Donnerstag, 5. September 2013

Und es gibt so viel zu gucken...

Hallo Leute!

Heute war ich für euch mal wieder in einem klassischen Wiener Kaffeehaus. Darüber gibt es heute einen Bericht für euch...

Cafe Central
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Lage
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Das Cafe Central liegt im Bereich der U-Bahnstation Herrengasse und damit mitten im 1. Bezirk. Mit dem Auto dorthin zu gelangen, ist schwierig. Am Besten fährt man wohl mit der U3 (Herrengasse).

Das Gebäude ist Teil des Palais Ferstel.
Außenansicht des Cafe Central



Geschichte
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Das Cafe Central wurde bereits 1876 eröffnet. Zu seinen Stammgästen gehörten unter anderem Hugo von Hofmannstal und der Architekt Adolf Loos.


Ambiente
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Das Cafe Central ist relativ hell, im Vergleich etwa zum Cafe Hawelka und nicht ganz so intensiv besucht wie der Konkurrent am Graben. Dafür wirkt das ganze erheblich neuer und sauberer und wirkt dadurch wesentlich edler. Vor der Tür ist bei gutem Wetter ein kleiner Gastgarten, der ganz nett ist, zumal sich der Autoverkehr in dem Bereich in Grenzen hält.

Kommt man rein, steht man erstmal vor der riesigen Kuchentheke, in die ich ja am Liebsten gleich reingebissen hätte. Neben den traditionellen Wiener Gebäcksorten (Sachertorte und Apfelstrudel) gibt es wirklich alles mögliche, von Sahnetorten bis hin zu Obstböden.

Die Tische an sich sind so, wie man das aus dem Kaffeehaus kennt. Man hat kleine Marmortische und die traditionellen Kaffeehausstühle. Außerdem gibt es viele Kronleuchter.




Freundlichkeit
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Für ein Wiener Kaffeehaus sind die Ober wirklich super freundlich und fix. Normalerweise hört man immer wieder "komme gleich". Ich hatte, obwohl fast alle Tische belegt waren, meinen kleinen Braunen nach 7 min. Ich wurde gleich gefragt, ob ich denn noch eine Torte haben will oder einen Strudel. Auch die Rechnung kam relativ schnell.



Sauberkeit
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Das Kaffeehaus war supersauber und gepflegt.


Fazit
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Das Kaffeehaus ist wirklich genial. Ich liebe es, ins Kaffeehaus zu gehen und einfach nur zu gucken. Ich finde das Central wirklich toll, da es im Vergleich etwa zum Hawelka ein viel gemischteres Publikum hat. Neben Touristen mit ihren Kameras laufen hier auch die aufgestylten Damen der High Society Wiens rum. Alleine schon das ganze Ambiente ist einfach genial.

Das Cafe Central ist, obwohl es auch Speisen wie etwa Wiener Schnitzel, gibt, das was man sich unter einem Kaffeehaus so vorstellt. Weiter hinten hängen Bilder von der Kaiserin und dem Kaiser an der Wand.

Die Preise sind im oberen Durchschnitt. 2,80€ für den kleinen Braunen (in etwa ein Mocca mit Milch für die Fremdsprachler) ist absolut in Ordnung. Dafür darf man sich ja dann auch stundenlang hinsetzen und einfach nur gucken. Mich fasziniert es ja alleine schon, die Ober zu beobachten. Geschmacklich ist der Kaffee in Wiener Kaffeehaus eh immer super. Der kleine Braune ist relativ stark und sehr intensiv im Geschmack.
Kuchentheke - Mmmmmmmmmmmmmmh

Kleiner Brauner


Ich mag das Central sehr, unter einer Stunde geh ich da eigentlich niemals raus, einfach schon, weil es da so viel zu gucken gibt und weil es nicht ganz so überlaufen ist wie das Hawelka. Allerdings muss ich mich immer Arg beherrschen, dass ich die Kuchentheke nicht einfach leere. Und wenn es langweilig wird, liegen auch hier natürlich Tageszeitungen aller Art aus. Für mich ein sehr empfehlenswertes Haus...

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 4. September 2013

Wien erlesen: Ein Heimatbuch

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch mal wieder ein Buch über meine Wahlheimat Wien vorstellen...

Wien - Im Beisl Ihrer Majestät - Ein Heimatbuch
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Autoren
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Die beiden Autoren stammen aus Graz, sind aber als sogenannte Restösterreicher nach Wien "eingewandert". Sie schreiben die einzelnen, unabhängigen Kapitel jeweils einzeln.


Inhalt
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Das Buch betrachtet Wien in allen Facetten. Die Autoren informieren im Prinzip über alles, was man vor allem als Neuwiener wissen muss - beginnend mit dem Autofahren in Wien über die Wiener und das Zusammenleben mit den Wienern (der Wiener grüßt z.B. generell nicht) über den Besuch beim Würstelstand und im Kaffeehaus.

Man lernt vor allem als Neuwiener die wichtigsten Begriffe kennen und man lernt auch ein bisschen das Verhalten der Wiener einzuschätzen, bei denen man manchmal denkt, man hätte was falschgemacht.

Immer zeigen sich die beiden Neuwiener als Begeistert.


Fazit
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Geschrieben wurde viel über Wien. Besonders scheint sich jeder Comedian dazu berufen zu fühlen, etwas über Wien zu schreiben. Das tun diese beiden Autoren, obwohl sie Kabarettisten sind, nicht. Insgesamt ist das Buch beispielsweise keineswegs fiktiv. Alles ist so, wie es in Wien eben ist. Es wird kein Piefke hinzugedichtet, sondern beispielsweise der erste Besuch im Prater ist genau so, wie man es erlebt. Man bekommt den Hinweis, auf der Hauptallee gut joggen zu können und fragt sich erstmal, wie man im Vergnügungspark joggen soll. Dann erst merkt man, dass der Prater mehr als doppelt so groß ist wie der Central Park und das Riesenrad nur ein kleiner Bruchteil des ganzen ist.

Ich finde alleine schon den Aufbau der Kapitel absolut genial. Der Autor schreibt zunächst eine kleine Episode, etwa wie der Mythos Sisi für ihn zerstört wurde. Dann aber kommt eine Art kleines Heimatlexikon ("Lainzer Tiergarten" oder "Hermesvilla"). Und dann kommen wichtige Daten, die man zum Museumsbesuch braucht, Öffnungszeiten und Eintrittspreise. Oder es gibt Telefonnummern von Taxizentralen und Adressen von den besten Würstelständen.

Das Buch liefert alles, was man als Neuwiener so wissen sollte. Die Autoren begehen Fehler, die man als Zugezogener vermeiden kann. Es gibt Adressen. Und all das auf keineswegs blöde und klischeehafte Art und Weise, sondern eigentlich nur amüsant. Ich lebe seit mehr als 1 Jahr in Wien und fühlte mich in zahlreichen Szenen an mich in den ersten Monaten erinnert.

Das Buch ist informativ und witzig, vor allem, wenn man mit dem Gedanken spielt, nach Wien zu ziehen oder wenn man eine ganz besondere Beziehung zu dieser schönen Stadt hat.

In diesem Sinne

Eure Anke


Mein Eindruck
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Dienstag, 3. September 2013

Donaurundfahrt - Nicht sonderlich spannend...

Hallo Leute!

Heute gibt es mal wieder einen neuen Bericht aus meiner Wahlheimat. Nachdem am vergangenen Wochenende die Oma zu Besuch war, haben wir ein paar "seniorengerechte" Touren gemacht. Unter anderem waren wir auf der Donau unterwegs.


Große Donaurundfahrt
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Einstiegsmöglichkeiten
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Es gibt insgesamt 3 Zustiegsmöglichkeiten: An der Schiffstation am Schwedenplatz, an der Donaumarina und direkt bei der Reichsbrücke.


Preise
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Es gibt die Möglichkeit, eine ganze oder eine halbe Runde mitzufahren. Die Preise für die halbe Runde sind wiefolgt:

Schwedenplatz - Marina Wien      1 Stunde              € 19,-
 Schwedenplatz - Reichsbrücke      2 Stunden      € 19,-
 Marina Wien - Reichsbrücke      15 Minuten      € 19,-
 Marina Wien - Schwedenplatz      1,5 Stunden      € 19,-
 Reichsbrücke - Schwedenplatz      1,5 Stunden      € 19,-


Der Preis für die ganze Runde liegt bei 25€. Das gilt auch, wenn man von der Reichsbrücke zur Marina Wien fährt.


Abfahrtszeiten
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A      30.03. - 19.04.2013      täglich          -        täglich          -                  -
A      20.04. - 08.05.2013      täglich      täglich      täglich      täglich          -
A      09.05. - 15.09.2013      täglich      täglich      täglich      täglich      täglich
A      16.09. - 29.09.2013      täglich      täglich      täglich      täglich          -
A      30.09. - 27.10.2013      täglich          -        täglich          -               -
Schwedenplatz               10:30      11:30      14:00      15:00      16:00
 Schleuse Freudenau                 |                 |             |         |         |
 Marina Wien                      12:10      13:10      15:40      16:40      17:40
 Reichsbrücke                      12:25      13:25      15:55      16:55      17:55


B      30.03. - 19.04.2013      täglich          -              täglich         -                 -
B      20.04. - 08.05.2013      täglich      täglich      täglich      täglich         -
B      09.05. - 15.09.2013      täglich      täglich      täglich      täglich      täglich
B      16.09. - 29.09.2013      täglich      täglich      täglich      täglich         -
B      30.09. - 27.10.2013      täglich          -       täglich         -               -
 Reichsbrücke                      12:30      13:30      16:00      17:00      18:00
 Schleuse Nußdorf                 |                  |            |                  |            |
 Schwedenplatz              13:50      14:50      17:20      18:20      19:20


A bzw. B sind jeweils die halbe Runde. Zum Preis von 25€ fährt man die Strecke A+B.


Unsere Tour
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Wir begannen die Tour bei TOP Wetter, allerdings auch bei starkem Wind um 14 Uhr am Schwedenplatz. Da ich mich vorher für den Wien-Club (www.clubwien.at) kostenlos registriert hatte, gab es 20% Rabatt. Beim Kauf der Tickets erfuhr ich jedoch, dass man 2€ pro Person Treibstoffzuschlag zahlen muss. Da habe ich irgendwie gedacht, dass man die Tickets auch einfach hätte teurer machen können. Irgendwie merkwürdig. Die Tickets habe ich 2 Stunden vorher bei der Service-Station am Schwedenplatz gekauft.

Einstieg war etwa 10 Minuten verspätet. Da waren dann gleich 2 Schiffe, die bereit standen. Eines machte nur die Kanalrundfahrt, das andere machte die große Runde. Ich fand das ein bisschen unkoordiniert, da man eine halbe Stunde später die Anlegestellen leer hatte, so dass die Schiffe auch zeitversetzt hätten ablegen können. Da wäre die Menschenmenge kleiner gewesen.

Dann begann die Fahrt in Richtung Urania, entlang des Donaukanals, den Prater zur linken, den 3. und den 11. Bezirk zur rechten Seite. An der Schleuße Freudenau war dann etwas warten angesagt, da hier, am Wasserkraftwerk, eine Höhe von 8 Metern überwunden werden muss. Das dauerte etwa 20 Minuten. An der Donau ging es dann vorbei an der ersten buddhistischen Pagode Österreichs in Richtung Marina Wien. Dort stand dann der erste Stop an.

Was ich sehr schade fand: Draußen gab es kaum Plätze, so dass wir im stickigen Innenraum saßen. Das war zwar nett, weil man zu beiden Seiten etwas sehen konnte, aber bei 27 Grad im Schatten könnte so ein Glaskasten schonmal klimatisiert sein. Der Preis für Essen und Getränke war in Ordnung. Für eine Portion Pommes, einen Apfelstrudel und 4 Getränke habe ich 18€ gezahlt. Wenn man aber bedenkt, dass wir schon 88€ für die Fahrt an sich gezahlt haben, da hätte ruhig ein Getränk dabei sein können.

Ab der Marina hatten wir dann einen Platz auf dem Deck. Ab hier ging es dann vorbei am Ernst-Happel-Stadion in Richtung Reichsbrücke. Hier sieht man die niedlichen Hausboote, die am Ufer der Donauinsel festliegen. Auf Höhe der Reichsbrücke passiert man die Uno-City und die Jubiläumskirche. Hier erfolgt dann noch ein weiterer Stop. Weiter oben kommt man dann an einem großen Schulschiff vorbei und biegt dann am Fuße des Leopoldsbergs wieder zurück auf den Donaukanal. Hier geht es durch die Nussdorfer Schleuße nach unten. Dann, vorbei an der Hundertwasser-Müllverbrennungsanlage in Spittelau wieder zurück zum Schwedenplatz.

Die Toiletten sind übrigens halbwegs sauber, eben so, wie man es bei großen Menschenmengen erwarten kann.



Fazit
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Diese Tour ist für Senioren ganz interessant, gehört aber definitiv NICHT zum Pflichtprogramm in Wien. Die Tour ist völlig überteuert, das Schiff wirkt total schrammelig, obwohl es laut Datenblatt erst im April in Dienst genommen wurde. Und wirklich viel sehen kann man auf der Tour auch nicht. Ich denke, die Erfahrung, durch die beiden Schleußen zu fahren, ist zwar ganz nett, auch die Stadt mal vom Wasser aus zu sehen, ist auch nett, aber eben nicht mehr. Das einzige, was ich vorher noch nicht gesehen hatte, war die Pagode. Und das ist jetzt auch nicht sooooooooooooooooooooo spannend. Am Kanal gibt es einige nette Örtlichkeiten, aber auch das ist jetzt nicht so unendlich spektakulär.

Ich fand die Tour insgesamt eher anstrengend, den ersten Teil saßen wir im stickigen Glaskasten, in dem die Luft förmlich stand. Das war ziemlich eklig. Für unsere Seniorin wars ganz gut, draußen war es dann aber auch wieder zu zugig.

Alles in Allem ist die Tour teuer und man kann getrost drauf verzichten. Man kann sie mal machen, sie ist aber insgesamt eher langweilig. Das Schiff ist schrammlig, auch wenn es angeblich "neu" sein soll.

Und plötzlich 2€ pro Person Treibstoffzuschlag? Himmel, dann macht die Tickets doch einfach 2€ teurer, als die Leute dann so abzuziehen und erst am Ende zu sagen, dass es dann doch pro Person nochmal 2€ mehr kostet.

Wenn man in Wien mal einen Nachmittag zu viel Zeit hat und keine Ahnung hat, was man machen sollte, und zu viel Geld hat, kann man sich das mal anschauen, aber sonst fand ich sie eher fragwürdig. Für mich waren das 3,5 Stunden vertane Zeit...

In diesem Sinne

Eure Anke

Burg Kreuzenstein - Das Wandern ist des Wieners Lust (3)

Hallo Leute!

Auch außerhalb von Wien gibt es allerhand Sehenswertes. Eine nette Burg liegt in der Nähe von Kornneuburg. Es handelt sich dabei um die Burg Kreuzenstein, die wir im Sommer erwandert haben...


Burg Kreuzenstein
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Lage
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Die Burg Kreuzenstein liegt oberhalb des Ortes Leobendorf und ist ganz gut mit dem Auto zu erreichen. Die S-Bahn hält am Ortsrand, man sollte ca. 45 min Fussweg bis rauf zur Burg kalkulieren.

Wir sind mit unserer Wanderung schon in Langenzersdorf gestartet und dann entlang der Donau nach Kornneuburg und von dort über Leobendorf zur Burg und dann von dort aus zurück mit der S-Bahn. Das war eine sehr nette Wanderung.

Der Weg hinauf zur Burg war teils recht schmal und vom Regenwasser ausgespült. Da sollte man einigermaßen trittsicher sein und vielleicht auch nicht unbedingt mit den Flipflops wandern.


Geschichte
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Im 12. Jahrhundert von den Fornbachern gebaut, gelangte die Burg 1258 in den Besitz der Habsburger. Bis zum 30jährigen Krieg wurde die Burg nie erobert. Als die Schweden sie in Besitz nahmen und anschließend abzogen, wurde sie allerdings 1645 gesprengt und damit vollständig zerstört.

Die heutige Burg geht auf das Jahr 1874 durch die Grafen Wilczek zu einer mittelalterlichen Schauburg umgestaltet und wieder aufgebaut. Im 2. Weltkrieg wurden Teile der Burg schwer beschädigt und zahlreiche Kunstgegenstände geraubt.

Heute dient die Burg, als klassische mittelalterliche Burg, häufig als Filmkulisse für mittelalterliche Filme. Der bekannteste ist wohl Ken Folletts "Säulen der Erde" 2009.




Mein Eindruck
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Die Wanderung zu der Burg Kreuzenstein ist echt nett. Die Burg sieht von Außen auch echt beeindruckend aus mit ihren vielen Türmchen, eben eine mittelalterliche Burg, die in einem solch guten Zustand ja leider heute meist nur noch in Ruinenform zu sehen ist. Es gibt Zinnen, dicke Mauern und eine Zugbrücke, eben alles, was man sich aus einem Ritterfilm so erwartet.

Der kleine Beisl ist OK, halt sowas, wie man es bei einem solchen Wanderziel erwartet (Bier 3,20€, Schnitzel mit Pommes Preis weiß ich nicht mehr, aber OK).

Dann kommen die Geschichten, die einen aufregen. Die Burg an sich kann man innen nur mit Führungen besichtigen, die für Erwachsene schlappe 10€ kosten sollten. Wir kamen allerdings eh nicht in die Verlegenheit, uns entscheiden zu müssen, da die Räume aufgrund von Dreharbeiten (wie gesagt, die Burg ist beliebter Drehort von TV- und Kinoproduktionen) gesperrt war. Aber 10€ für eine 60 min Führung finde ich schon ein bisschen happig, zumal es ja nicht gerade Schönbrunn ist und man nicht gerade Exkalibur zu erwarten hat. Es gibt eben eine Rüst- eine Jagdkammer, eine Küche usw.

Zusätzlich gibt es noch zumindest Sonntags Greifvogelvorstellungen. Die sollte auch nochmal 8€ (4€ für Kinder) Eintritt kosten und man musste 1 Stunde warten. Daher haben wir uns auch da gegen entschieden, zumal wir solche Vorstellungen zu Genüge kennen und das ganze auch eher was für Kinder ist.

Die Burg an sich ist wirklich toll, man sieht sie bei klarem Wetter schon von Wien aus. Man hat ein tolles Ziel, was man ab Kornneuburg für die Wanderung anvisieren kann, da man diese riesige Festungsanlage wirklich schon von weitem sieht. Und von unten schaut sie auch wirklich beeindruckend aus. Und auch der Fernblick bis nach Wien hinein ist bei klarem Wetter einfach gigantisch!

Als wir dann oben waren, habe ich mich über die teils unverschämten Preise ein wenig geärgert. Gut, 8€ für eine Greifvogelvorstellung ist noch OK, aber 10€ für die Führung finde ich dann schon etwas viel, gerade wenn ich mir überlege, dass man als Familie mit 2 Kindern gleich mal mehr als 50€ für den Besuch los ist. Und nach dem mühevollen Aufstieg will man als Wanderer eben am Ende auch mal in die Burg schauen. Gleichzeitig ist dort aber auch nix so besonderes passiert (die vergleichbare, aber wesentlich ältere Wartburg kostet etwa 9€ Eintritt und da hat dann immerhin Luther die Bibel übersetzt). Hier hat man nur eine quasi mittelalterliche Burg aus dem 19. Jahrhundert. Ich fands ganz gut, dass an dem Tag eh keine Führungen stattfanden, sonst wäre ich wohl jetzt noch ein bisschen griesgrämiger...

Man kommt ohne Probleme mit dem Auto bis rauf. Der Wanderweg könnte ein wenig gepflegter sein, er ist gerade an steilen Stellen ausgewaschen und daher ist festes Schuhwerk nötig.

Der Ausflug ist wirklich schön, für den Wanderweg und für die Eintrittspreise gibt es aber je 1 Stern Abzug. Ich gebe dennoch meine Empfehlung.

In diesem Sinne

Eure Anke



Vorstellungszeiten und Eintrittspreise der Adlerwarte
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Einzelpersonen: € 8,-
Gruppen (ab 20 Personen) € 7,-
Saisonkarte Erwachsene € 32,-- (nur in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig)

Montag geschlossen (außer Feiertag)
Dienstag 11:00 und 15:00
Mittwoch 11:00 und 15:00
Donnerstag 11:00 und 15:00
Freitag 11:00 und 15:00
Samstag 11:00 und 15:00
Sonntag 11:00 und 14:00 und 16:00
alle Feiertage 11:00 und 14:00 und 16:00

www.adlerwarte-kreuzenstein.at

Wien erlesen... Ali will die Welt retten...

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal ein etwas ungewöhnlicheres Buch vor, welches in meiner Heimatstadt Wien spielt...


Mohr im Hemd
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Daten
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Titel: Mohr im Hemd oder Wie ich auszog, die Welt zu Retten
Autor: Martin Horvath
Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt
ISBN: 342104547X
Preis: 19,99€


Inhalt
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Ali ist 15 Jahre alt. Er lebt in einem Asylbewerberheim am Stadtrand von Wien. Er stammt aus Afrika, hat seine gesamte Familie verloren. Aber er versteht sich selbst nicht als Asylbewerber, sondern viel mehr als eine Art Anwalt der Menschen. Nach eigenen Angaben beherrscht er 40 Sprachen fließend und kann auch sonst alles, was das Leben so bietet.

Ali liebt es, Geschichten über die Menschen zu erfahren. So erzählt er uns in diesem Buch die Geschichten aller Leute, denen er im Asylbewerberheim begegnet. Besonders liegen ihm die UMFs am Herzen, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, zu denen er ja selbst gehört. Wöchentlich kommen neue dazu, andere werden abgeschoben. Eine menschliche Tragödie, die Ali nicht mehr hinnehmen will. Er wird somit zu einer Art Anwalt, der gegen diese Ungerechtigkeiten vorgehen will, wenn nötig mit Gewalt.


Leserschaft
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Das Buch ist lesenswert für Jugendliche (ich würde schätzen ab 14 Jahren) und Erwachsene.


Fazit
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Das Buch ist ziemlich außergewöhnlich. Nicht nur durch die Geschichte an sich. Man erfährt sehr viel über die tragischen Geschichten, die sich tagtäglich in Asylbewerberheimen abspielen, nicht nur in Wien sondern überall. Man erlebt einen 15 jährigen, der nicht nur seine Geschichte erzählt, sondern die Geschichte aller Menschen um ihn herum. Dabei ist er durchaus ein typischer 15jähriger. Er kann alles (wie gesagt, er beherrscht 40 Sprachen fließend), er verliebt sich NATÜRLICH in die wesentlich ältere Betreuerin, die natürlich auch extrem auf ihn steht, er beherrscht alles und er glaubt, die Welt retten zu können.

Das Buch lässt sich sehr angenehm lesen. Der Stil ist sehr flüssig und stolpert kaum. Man fühlt sich sehr schnell in die Person des Ali versetzt, der tagtäglich tragische, aber auch lustige Geschichten im Asylbewerberheim erlebt.

Ali erzählt uns die Geschichten seiner Mitasylbewerber aus einer gewissen Distanz, die ihn ein bisschen unwirklich wirken lassen. Gleichzeitig redet er mit einem gewissen Humor und Sprachwitz, was eben diesen dramatischen und teilweise wirklich grässlichen Geschichten ein bisschen den schrecken nimmt. Das stimmt sehr nachdenklich, ohne dass der Leser dabei die Distanz verliert. Dennoch wird man nachdenklich. Ich musste beim Lesen immer wieder absetzen, weil das ganze wirklich sehr bewegend ist...

Ich finde das Buch insgesamt sehr lesenswert. Mir gefällt die Mischung aus amüsantem - gerade in der ersten Hälfte des Buches muss man häufiger schmunzeln - und tragischen Geschichten, Abschiebungen und anderen dramatischen Geschichten, die sich täglich in einem Asylbewerberheim stattfinden. Das stimmt nachdenklich über Themen wie Asyl und Ausländer und über Geschichten, die einen Menschen dazu bewegen, dass man seine Heimat verlässt, weil man fliehen muss, vor Krieg oder Hunger. Ich mag solche Geschichten von schwerwiegenden Schicksalserzählungen Krieg und Hunger eigentlich gar nicht, weil ich abends am liebsten im Bett lese, diese Geschichte aber ist leichtfüßig und stimmt trotzdem sehr nachdenklich.



Mit Wien hat das ganze auf den ersten Blick wenig zu tun. Aber aufgrund des NR-Wahlkampf und der Kampagne der FPÖ ist das Thema hier wohl brisanter denn je...

Von mir gibt es 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Mohr im Hemd ist übrigens eine österreichische Desertspeise, die Ali sehr gerne mag. Es hat nix mit seiner Hautfarbe zu tun, es ist eigentlich ein sehr leckerer dunkler Schokoladenkuchen mit warmer Schokoladensoße

Montag, 2. September 2013

KHM-Jahreskarte: 7 Museen für 1 Jahr um nur 34€

Hallo Leute!

In meinem Blog möchte ich euch auch die eine oder andere Sparmöglichkeit in Wien vorstellen, Tipps, die auch nützlich sein können, wenn man länger in Wien ist, aber auch, wenn man als Tourist die Stadt besichtigen will... Eine davon ist die Jahreskarte vom Kunsthistorischen Museum...


KHM Jahreskarte
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Kosten
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Die Jahreskarte des Kunsthistorischen Museums kostet ab dem 19. Lebensjahr 34€ (davor ist der Eintritt in die Museen kostenlos). Man bekommt das Ticket bei allen Museen. Man benötigt einzig einen Lichtbildausweis, da das Ticket personalisiert wird und nicht übertragbar ist. Zusätzlich gibt es 2€ Rabatt für Jahreskartenbesitzer der Wiener Linien.


Gültigkeit
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Das Ticket ist ab der Ausstellung 1 Jahr gültig. Bei jedem Besuch benötigt man seinen Lichtbildausweis und kann jedes der 7 Museen so oft besichtigen, wie man möchte.

- Kunsthistorisches Museum (Maria-Theresien-Platz; Einzeleintritt 14€ in Kombi mit der Neuen Burg)
- Neue Burg (Heldenplatz)
- Kaiserliche Schatzkammer (in der Hofburg; Einzeleintritt 12€)
- Kaiserliche Wagenburg (in Schönbrunn; Einzeleintritt 6€)
- Weltmuseum (in der Neuen Burg; Einzeleintritt 8€)
- Österreichisches Theatermuseum (Palais Lobkowitz; Einzeleintritt 8€)
- Schloss Ambras Innsbruck (in Innsbruck; Einzeleintritt 10€)



Alle weiteren Infos über die Sammlung bekommt man online unter www.khm.at oder über die KHM-App.


Sparpotential
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Als absoluter Museumsfan ist das Sparpotential für mich extrem hoch. Ich war alleine schon 4x im Kunsthistorischen Museum, da dieses Museum so groß ist, dass man mit einem mal kaum hinkommt. Außerdem kann man mit diesem Ticket die ständig wechselnden Sonderausstellungen besuchen. Wenn man länger oder öfter in Wien ist, sollte man sich wirklich den Kauf dieses Tickets überlegen.

Jetzt, wo der Herbst wieder beginnt, werde ich definitiv die anderen Museen noch anschauen, was ich sicherlich auch ohne Jahreskarte getan hätte. Und wenn man dann insgesamt die Summe der Tickets berechnet, kommt man alleine bei den Wiener Museen auf 48€.

Ich bin sehr zufrieden. Im nächsten Jahr ist dann die Jahreskarte des Naturhistorischen Museums dran. Man muss ja alles mal probieren.

Von mir gibt es für die Jahreskarte des KHM definitiv 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

 

Sonntag, 1. September 2013

Eine Reise durch die Wiener Bezirke (21A): Stammersdorf

Hallo Leute!

Ich habe mein kleines Projekt ein bisschen verändert. Ursprünglich hatte ich mir ja vorgenommen, alle Wiener Bezirke mal besucht zu haben. Nun sind manche Bezirke, wie etwa Floridsdorf, so groß und so unterschiedlich, dass man das fast nicht in einen Bericht fassen kann. Daher werde ich einige Bezirke aufteilen. Die meisten Bezirke haben ja Unterbezirke. Daher war ich heute für euch im 21. Bezirk und zwar genau genommen im schönen Stammersdorf...


Stammersdorf
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Lage
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Stammerdorf liegt am nordwestlichen Stadtrand von Wien, am Südosthang des Bisamberges. Es ist damit am anderen Ufer der Donau wie der größte Teil von Wien. Am besten gelangt man mit der Straßenbahn 31 (Endhaltestelle) dorthin. Wobei ich aus eigener Erfahrung sagen kann - das dauert. Vom Schwedenplatz braucht man etwa 50 Minuten. Ankunft ist am Stammersdorfer Bahnhofsplatz...

Am alten Stammersdorfer Bahnhof kommt heute nur die Straßenbahn an


Architektur und Leute
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Die Gegend in Stammersdorf wird bestimmt durch den Weinbau, immerhin liegt es mitten in den Wiener Weinbergen. Daher wirkt das ganze etwas mehr wie ein Winzerort in der Pfalz als ein Stadtteil der österreichischen Hauptstadt.

Die Häuser sind niedrig und bunt. Oberhalb der Stadtkirche beginnen schon die Weinberge. Man geht an steilen Hängen vorbei, in denen teils die Weinkeller der Winzereien liegen. Diese sind teils sehr modern, teils aber auch ziemlich verfallen. Oben sieht man immer wieder die ersten Weinreben, die dann oberhalb von Stammersdorf beginnen und sowohl weiße und rote Trauben tragen.

Winzerhäuser in Stammersdorf

Stadtkirche in Stammersdorf

Winzerbetriebe in Stammersdorf
Verfallener Weinkeller





Heurigen
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Wien ist sehr bekannt für seine Heurigen. Das sind Saisonbetriebe, die meistens an eine Winzerei angeschlossen sind. Meistens am Dorfplatz sieht man eine Tafel, die anzeigt, welche Heurigen ausg`schteckt und somit geöffnet sind. Die erkennt man auch an einem Busch oberhalb des Eingangs.

In den Heurigen wird meistens sehr deftiges Essen und die "Heurigen" angeboten werden, also die Weine der Saison. Außerdem sind sie bekannt für ihren etwas rauhen Charme. Die Wände sind meistens holzvertäfelt und die Tische sind zwar oberflächlich sauber, aber die Möbel haben schon eine gewisse Patina. Das aber gehört zum Flair dazu.

In Wien gibt es 2 große Heurigenbezirke: Stammersdorf und Grinzing. Der Kenner aber geht lieber nach Stammersdorf. Grinzing, am Kahlenberg, liegt zwar näher an der Stadt (19. Bezirk), ist aber meistens touristisch sehr hoch frequentiert und all der "Charme" wird nach den Klischees (Küss die Haaaaand usw.) gestaltet.

In Stammersdorf findet man die "echten" Heurigen, die, wo man auch mal einen normalen "Wiener" antrifft.



ausg`schteckt is...

Heuriger geöffnet



Fazit
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Stammersdorf fasziniert mich immer aufs Neue, zumal dieser Ort mich überrascht. Auf der einen Seite erwartet man solch einen gemütlichen, kleinen Ort kaum hinter dem Ortsschild Wien. Gleichzeitig aber strahlt dieser Ort wie kein anderer die viel zitierte "Wiener Gmiatlichkeit" aus. Die Häuser wirken gemütlich, man hat mehr Einfamilienhäuser und Winzerbetriebe. Im Sommer befindet sich in jedem zweiten Haus ein Heuriger, der eine, den ich getestet habe (der Buschenschank) ist auch einfach ur-gmiatlich.

Was ich auch nicht wusste, als ich aus Deutschland herzog, dass es in Wien so viel Weinbau gibt. Von Stammersdorf aus führt ein ganz toller Wanderweg durch die endlosen Weinberge an den Hängen des Bisamberges, einfach faszinierend, über die Weinreben hinweg auf die Uno-City zu schauen.
In den Weinbergen von Stammersdorf

Wer die Zeit hat, sollte auf alle Fälle mal einen Tag in Stammersdorf verbringen, gerade weil dieser kleine Ort am Stadtrand von Wien zeigt, wie vielfältig diese wunderbare Stadt ist. Von hier geht der wunderbare Wanderweg (Stadtwanderweg 5) zum Magdalenenhof und durch die Weinberge. Wien hat viel zu bieten... Sogar seinen eigenen Wein...

In diesem Sinne

Eure Anke