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Sonntag, 20. März 2016

{Alsergrund - Cocktailbar - Kreativ} Da schwimmt was in meinem Glas

Hallo Leute!

Immer mal wieder einen guten Cocktail - das kann man sich schon genehmigen, gerade wenn man in einer Stadt mit sovielen tollen Cocktailbars lebt. Eine davon, die leider viel zu weit weg von meiner Wohnung ist, stelle ich euch heute vor..

The Sign
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Lage
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Die Cocktailbar ist in der Liechtensteinstraße 104-106 unweit der Endstation der Straßenbahnlinie 33 und der U6 Station Nussdorfer Straße im 9. Wiener Gemeindebezirk.


Öffnungszeiten
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Die Bar ist täglich ab 18 Uhr geöffnet (ohne Ruhetag).


Zur Bar
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Schon beim reinkommen versprüht die Bar trotz ihrer rund 150 Sitzplätze einen sehr modernen aber gemütlichen Chic - und hier steht der Chef Kan Zuo noch persönlich hinter der wahnsinnig großen Theke und mixt was das Zeug hält. Und dabei ist er mehrfach ausgezeichnet - wiederholt hat etwa das Falstaff Magazin die Bar als "Beste Bar Österreichs" ausgezeichnet.

Die Getränkekarte ist ein halbes Buch - kennt man ja von Cocktailbars - aber die üblichen Caipirinha nimmt hier kaum jemand, stehen schließlich so kreative Kreationen wie der Fish-a-Tonic (wer Nemo immernoch sucht, sollte diesen Drink bestellen) oder einen super leckeren Drink mit Avocado und Tequilla. Außergewöhnlich ist meist auch das Glas - so wird zum Beispiel der "Suck my titties" Mojito in der Nuckelflasche serviert - muss man mögen, ich fands ganz lustig.

Diese Kreationen haben allerdings auch ihren Preis - ab 12€ muss man schon für einen Cocktail rechnen. Zu Essen werden nur kleinere Snacks angeboten - reicht aber absolut, ist ja kein Restaurant.

                                              

Service
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Der Service ist super aufmerksam und man hat auch bei vollem Laden seinen Cocktail wirklich schnell auf dem Tisch - und dabei wirkte die Dame, die uns bediente super entspannt und freundlich - perfekt für einen gemütlichen Abend.

Auch den Mixern (sind natürlich bei voller Bude mehr als nur Kan) kann man zusehen und spürt, dass sie Spaß bei der Arbeit haben.


Fazit
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Genug von der immer gleichen Cocktailkarte? Auf Besuch in Wien? Da lohnt sich der Weg in den 9. Bezirk wirklich - genial kreative Kreationen, die - so war der Tenor - nicht nur gut aussehen sondern auch wirklich lecker schmecken.

Allerdings muss man sich als Besucher ein bisschen auf das Konzept einlassen - wie gesagt, ein Cocktail in der Nuckelflasche oder mit einem Kunststofffisch drin ist sicherlich nicht jedermanns Sache, genausowenig wie Tequilla mit Avocado - man muss halt einfach probieren.

Aber genau das hebt den Laden von so vielen Cocktailbars in Wien ab und genau das macht den Laden so erfolgreich...

Leider ist er auf der anderen Seite der Stadt, sonst würde ich sicherlich häufiger vorbeischauen - denn es gibt noch so viele Kreationen zu probieren.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 7. März 2016

{Alsergrund - Ungewöhnliche Orte - Museum} Hier tanzten einst die Narren

Hallo Leute!

Wien ist seit jeher eine Medizinstadt - nicht erst, seit die riesigen Bauten des neuen AKH die Stadt dominieren. Besonders Kaiser Joseph II. tat sich hier hervor - unter anderem ließ er die erste Psychatrie Europas bauen. Die war im sogenannten Narrenturm untergebracht...

Pathologisch-anatomische Sammlung im Narrenturm
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Lage
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Der Narrenturm ist in der Spitalgasse im 9. Gemeindebezirk Alsergrund. Wohl am einfachsten gelangt man mit der Tram 5 oder 33 (Station Sensengasse) dorthin - von dort sind es noch etwa 300 m zu Fuß. Aber Achtung, der Turm liegt etwas versteckt in einem Hof - von der Spitalgasse geht man einen kleinen Pfad hinauf und sieht den Turm erst oben.


Öffnungszeiten, Eintrittspreise
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Mo.     Geschlossen    
Di.     Geschlossen    
Mi.     10:00 - 18:00    
Do.     10:00 - 13:00    
Fr.     Geschlossen    
Sa.     10:00 - 13:00    
So.     Geschlossen    

Der Eintritt in die Sammlung im Erdgeschoss beträgt 2€, die wesentlich spannendere Schausammlung kann man ausschließlich mit Führung besichtigen. Die Führungen beginnen zu jeder vollen Stunde und kosten 6€. Durchgeführt werden sie von jungen, durchaus motiviert wirkenden Medizinstudenten. Der junge Mann, der uns führte, tat das mit einer wirklich ehrlich wirkenden Begeisterung.


Geschichte
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Das Gebäude wurde 1784 unter Kaiser Joseph II. als erstes Krankenhaus für psychische Erkrankungen der Welt errichtet. Zu damaligen Zeiten wurden psychische Erkrankungen nicht als Erkrankungen anerkannt, die Erkrankten zum Teil sogar auf Jahrmärkten ausgestellt.

Der Narrenturm wurde als Rundbau von Josef Gerl errichtet und auf dem Dach war das sogenannte Oktogon als Wohnung für Joseph II. errichtet worden (was allerdings später aufgrund des maroden Unterbaus abgerissen werden musste).

Schon 10 Jahre nach Fertigstellung galt der Bau allerdings schon als überholt und wurde nur bis 1866 mit Patienten belegt - bis zu 280 Patienten hatten hier Platz, wobei im Obergeschoss die schweren Fälle, im Erdgeschoss die eher leichten Fälle behandelt wurden. Witzigerweise versuchten die Bürger damals, an der Fassade hinaufzuklettern, um aus Schaulust die schweren Fälle zu sehen, weshalb man irgendwann den unteren Teil der Fassade verputzt. Spuren davon sieht man noch (siehe Foto).


Ausstellung
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Mit 50000 Exponaten beherbergt der Narrenturm die größte pathologisch-anatomische Sammlung der Welt - natürlich kann man sich bei der einstündigen Führung nicht alles anschauen. Die Sammlung befindet sich seit 1971 im Narrenturm, geht aber schon auf das Jahr 1796 zurück und wurde von Kaiser Franz II. (I.) gegründet.

Die eigentlich spannenden Präparate sind nur mit fachkundiger Führung zugänglich, was aufgrund der Fülle der Ausstellung auch meiner Meinung nach wichtig ist, denn nicht jedes Präparat wird ausführlich erläutert.

Die Ausstellung an sich ist nichts für schwache Nerven, man sieht zahlreiche Präparate, die als Wachsabgüsse von echten Erkrankungen erstellt wurden - darunter schwerste Hautkrankheiten, Pestbeulen und ähnliches. Allerdings werden auch echte Schädel etwa von Mord- und Unfallopfern ausgestellt - etwa einem Mann, dessen Kumpel 8x ihm mit dem Eispickel auf den Schädel geschlagen hat oder auch ein Schädel eines Mannes, der einen Huftritt abbekommen hat. Auch werden fehlgebildete Föten gezeigt, darunter Skelette von siamesischen Zwillingen, in Alkohol eingelegte Zyklopen und ähnliche "Schwebewesen".

Sehr spannend fand ich den Schädel eines Patienten mit einer Stoffwechselerkrankung, bei dem zu viel Knochen gebildet wird. Die Schädeldecke war etwa daumendick. Spannend war auch die Lunge eines Tuberkulosepatienten, die Spuren einer Therapieform aufweist, bei der man versuchte, entstehende Löcher mit Wachs auszugießen, was natürlich nicht geklappt hat.

Durch die Ausstellung im Erdgeschoss kann man alleine gehen. Hier sieht man zunächst einiges zum Thema "Ansteckung". Auch hier sieht man wieder einige Modellagen von verschiedenen Hauterkrankungen. In weiteren Zellen sieht man z.B. eine alte Zahnarztpraxis und ein Alchemistenlabor. Unter anderen sieht man hier auch einen echten, doch recht großen Bezoar.


Fazit
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Ich hatte mir einen Gang in den Narrenturm schon sicher seit 2 Jahren vorgenommen - und am Samstag hat es endlich geklappt. Und ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt.

Schon das Gebäude an sich ist ungemein spannend mit den vielen kleinen Zellen und dem engen Rundgang - jede der Krankenzimmer hatte ein Fenster, durch das Tageslicht fiel und durch das man ins Grüne schaun konnte - da ist man ja fast schon pfleglich umgegangen mit den Geisteskranken.

Die Sammlung ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer vor allem bei Hauterkrankungen ein bisschen empfindlich ist, sollte sich den Gang wohl eher nicht antun, wer aber medizinisch und medizingeschichtlich interessiert ist, wird sich im Narrenturm wie im Paradies fühlen - ich jedenfalls fand es großartig. Wir haben dort einen sehr lehrreichen Samstag Vormittag verbracht.

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Wer Fotos von innen erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Die Präparate gehen ja größtenteils auf schwere Erkrankungen zurück, zum Teil sind echte Leichen und Leichenteile im Spiel - Fotografieren ist dort daher strengstens verboten!

Freitag, 5. Februar 2016

{Restaurant - Pizza - Alsergrund} Gehyped - für mich nur Durchschnitt



Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder eine Pizzeria vor. Die Riva wird zwar ordentlich gehyped - ich fand sie okay...

Pizza Riva
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Lage
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Die Pizzeria Riva hat im Prinzip 2 Filialen. Zum einen nimmt sie einen großen Teil der Summerstage ein - hier präsentieren sich im Sommer einige Lokale auf einer offenen Fläche an der Rossauer Lände und damit direkt am Donaukanal.

Wir waren allerdings in der nahe gelegenen Winterversion - das Restaurant liegt hinter der Rossauer Kaserne in der Türkenstraße Ecke Schlickgasse.

Zu einer Reservierung ist unbedingt geraten, das Lokal war unter der Woche am Abend bis zum letzten Platz besetzt.

Reservieren kann man unter +43 (0)1 310 20 88 oder unter office@pizzariva.at.



 Ambiente
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Das Lokal ist sehr modern eingerichtet. Direkt beim Eingang sieht man den großen Steinofen, in dem die Pizzen zubereitet werden. Außerdem gibt es eine schicke Bar.

Dadurch, dass es relativ voll war, war es allerdings auch relativ laut. Positiv allerdings war, dass wir auch zu 7. gut an dem Tisch sitzen konnten. Es gab ausreichend Platz, was leider auch nicht überall in Wien selbstverständlich ist.


Service
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Anfangs waren wir wenig begeistert. Wir kamen rein, waren 2 Leute weniger als angemeldet. Der Kellner rannte wortlos weg um den Tisch erstmal zu trennen. Wir fühlten uns ein wenig stehengelassen.

Der Service am Tisch war dann allerdings sehr unaufdringlich und freundlich - die Dame war sehr ruhig und freundlich - auch Englisch war überhaupt kein Problem (wir waren mit einer Italienerin, 2 Indern und einer Iranerin unterwegs).

Auch Essen und Getränke kamen zügig und auf den Punkt.


Essen und Getränke
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Nun, das Getränkeangebot war normal - Bier, Antialkoholisches - auch das Weinangebot war zufriedenstellend.

In Sachen Essen war ich dagegen weniger begeistert - ich hatte mich bei einem Italiener irgendwie auf Pasta gefreut. Die fehlte auf der Karte vollständig. Okay, es heißt ja auch "Pizza Riva". Dafür gibt es Pizza in rot (also klassisch mit Tomatensauce) und in weiß (mit Sahne als Grundlage).

Ich entschied mich für die "O Sole Mio" mit Schinken und Mais. Die war okay, ein kleines bisschen zu salzig und vor allem war der Rand sehr, sehr dick (bei allen Pizzen am Tisch).


Fazit
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Nun, irgendwie war irgendwie fast jeder, den ich kenne, schonmal im Riva - viele waren begeistert. Ich war eher weniger angetan.

Die Pizza war meiner Meinung nach etwas zu salzig und der mächtige Rand war für mich einfach zu viel - der Rand war zwar knusprig aber auch recht trocken und an einer Stelle auch ein bisschen angekokelt. Und noch dazu hatte ich mich auf ne gute Pasta gefreut... Kann man bei nem Italiener auch eigentlich erwarten...

Die Pizzeria ist für mich eher durchschnittlich in Wien - es gibt bessere...

In diesem Sinne

Eure Anke