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Mittwoch, 20. Juli 2016

{Landstraße - Park} Eine meiner Lieblingsparkanlagen





Hallo Leute!

Wien ist eine echte Touristenstadt - das weiß wohl jeder. Und gerade im Sommer sind die vielen Parks und Gärten bevölkert mit knipsenden Japanern oder angetrunkenen Engländern. Da ist es manchmal ganz angenehm, wenn es Parks gibt, die den Touristen eher weniger bekannt sind.

Zu meinen Liebsten gehören da der botanische Garten und der Schweizer Garten. Beide liegen im 3. Bezirk, grob gesagt zwischen Belvedere und Heeresgeschichtlichem Museum.

Der Schweizergarten liegt direkt neben dem Gebiet des Hauptbahnhofs am Gürtel - das bedeutet natürlich, dass es relativ laut sein kann, zumal auch an zwei Seiten die Straßenbahnen entlang fahren. Aber das kann man sich in Ruhe ein nettes Plätzchen suchen.
Im See fehlt gerade etwas Wasser, das wurde gewechselt



Durch die direkte Nachbarschaft zum Arsenal und damit zum Sitz des Bundesheeres sollte das Gebiet am ehemaligen Ringwall (heute Gürtelstraße) von der Bebauung freigehalten werden. Der Park wurde als englischer Landschaftspark gestaltet und 1906 als Maria Josepha (die Mutter des letzten Kaisers Karl) von Bürgermeister Karl Lueger eingeweiht. Um 1920 wurde der Park dann aus Dankbarkeit für die Schweizer Hilfe nach dem Krieg in "Schweizergarten" umbenannt.

Der Park hat einiges zu bieten: ein Kinder- und Jugendschwimmbad (also eins ohne genervte alte Damen, ich war mangels Kinder noch nie drin), eine große Hundezone, ein kleiner See, in dem im Sommer immer die Hunde Abkühlung suchen, und eine Menge schattiger Parkbänke - denn Schatten findet man unter den zahllosen alten Bäumen immer.

Auch im Schweizergarten ist das Österreichische Museum für Gegenwartskunst, das 21er Haus mit seinen wechselnden Ausstellungen. Noch dazu sind einige Denkmäler und Kunstwerke (mein Liebstes: eine ziemlich vollgeschissene riesige Taube am Rand vom kleinen See).

Nennt mich altmodisch, aber ich mag solche Parks. Der Park ist toll angelegt und sehr sauber und gepflegt. Natürlich findet man den einen oder anderen Hundehaufen oder auch mal Plastikmüll rumfliegen, aber das hat man ja häufiger, wenn viele Leute an einem Ort sind. Das hält sich aber einigermaßen in Grenzen.

Großer Negativpunkt ist natürlich die Lautstärke am Gürtel (immerhin einer der Hauptverkehrsadern in Wien), aber wenn man eine Weile am Wasser sitzt und das Plätschern der Fontäne oder des kleinen Bachlaufes hört, hat man das auch relativ schnell ausgeblendet.

Auch am Wochenende ist im Schweizergarten nicht extrem viel los, man findet immer ein schönes, ruhiges Plätzchen zum Entspannen und zum Lesen, den Hunden beim Plantschen zuschauen oder einfach nur, um die Sonne zu genießen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Nicht viel los...

Dienstag, 24. Mai 2016

{Favoriten - Park} Am Stadtrand

Hallo Leute!

Wien ist eine grüne Stadt - das kann man nicht nur nach den letzten Wahlergebnissen behaupten. Auch wenn man auf die Karte schaut, sieht man nicht nur einen ausgeprägten Grüngürtel, sondern auch zahllose Parks in unterschiedlichster Ausführung. Ziemlich am Stadtrand findet man den Kurpark am Laaer Berg.

Kurpark Oberlaa^^^^^^^^^^

Lage
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Aus dem dritten Bezirk braucht man schon eine gute Stunde bis zum Kurpark, vor allem aktuell, da aufgrund der U1-Baustelle derzeit die 67 nicht  durchfährt.

Der Park liegt im 10. Bezirk, hoch oben am Berg bei der Kurtherme. Ab 2017 geht es dann aber ganz schnell, denn dann wird der Park an der Endstation der U1 Station liegen, die derzeit bis nach Oberlaa verlängert wird.

Ein Eingang ist direkt neben der gleichnamigen Therme und der Oberlaaer Kurkonditorei. Ein weiterer Eingang ist oben am Berg bei der Musterhaussiedlung.


Geschichte
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Nach der WiG 64 sollte 10 Jahre später erneut eine "Wiener internationale Gartenschau" stattfinden. Diesmal erkor man das Areal einer ehemaligen Ziegelfabrik am Rande von Wien Favoriten dazu. Und mit 2,6 Millionen Gästen sollte auch die WiG 74 ein großer Erfolg.

Der Kurpark zeigt noch heute die Reste der Ausstellung, allerdings ist beispielsweise eine verkehrende Einschienenbahn bereits kurze Zeit später als defizität abgebaut worden.



Areale
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Hoch oben am Berg liegt neben einem Restaurant ein großes Areal für die Kinder mit einem schönen, modernen Spielplatz - hier ist es allerdings natürlich auch im Vergleich zum restlichen Park relativ voll.

Zum Park gehört auch ein japanischer Garten, der allerdings nur Mittwochs und Samstags geöffnet hat (wir kommen öfter Sonntags).

Daneben gibt es einen Rosenhügel, eine Filmstadt, einen Brunnengarten und einen Staudengarten.

Ich mag sehr den Allergiegarten, in dem ausführlich über alle möglichen Pflanzen informiert wird, die Allergien auslösen können.

Beim Eingang unten gibt es große Koi-Teiche mit Springbrunnen.

Besonders schön aber sind die weiten Rasenflächen und die unzähligen schattingen Bänke, auf denen man auch schonmal im Sommer, wenn alle anderen Wiener Parks voll sind, ein stilles Plätzchen findet, wo man auch mal in Ruhe 2 Stunden sitzen kann.


Fazit
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Obwohl der Kurpark so weit außerhalb ist, sind wir gerade im Sommer häufiger dort. Denn gerade wenn etwas mehr Zeit ist, findet man hier ein ruhiges Plätzchen zum Ausspannen - kaum kann man glauben, dass man sich noch in Wien befindet - man hört kaum noch ein Auto.

Gleichzeitig hat der Park mit dem riesigen Spielplatz und rund darum auch einigen Picknickplätzen auch für Familien etwas zu bieten.

Der Park ist sehr sauber und gepflegt, allerdings nicht überpflegt, man hat auch schon mal etwas höheres Gras, was ich persönlich aber überhaupt nicht schlimm finde. Toiletten gibt es beim Eingang, genauso wie einen Kiosk.

Fast kann man hier einen kleinen Kurzurlaub machen.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke




Mittwoch, 6. April 2016

{Ausflüge - Niederösterreich - Baden} Kuren wie die Kaiser

Hallo Leute!

Dass Wien ganz toll ist, habe ich ja schon oft genug erwähnt - vor allem weil man so toll fliehen kann. Nur etwa 20 Minuten mit dem Zug entfernt (Richtung Süden) liegt die wunderschöne kaiserliche Kurstadt Baden.


Kurpark
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Lage
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Der Kurpark schließt direkt an die Altstadt an und ist kaum zu verfehlen. Er liegt direkt am Kaiser Franz Ring.


Geschichte
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Baden, damals noch Aquae genannt, war mit seinen schwefelhaltigen Quellen schon in der Römerzeit ein beliebter Kurort.

Zur kaiserlichen Kurstadt wurde Baden dann unter Kaiser Franz I., der 1796 bis 1834 die Stadt zur Sommerresidenz erhob. Dadurch kam im Sommer der gesamte Hofstaat nach Baden und damit auch der Reichtum - und nach dem großen Stadtbrand von 1812 erhielt die Kurstadt das noch heute einheitliche Biedermeier-Stadtbild.

Der Kurpark ist geprägt durch die Casinos, die im Jugendstil errichtet wurden. Sie werden seit 1936 als Casino betrieben. An dieser Stelle stand zuvor das kaiserliche Kurbad, das Theresienbad aus dem der Kurort entstand.


Der Park
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Insgesamt ist der Park beeindruckende 54 Hektar groß und ist zum Wald hin kaum klar begrenzt - so gibt es auch bei meinem inzwischen 5. Besuch noch immer Ecken, die neu zu entdecken sind. Es ist schließlich der größte Kurpark Europas.

Der Park liegt am äußeren Hang des Wienerwaldes. Im unteren Bereich gibt es vor allem im Sommer nachmittägliche Konzerte, die in einer Konzertmuschel abgehalten werden. Zusätzlich gibt es ein schickes und immer gut besuchtes Café.

Auch im unteren Bereich, aber schon am Hang, erkennt man einen kleinen Tempel (der Mozarttempel) und ein Denkmal für Lanner und Strauß. Bei weiterer Suche findet man zahllose Denkmäler diverser Komponisten und Kaiser, die die Geschichte Badens prägten. Hier ist schon im März eine reiche und bunte Bepflanzung.

Steil nach oben führen die Wanderwege, die sich immer wieder kreuzen. Diese führen dann weiter über den Kalvarienberg über den Anninger bis nach Pfaffstätten und Gumpoldskirchen. Leider sind die innerhalb des Parks nicht sonderlich gut ausgeschildert.

Im oberen Bereich kommt man an 3 historischen Villen vorbei, von denen eine eine Pension beheimatet.


Fazit
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Ich mag den Kurpark in Baden, weil man bei jedem Besuch neue, beeindruckende Ecken entdecken kann - und das nicht nur aufgrund der eher schlechten Beschilderung der Wanderwege.

Auch sind die Ecken ganz unterschiedlich. Der Park bietet schattige und sonnige Ecken, gärtnerisch gepflegte und scheinbar der Natur überlassene Ecken und auch bei starkem Besuch (am Wochenende ist immer recht voll) findet man hier in manchen Ecken auch absolute Ruhe. Im Sommer gibt es jeden Nachmittag klassische Konzerte.

Zum Wandern bietet der Park einen optimalen Ausgangspunkt für Wanderungen in den Wienerwald - das wusste Beethoven auch schon, ist er doch ein wichtiger Teil des Beethovengangs zwischen Gumpoldskirchen und Baden - Abzug gibt es aber trotzdem, weil gerade für Wanderer eine bessere Beschilderung der Wege toll wäre - außerhalb des Parks funktioniert es schließlich wieder.

Eintritt ist übrigens frei!

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 23. Januar 2014

Irgendwie nicht sonderlich spannend...

Hallo Leute!

Nun hab ich ja jetzt endlich ne neue Kamera. Da war ich gerade heute mal ein bisschen unterwegs. Zwar ist Januar, aber dennoch haben die zahlreichen Wiener Parks was zu bieten. Einer davon liegt im Bereich der Hofburg, der sogenannte Burggarten.

Burggarten Wien
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Lage
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Der Burggarten liegt zwischen dem Burgring und der Neuen Burg. Wenn man vor dem Tor der Hofburg (Heldenplatz) steht, liegt der Burggarten auf der rechten Seite, der wesentlich größere Volksgarten liegt links. Am besten kann man den Park mit der Straßenbahn (da fahren am Burgring u.a. die 71 oder die 1 und die D) Haltestelle Burggarten oder Burgring,


Geschichte
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Der Burggarten war ursprünglich der Privatgarten des Kaisers und für das Niedere Volk nicht zugänglich. Er entstand 1817-1821. Später wurde er erweitert und ein Teich wurde hinzugefügt.


Denkmäler
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Am auffälligsten ist mit Sicherheit das Mozartdenkmal, das sich direkt beim Eingang nahe der Straßenbahnhaltestelle befindet. Dieses Denkmal befand sich seit Ende des 19. Jahrhunderts zunächst auf dem Albertina-Platz und wurde 1953 in den Burggarten gebracht.

Ein weiteres Denkmal ist Kaiser Franz I. Stephan gewidmet und stand zunächst im Paradeisgartl. Es ist das älteste Reiterstandbild Wiens, ansonsten aber eher unspektakulär, wenn nicht sogar unauffällig.

Auf dem Teich befindet sich ein Herkulesbrunnen.







Fazit
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Unter einem "Burggarten" stellt man sich vielleicht etwas spektakuläreres vor. Der Wiener Burggarten wird hauptsächlich durch das Schmetterlingshaus (auch Palmenhaus) bestimmt. Ansonsten ist er eher trist. Es gibt sowohl im Winter als auch im Sommer mit Sicherheit schönere Parks in Wien...

Mir persönlich gefällt der Volksgarten deutlich besser, dafür ist es im Burggarten im Sommer dann auch deutlich ruhiger. Es fehlen hier allerdings öffentliche Toiletten. Toiletten gibt es nur im Palmenhaus. Da das ein Cafe ist, muss man dort wohl auch was kaufen.

Was zum Essen bekommt man am Eingang bei der Straßenbahnhaltestelle oder bei einer Würstelbude oder eben im Cafe.

Von mir gibt es durchschnittliche 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 13. Oktober 2013

Wiens ungewöhnliche Orte (Park der Ruhe und der Kraft)

Hallo Leute!

Gestern war ich mal wieder auf Tour durch Wien. Diesmal trieb es mich mal wieder auf den Zentralfriedhof. Dort gibt es neben Gräbern immer was zu entdecken, Rehe, Fasane und den Park der Ruhe und der Kraft.


Park der Ruhe und der Kraft
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Lage
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Der Park liegt am Tor 3 des Wiener Zentralfriedhofs, zu erreichen mit den Straßenbahnen 6 und 71. Er ist zu den Öffnungszeiten des Friedhofs geöffnet.


Geschichte
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Der Park wurde 1999 als geomantischer Park in der Gruppe 23 eröffnet. Er  soll dazu einladen, Trauer zu bewältigen. (und ich zitiere von wien.at) Sie können Kontakt mit den Kräften der Natur, der Pflanzen und Bäume, der Steine und der Erde aufnehmen.



Aufbau
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Der Park ist in 5 unterschiedliche Bereiche eingeteilt und soll dazu einladen, vergangenes loszulassen und Trauer zu bewältigen. So stehen dort unter anderem große Steine, in die man sich setzen kann. Wege sind in Kreisen aufgebaut. Sie sind aus Mühlviertler Granit und sollen symbolisch die geomantischen Energielinien darstellen. Wo sich diese Linien kreuzen, soll die Energie besonders spürbar sein. An anderen Stellen sind Bänke aufgestellt, wo längeres Verweilen besonders stärken soll.








Fazit
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Gut, es mag daran liegen, dass ich derzeit nicht wirklich mit Trauer fertigwerden muss, aber ich empfand den Park hauptsächlich als recht hübsch. Überall sind verschiedene Bäume in verschiedenen Herbsttönen zu sehen und die Bänke gaben tatsächlich Kraft, da man von hier aus besonders schön die Sonne genießen kann. Ich halte ehrlich gesagt nicht allzu viel von sowas, aber es soll ja tatsächlich Menschen geben, denen so ein Park hilft. Ich muss aber sagen, ich habe in den 2 Stunden, die ich dort zugebracht habe, keinen gesehen, der "Kontakt" mit den Steinen aufgesucht oder die Energielinien abgeschritten hat.

Das einzige, was ich als echtes Problem sehe, ist das mit der Ruhe. Gut, dadurch dass hier keine Kinder Fussballspielen, ist die Gefahr vielleicht ein bisschen niedriger, abgeschossen zu werden, aber je nach Windrichtung liegt der Park eben genau in der Landeschneise von Wien Schwechat, dem internationalen Flughafen, der nur etwa 10 km entfernt ist. Und wenn alle 3-5 Minuten ein Jumbo über einem fliegt, ist eben recht schnell vorbei mit Ruhe.

Insgesamt mag ich den Park sehr gerne. Er wirkt sehr gepflegt und man hat sich hier Mühe gegeben, Trauernden einen Bereich zu geben, wo sie nach dem Besuch des Grabes ihrer Lieben vielleicht ein bisschen Kraft tanken können. Aber nur 5 Minuten, bis der nächste Jumbo über die Köpfe fliegt.

Der Park gehört sicher nicht zum Pflichtprogramm und bekommt daher von mir auch nur magere 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 14. September 2013

Die ungewöhnlichsten Orte Wiens (Friedhof der Namenlosen)

Hallo Leute!

Wo sonst gibt es so viele ungewöhnliche Orte wie in Wien... Gerade die morbide Seite der Wiener kommt immer wieder gerne zum Vorschein und ist für eine Piefke wie mich gerade am Anfang etwas irritierend. Als ich das erste mal vom Friedhof der Namenlosen in Simmering hörte, hatte ich den Namen relativ schnell wieder vergessen. Als ich dann anfing, über diese traumhafte Stadt zu schreiben, dachte ich sofort, dass ich da mal hinmuss.

Friedhof der Namenlosen
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Lage
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Der Friedhof der Namenlosen ist nur relativ kompliziert zu erreichen. Mit den Öffis fährt man mit der U3 bis zum Enkplatz und von dort mit der 76A weiter bis Alberner Hafen. Achtung, nicht jede 76A macht den Schlenker, so dass wir beispielsweise (weil schlecht vorbereitet) aus dem Ortszentrum von Kaiserebersdorf in den Hafen gelaufen sind (gut 45 min Fussmarsch). Von der Haltestelle Alberner Hafen sind es noch gut 500 m, das ganze ist aber wunderbar ausgeschildert.


Was steckt hinter dem Namen?
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Nun wie so vieles in Wien ist die Geschichte dieses Friedhofes eng mit der Donau verbunden. An der Hafeneinfahrt wurden aufgrund eines besonderen Strudels neben Treibgut immer wieder Wasserleichen angespült (470 alleine zwischen 1840 und 1900). Da es sich dabei meist um Selbstmörder handelte, die nicht auf katholischen Friedhöfen bestattet werden durften und vor allem weil die meisten bis zur Unkenntlichkeit entstellt waren, wurden sie an Ort und Stelle begraben.

Im Jahr 1900 beschloss man aufgrund der häufigen Überschwemmungen den Bau eines neuen Friedhofes, der hinter einem Damm liegt. Vom alten Friedhof ist heute nicht mehr viel zu sehen, dafür umso mehr von den gut 100 Gräbern, die in einer Senke hinter einer rundgebauten Kapelle liegen. Viele der Kreuze sind schlichte Metallkreuze mit einer weißen Jesusfigur, nur sehr wenige der Gräber tragen einen Namen, häufig steht auf den kleinen Schildern nur ein Sterbedatum mit dem Wort namenlos, oft nur "Name unbekannt".

In der Kapelle findet jeden 1. Sonntag um 15:30 eine heilige Messe statt. Ansonsten wird einmal jährlich zu Allerheiligen ein Floss mit Blumen geschmückt und in der Donau bis zum Schwarzen Meer treiben gelassen. Diese Tradition soll an alle erinnern, die die Donau nicht mehr freigegeben hat.






Sehr schön finde ich die beiden auf Tafeln verewigten Gedichte.



Mein Eindruck
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Ich muss sagen, mir war der Friedhof ein kleines bisschen unheimlich. Obwohl die schlichten Gräber zu Menschen gehören, die häufig von ihren Angehörigen vergessen wurden oder die nicht wissen, wo ihre Angehörigen geblieben sind, erzählt jedes Grab eine kleine Geschichte. So gibt es beispielsweise ein Grab eines 11jährigen Jungen, der 1904 in der Donau ertränkt wurde. Oder ein weiteres Grab gehört einer Frau, deren Sohn sich 5 Jahre nach ihrem Tod an ihrem Grab erschossen hat. Ein weiteres Grab gehört zu einem Deutschen Arbeiter, der 1939 beim Bau des Hafens ertrunken ist.

Man vergisst an diesem liebevoll gepflegten Platz beinahe die hektische Betriebsamkeit des direkt angrenzenden Hafens und die Anwesenheit der nahen Donau. Aber dennoch, ein kleines bisschen unheimlich ist es hier schon.

Der Platz ist sicher nix für Wien-Anfänger, man muss alleine für die Hin- und Rückfahrt von der City aus 2-2,5 Stunden einkalkulieren, so ist schonmal locker der Nachmittag vergangen. Aber wenn man mal länger in Wien ist oder vielleicht sogar hier wohnt ist diese außergewöhnliche Sehenswürdigkeit auf jeden Fall einen Besuch wert. Immerhin kann man noch einen schönen Spaziergang auf dem Treppelweg entlang der Donau machen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 30. August 2013

Maria-Theresien-Platz: Die Schwiegermutter Europas wacht über Kultur und Natur

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder einen meiner Lieblingsplätze in meiner traumhaft schönen Heimatstadt Wien vor...


Maria-Theresien-Platz
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Lage
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Der Maria-Theresien-Platz liegt im 1. Bezirk, direkt neben dem Heldenplatz. Er befindet sich am Burgring, direkt gegenüber dem Eingang der Hofburg und am anderen Ende grenzt er an das Museumsquartier. Am besten gelangt man mit der U2/U3 (Station Volkstheater) bzw. mit den verschiedenen Ringlinien (71, 1 usw.) der Straßenbahn dorthin.


Architektur
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Besonders beim ersten Mal hat mich dieser Platz beeindruckt. In der Mitte sitzt Maria Theresia, die berühmte Kaiserin auf ihrem Thron, flankiert von 4 Pferden. Sie schaut natürlich in Richtung Hofburg um ein Auge auf den regierenden Kaiser zu haben. Wenn man von vorne schaut, wird die Statue flankiert durch die beiden riesigen, beinahe baugleichen Museen, links der Tempel der Musen, das Kunsthistorische Museum, rechts der Tempel der Wissenschaften, das Naturhistorische Museum, beides Museen, die mich extrem beeindruckt haben.





Der Platz wurde durch die Statue der Kaiserin dominiert, die durch Caspar Zumpusch geschaffen. Sie ist fast 20 m hoch und der Sockel bedeckt eine Fläche von fast 70 Quadratmetern.

4 Rasenflächen dominieren das große Feld, auf zweien davon liegen der Tritonen- und der Najaden-Brunnen, die allerdings nur bei genauem Hinsehen auffallen.

Die Bäume auf den Rasenflächen sind immer sehr akkurat geschnitten, alles ist extrem gepflegt.




Geschichte
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Der Maria-Theresien-Platz ist gemeinsam mit dem Heldenplatz Teil des geplanten Kaiserforums, das mit dem Anlegen der Ringstraße 1858 geplant wurde. Zu den beiden Hofmuseen sollten direkte Gänge über die Ringstraße führen, damit der Kaiser jederzeit trockenen Fußes seine Sammlungen besichtigen kann. Das wurde nicht verwirklicht, sicher aber die beiden wirklich bombastischen Museen.


Fazit
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Gerade als Durchgang von der Hofburg zu den beiden Hofmuseen ist hier immer etwas los. Das KHM hat inzwischen sogar seinen Kartenverkauf auf dem Platz, weshalb sich gelegentlich längere Schlangen bilden.

Ich persönlich finde die wirklich thronende Statue von der alles dominierenden Kaiserin auf dem Platz wirklich toll. Sie hat noch immer ein Auge darauf, was in ihrer Hofburg so los ist und was der Kanzler nebenan im Parlament so macht. Sie hat alles genau im Blick, erhaben schaut die Schwiegermama Europas (dank ihrer zahlreichen Kinder und ihrer Heiratspolitik verbreitete sie das Genmaterial der Habsburger in alle Herrscherhäuser), sie wacht über die Sammlungen ihrer Vor- und Nachfahren und ist immer im Zentrum des Geschehens.

Die Rasenfläche und die Bäume sind extrem gepflegt, ein wahres Aushängeschild der Stadt. Das einzige, was ein kleines bisschen nervt, ist dass mal wieder die Pseudomozarts versuchen, ihre Konzerttickets zu verkaufen. Ansonsten ist der Platz wirklich toll, vor allem hat man immer was zum gucken. Und bei all dem Wissen, was sich in den beiden Museen links und rechts versammelt, fühlt man sich gleich ein bisschen schlauer.

In diesem Sinne

Eure Anke

Donnerstag, 29. August 2013

Michaelerplatz - Zwischen Hofburg und Pferdepipi

Hallo Leute!

Wien hat unzählige traumhafte Plätze. Ein wirklich schöner Platz ist der kleine, sternförmige Platz am Tor zur Hofburg...


Michaelerplatz
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Lage
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Der Platz liegt direkt vor der Hofburg. Auch hier ist es eher schwierig, mit dem Auto hinzukommen. Man sollte sich besser für die U-Bahn entscheiden. Optimal ist die U3 (Herrengasse) bzw. U2 oder U3 Volkstheater, wobei man von dort aus ein kleines bisschen laufen muss.


Architektur
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Der Michaelerplatz bildet den Abschluss des Kohlmarktes und bildet den Übergang zur Hofburg. Daher nimmt das Michaelertor beinahe die Hälfte des ganzen Platzes ein. Der Bau mit den grünen Kuppeln beinhaltet den Eingang zur spanischen Hofreitschule und zum Sisi-Museum.
Michaelertor zur Hofburg
 Die Namensgebende Kirche liegt wenn man vor dem Tor steht weit links. Die Michaelerkirche wurde 1221 erbaut und ist zum einen Kirche des Bürgertums und des Hofgesindels gewesen, zum anderen eine Art Ehrenbegräbnisstätte.
Michaelerkirche
 Im sogenannten Loos-Haus, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde, war ursprünglich das Nobelgeschäft Goldman & Salatsch untergebracht. Es wurde von Adolf Loos gebaut und ist ein Paradebeispiel des Wiener Secessionismus.


Raiffeisenbank



Fiaker warten auf Kundschaft

Blick Richtung Kohlmarkt



Geschichte
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Den Platz gibt es etwa seit 1850. Benannt wurde er nach der Pfarrkirche St. Michael , die für das Hofgesindel gedacht war, das in dem Bereich lebte. Er wurde bereits im 18. Jahrhundert durch Emanuel Fischer von Erlach konzipiert, jedoch erst 1889 bis 1893 durch Ferdinand Kirschner fertiggestellt.




Verkehrstechnisch wurde der Platz gleich 2x zu einer Art Versuchskaninchen. 1838 wurde hier die erste Gasbeleuchtung Wiens eingerichtet, 1927 gab es hier den ersten Kreisverkehr.



Heute ist der Platz abgesehen von zahlreichen Fiakern fast verkehrsberuhigt. Man begegnet hier nur wenigen Autos, da nur sehr wenige Wiener so tief in den 1. Bezirk reinfahren. Man sieht eigentlich nur Taxis, da die die Hofburg passieren dürfen und eben die Pferdekutschen.

In der Mitte des Platzes sieht man eine riesige Ausgrabungsstätte.

Römische Überreste
Bei dieser Ausgrabungsstätte handelt es sich um Teile der Lagervorstadt Canabae der altrömischen Siedlung Vindobona.


Fazit
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Trotz des bestialischen Gestanks nach Pferdeurin, der gerade bei heißem Wetter hier herrscht, ist der Michaelerplatz einer meiner Lieblingsplätze in Wien. Hier stehen ebenfalls viele Fiaker, allerdings nicht ganz so viele, wie am Stephansplatz. Abends spielen hier häufig Straßenmusiker, etwa ein Geiger oder eine Harfinistin.

Klar gibt es hier viel Durchgangsverkehr, da viele auf dem Weg vom Kohlmarkt in die Hofburg bzw. zum Ring hier durchkommen, aber dennoch hat dieser Platz einen eigenartigen Charme, der einem Ruhe gibt. Ich sitze hier gerne, hole mir eine Eitrige am Würstelstand und gucke einfach nur den Leuten zu, die das Tor zur Hofburg knipsen, oder den Eingang zur spanischen Hofreitschule.

Ich finds hier einfach nett, weil man hier wunderbar Leute beobachten kann, meistens Touristen, die diesen wunderbaren Platz kaum wahrnehmen. Ich finde beispielsweise den Blick runter in den Kohlmarkt irgendwie ganz toll. Hier ist es ruhiger als am Stephansplatz, aber dennoch irgendwie geschäftig.

Nur ein feines Näschen sollte man nicht haben, die wartenden Pferde riechen doch ein wenig. Aber immerhin ist es einer der wenigen Plätze in Wien, die man notfalls auch am Geruch erkennen kann.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 25. August 2013

Friedhof St. Marx: Einmal Mozart ganz nahe sein

Hallo Leute!

Der Wiener is a bissl Morbid. Das sagt jeder. Hier gibt es neben einem Bestattungsmuseum eine ganz besondere Begräbniskultur. Wenn man gefragt wird, wie man gekommen ist und sagt "Ich bin mit dem 71er gefahren" wird man besonders von alten Wienern irritiert angeschaut, das heißt nämlich im Volksmund so viel wie "Man ist gestorben".

Nun gibt es in Wien mittlerweile nur noch einen "richtigen" Friedhof in Wien Simmering. Aber viele alte Friedhöfe sind erhalten geblieben. Einer der schönsten liegt im 3. Bezirk...

Jugendstilfriedhof St. Marx
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Lage
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Der Marxer Friedhof liegt relativ nahe an der Südosttangente in der Nähe des Vienna Biocenter.

Mit den Öffis kommt man am leichtesten dorthin, indem man entweder die U3 bis Schlachthausgasse und dann die Straßenbahn 18 (bis St. Marx) nimmt oder den 71er, der von der Ringstraße aus fährt (ebenfalls bis St. Marx). Aber wie gesagt, den "71er nehmen" kann vom Wiener falsch verstanden werden, der fährt nämlich weiter zum Zentralfriedhof. Nee Unsinn, den kann man nehmen, das ist hier eben ein Sprichwort, weil früher auch die Leichen mit dem 71er transportiert wurden.


Geschichte
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Vor dem Anlegen des Zentralfriedhofes Ende des 19. Jahrhunderts gab es außerhalb der Stadtmauern fünf Friedhöfe. Nach der Josephinischen Reform wurden zahlreiche kleinere Friedhöfe geschlossen, die Gebeine exhumiert und nach St. Marx gebracht, um dort bestattet zu werden. Die erste Bestattung fand 1784 hier auf diesem sogenannten Biedermeierfriedhof statt.

Mit Eröffnung des Zentralfriedhofs 1875 war die Geschichte des Marxer Friedhofs beendet.


Mozartgrab
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Da es das Ziel Josephs war, die Toten von den Lebenden zu trennen, kam es auch so, dass es in den Anfangsjahren verboten war, richtige Gräber anzulegen oder sogar dem Leichenwagen zu folgen. So wurde 1791 Wolfgang Amadeus Mozart vermutlich auf dem Marxer Friedhof begraben.

So ist die Stelle, wo Mozart begraben ist, heute nicht mehr ganz exakt bestimmbar. Doch am höchsten Punkt des ansteigenden Friedhofes ist ein Grab mit einer Säule und einem trauernden Engel angelegt, das Mozart als Gedenkstätte dienen soll. Das Grab ist recht hübsch und auch immer schön bepflanzt. Und es ist mit Sicherheit eines der wenigen Gräber, das noch heute täglich besucht wird.

Gleichzeitig ist der Fakt, dass man die Stelle des Begräbnisses nicht exakt bestimmen konnte, Glück für den Marxer Friedhof. Als man nämlich den Zentralfriedhof anlegte, wollten die Wiener diesen nicht so recht annehmen. So exhumierte man Größen wie Beethoven, damit sie dort ihre letzte Ruhestätte finden. Das ging mit Mozart nicht, so dass sich bei den Musikergräbern am Zentralfriedhof nur ein Gedenkstein für Mozart befindet. Die wahren Gebeine sind aber noch immer auf dem Marxer Friedhof.


Was macht den Marxer Friedhof sehenswert?
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Sicher ist es nicht nur das Mozartgrab, was den Marxer Friedhof sehenswert macht. Meist ist hier auch nicht wirklich viel los, da sich die wenigsten Touristen bewusst sind und sich die Zeit nehmen, das Mozartgrab zu besuchen.

Für mich umgibt der Marxer Friedhof eine ganz seltsame Aura. Mit heute noch gut 5000 erhaltenen Gräbern, die alle aus einer Zeit von vor mehr als 100 Jahren stammen, strahlt der Friedhof eine seltsame Ruhe aus. Gleich am Anfang wird man darauf hingewiesen, dass man nicht auf die Gräber treten soll, da viele auch Einsturzgefährdet sind. Und so ist es auch. Viele der Gräber sind natürlich heute restauriert, aber dennoch, bei genauerem Hinsehen sieht man viele bröckelige Gräber und vor allem weiter hinten in den Reihen auch Grabsteine, die umgefallen sind. Dennoch wird dieser Friedhof erhalten. Und das fasziniert mich.

Auch wenn man sich sowohl die restaurierten als auch die nicht restaurierten Gräber anschaut, sieht man welche unglaubliche Kultur dahinter steckt. Teils steht die halbe Lebensgeschichte auf den Gräbern. Auf jedem zweiten Grab war jemand beruflich mit der k. u. k. Monarchie verbunden - vom Rittmeister bis hin zum Modelieferanten.


Fazit
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Wenn man mal länger in Wien ist, sollte man den Marxer Friedhof nicht auslassen. Er ist einfach traumhaft schön, strahlt trotz der nahen Tangente (Autobahn) eine Ruhe aus. Mich berühren immer die Geschichten, die auf den Grabsteinen erzählt werden. Die Grabinschriften, die alten Gräber, ich bin immer völlig fasziniert. Besonders schön ist es hier übrigens zur Fliederblüte, da duftet der ganze Friedhof und alles leuchtet.

Und spannend finde ich auch die Wiener, die hier herkommen zum Zeitung lesen oder sogar zum joggen. Sowas gäb es bei uns in Deutschland nicht. Wobei, wenn man ganz ehrlich ist, bei uns in Deutschland wäre dieser wunderschöne Friedhof so wahrscheinlich heute nicht mehr zu sehen.

Von mir gibt es klare 5 Sterne!

In diesem Sinne

Eure Anke


Impressionen

Mozartgrab












Un Tschüss - Mein persönlicher Liebling!







Samstag, 13. April 2013

Zentralfriedhof - sterben in Wien


Hallo Leute!

Heute gibt es einen weiteren Bericht aus meinem neuen zu Hause...

Wien Zentralfriedhof
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Lage
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Der Zentralfriedhof ist am besten mit der Straßenbahn 6 oder 71 zu erreichen - Haltestellen Zentralfriedhof Tor 1, 2 und 3. Er liegt draußen in Simmering.

Geschichte
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Errichtet wurde der Zentralfriedhof 1871 bis 74 nachdem die 5 communalen Friedhöfe zu klein wurden. Er ist der zweitgrößte Friedhof Europas mit insgesamt über 3 Millionen Toten, die dort begraben wurden.

Prominente Gräber
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Die meisten Prominentengräber sind vor der Borromäus-Kirche unter den Ehrengräbern. Dort findet man auch die Bundespräsidentengruft wo insgesamt 6 österreichische Bundespräsidenten und deren Frauen begraben sind. 

Die prominenteste Grabstelle gehört sicher Ludwig van Beethoven. Er ist im Musikerhain unter anderem mit Hayden, Strauß und Schubert.

Auch unzählige Schauspieler sind unter den Ehrengräbern. Unter anderem hat mich das Grab von Theo Lingen (Der Direktor aus Pepe Paukerschreck und somit Idol meiner Kindheit) überrascht.

Auch Falco, der bekannte österreichische Musiker liegt - auch wenn ich ihn noch nicht gefunden habe - dort begraben.


Tiere
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Es ist wirklich irre, was man auf dem Friedhof für Tiere findet. Besonders im Bereich des alten jüdischen Friedhofs haben wir nicht nur mehrere Rehe gesehen, sondern auch einen Fasan, eine Katze und mehrere Enten angetroffen. Alles streunert dort herum, besonders im Bereich zwischen den Toren 1 und 2 wo die älteren Gräber liegen.



Konfessionelle Begräbnisstätten
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Auf dem Wiener Friedhof gibt es mehrere konfessionelle Regionen: Neben zwei jüdischen (alt und neu) und einer protestantischen Sektion gibt es mehrere orthodoxe, eine islamische und sogar eine buddhistische Sektion. Das finde ich super interessant, besonders weil man mehrere Beerdigungskulturen direkt nebeneinander sehen kann. Neben den traditionell mit weißen Kieseln belegten jüdischen Gräbern sieht man direkt buddhistische Gebetsfahnen usw.




Gedenkstätten
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Man findet dort auch mehrere Gedenkstätten für Opfer der KZs und der Nazidiktatur, mehrere Kriegsgräbersektionen (russisch, italienisch, rumänisch u.s.w.), eine Gedenkstätte für die Opfer der Revolution von 1848 und es gibt eine Gedenkstätte für alle Körperspender der Wiener Anatomie.


Fazit
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Der Wiener Zentralfriedhof hat mich als Sehenswürdigkeit zunächst verwundert, da ich immer dachte, Friedhöfe sind gruselig. Hier jedoch kann man stundenlang flanieren, merkwürdige Grabstätten entdecken, die vermutlich teils weit mehr als ein Einfamilienhaus gekostet haben. 

Wir waren sogar schon zweimal dort und haben dennoch bei weitem nicht alles gesehen. Und, was ich vor allem spannend finde, man hat dort wirklich Ruhe. Obwohl viele Leute gerade bei den Ehrengräbern rumlaufen, fühlt man sich nie so, als wäre man beispielsweise am Stephansdom. Dort findet man seine Ruhe. Und dieser Friedhof strahlt wirklich etwas aus, riesig wie er ist, man entdeckt immer etwas Neues.

Also mein absoluter Ratschlag - Fahrt dort hin...!

In diesem Sinne

Eure Anke