viele Ausflugstipps parat, aber wer wirklich nach etwas geheimnissvollen im Wienerwald sucht, etwa eine nicht ganz so überlaufene Picknick-Wiese, wird in diesem Buch nicht fündig.



In diesem Sinne



Eure Anke




Freitag, 18. April 2014

Wien und seine weißen Pferdchen

Hallo Leute!



Wenn man fragt, welche Tiere mit Wien verbunden werden, bekommt man immer wieder zur Antwort "Die Pferde". Das bezieht sich aber nicht nur auf die berühmten Fiaker, sondern auch auf die stolzen weißen Lipizzaner aus der spanischen Hofreitschule.



Um dem Mythos mal ein bisschen auf den Grund zu gehen, habe ich mir dieses Buch besorgt...



Die Lipizzaner

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Daten

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Herausgeber: Elisabeth Gürtler und Barbara Sternthal

Verlag: Brandstätter

ISBN: 3850334236

Preis: 9,90€





Inhalt

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Die Geschichte der spanischen Hofreitschule reicht immerhin bis ins 16. Jahrhundert zurück. In diesem Buch geht es um die bewegte Geschichte des kulturellen Erbes, schließlich gibt es noch heute zahlreiche Aufführungen in der Hofburg.



So wird die Geschichte der Pferde und der Hofreitschule genauso erzählt, wie eben der heutige Alltag der großen, weißen Pferde von der Morgenarbeit bis zu den grandiosen Auftritten in der angeblich schönsten Reithalle der Welt. Auch aus der Kinderstube im Lipizzanergestüt Piber wird berichtet, die Pferde haben immerhin einen Stammbaum, der ins 17. Jahrhundert verfolgbar ist, auch dieser wird dargestellt. Auch einen echten Seniorenwohnsitz für altgediente Lipizzaner gibt es.



Eigentlich wird alles behandelt, was es über die stolzen weißen Pferde in der Hofburg zu wissen gibt.





Aufmachung

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Das Buch ist vor allem eines: wirklich schön bebildert. Von den wilden Fohlen, die über die Wiese tollen bis hin zu den vollständig ausgebildeten Pferden aus dem wohl berühmtesten Pferdeballett der Welt ist alles stimmig bebildert, viele Bilder entstanden natürlich in der prunkvollen Reithalle, aber sie zeigen auch, dass diese Pferde eben nicht nur zwischen den Ställen in der Hofburg (in die man übrigens durch ein Gitter schauen kann) stehen, sondern ihren Sommer immer auf einer saftigen Wiese verbringen dürfen.





Fazit

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Ich selbst habe es leider bisher noch nicht in die Hofreitschule geschafft (die Abendkarten sind eben auch richtig teuer) aber nach der Lektüre dieses Buches bin ich davon überzeugt, dass ich mir diese tollen Pferde irgendwann demnächst mal beim Training (Morgenarbeit) anschauen werde. Bisher habe ich sie nur ein oder zweimal in den Stallungen der Hofburg gesehen und muss sagen, wenn die Show nur halb so eindrucksvoll ist, wie in dem Buch versprochen, werde ich begeistert sein.



Das Buch stellt die Geschichte der Pferde wie auch das heutige Leben der großen, stolzen, weißen Pferde fundiert und detailliert dar. Es macht Lust, sie sich anzuschauen, vor allem nach den tollen Bildern. Ich als absoluter Pferdelaie (ich hab das letzte mal mit 7 auf nem Pony gesessen) konnte keine groben Fehler feststellen, das Buch ist informativ und einfach toll.



Von mir gibt es klare 5 Sterne.



In diesem Sinne



Eure Anke






Samstag, 12. April 2014

Von Meuchelmördern und Ehebrecherinnen

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch mal wieder ein ganz spannendes Buch aus meiner Heimatstadt Wien vorstellen...

Dunkle Geschichten aus dem alten Wien
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Daten
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Autorin: Barbara Wolflingseder
Verlag: Pichler
ISBN: 3854316429
Preis: 18 €


Inhalt
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Die Autorin begibt sich auf Spuren von mysteriösen Mordfällen, von Hinrichtungen, von Folter und Marter im alten Wien. Sie beginnt im Mittelalter, als etwa in den Katakomben der Kapuziner die Häftlinge teils 50 Jahre oder mehr wegen geringfüger Taten gesessen haben. Oder es wird von einer Tochter aus reichem Hause berichtet, die gezwungen wurde, ins Kloster einzutreten. Als ihr vermeintlicher Liebhaber dennoch ins Kloster kommt und erwischt wird, wird die Nonne bei lebendigem Leibe eingemauert.

Der weitaus größte Teil handelt von grausamen Morden und ihren Folgen für die Stadt. So wurde etwa eine Dame von ihrem Gatten zuerst aus Eifersucht eingesperrt und später zu Tode gefoltert. Auch aus Habgier wurde gemordet oder um die die Frau loszuwerden. Aber auch die grausamen Hinrichtungsmethoden werden aufgeführt, von Einmauern bis Rädern, vom Scheiterhaufen bis zum Erhängen inklusive des grausamen Spektakels für die Zuschauer.


Fazit
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OK, ich bin ein Freak. Schon als Kind war ich fasziniert von all den grausamen mittelalterlichen Kriminalfällen, die in meiner Heimatstadt passiert sind, von der Kindsmörderin bis zum Brandstifter. Immerhin bin ich am "Galgenberg" aufgewachsen. Beim Spazierngehen mit meinem Opa mussten wir immer zum alten Galgen, einer runden Mauer, auf der damals die Todesstrafe vollzogen wurde.

So war ich gleich fasziniert von diesem Buch. Auch wenn die Geschichten nix wirklich Wien-spezifisches haben, außer dass sie eben zur Geschichte Wiens gehören. OK, ein junger Mann aus Hannover wurde beispielsweise hingerichtet, weil er einen Anschlag auf Napoleon während seiner Zeit in Wien verüben wollte. Aber die restlichen Geschichten gibt es in ähnlicher Art wohl in jeder mittelalterlichen Stadt. Aber mich fasziniert an sowas immer, dass ich gleich loslaufen und gucken will, wo das alles so passiert ist. Viele Namen kennt man inzwischen, aber beispielsweise wusste ich nicht, dass an der Weissgerber Lände nahe des heutigen Hundertwasserhauses eines der Hinrichtungsgelände war. Das zeigt, wie sehr sich eine Stadt verwandelt.

Das Buch erzählt zahlreiche Geschichten, vor allem aber erzählt es die Geschichten nicht trocken. Auch wenn es grausam wird, ich habe das Buch gradewegs verschlungen, nach 1 1/2 Tagen war es ausgelesen. Vorraussetzung dafür ist allerdings selbstverständlich, dass man sich für sowas interessiert. Es macht einen grandios recherchierten Eindruck.

Noch dazu ist das Buch sehr schön und extrem reichhaltig illustriert. Es gibt unzählige Bilder aus dem alten Wien, die teils Flugschriften gegen die Meuchelmörder zeigt, teils die Orte des Geschehens etwa zu der Zeit. Teils gibt es colorierte Zeichnungen, bei den späteren Taten gibt es Fotos. Da sich Wien seit dem 2. Weltkrieg stark gewandelt hat, finde ich diese Bilder besonders spannend. Auch das animiert mich dazu, gleich loszurennen und mit dem Buch zu gucken, wies an manchen Stellen früher ausschaute.

In diesem Sinne

Eure Anke