Montag, 15. Februar 2016

{Innere Stadt - Kino - Nostalgiefeeling} Nostalgiekino

Hallo Leute!

Immer mehr Kinos werden von großen Ketten wie Cineplexx oder Cinestar übernommen oder vom Markt verdrängt. In Wien allerdings hat man das Glück, dass sich doch noch einige der Kinos von Einst halten konnten und sich großer Popularität erfreuen. Eines der bekanntesten davon stelle ich euch heute vor...

Gartenbaukino
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Lage
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Das Gartenbaukino liegt schon seit den 60er Jahren direkt an der Wiener Ringstraße im Abschnitt Parkring unweit der U3 Station Stubentor im Ersten Bezirk.



Geschichte
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Die Geschichte des Gartenbaukinos geht bereits auf das Jahr 1919 zurück und damit ist es das älteste Einzelsaalkino der Stadt. Es befindet sich im ehemaligen Ausstellungssaal der k.u.k Gartenbaugesellschaft, das dem Kino auch seinen Namen gab.

Im Jahr 1960 wurde das Kino vollständig neu errichtet und war das erste Kino, das über die Möglichkeit verfügte, 70 mm Filme abzuspielen (und das letzte Kino in Österreich, das auch heute diese Möglichkeit noch nutzt).

Das Kino ist eines der Hauptspielorte der Viennale und ist mit seinen 756 Sitzplätzen bis heute ein beliebtes Premierenkino. So feierte unter anderem Tom Cruise schon als Premierengast seinen Film Oblivion.



Mein Eindruck
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Unglaublich. Schon wenn man in den Vorsaal hineinkommt, denkt man, hier sei die Zeit stehengeblieben. Hier befindet sich vieles noch im Originalzustand, den der Architekt Kotas 1960 so geplant hatte. Auf den Damentoiletten ist zwar vieles alt, aber wenn man sich dann plötzlich einer Reihe nostalgisch beleuchteter Schminkspiegel gegenübersteht (ohne Waschbecken, die stehen extra), fühlt man sich ein bisschen wie in einer anderen Welt. Die Bar, an der es die Getränke gibt, bietet keine hochtechnisierte Zapfanlage, auch Popcorn kann man nur fertig kaufen. Recht teuer ists - die 0,5 Liter Flasche Cola kostete 3,10€ (allerdings Standard für Wiener Kinos). Dafür ist etwa die Auswahl an Bieren wesentlich größer als normal.



Der Kinosaal ist zunächst einmal für seine Größe auffällig flach, aber man kann auch in den hinteren Reihen gut sehen. Und natürlich springt einem gleich der leuchtend rote Theatervorhang ins Auge.

Die Sitze kamen mir nach 168 Minuten doch recht unbequem vor. Das lag allerdings nicht am Abstand zum Vordermann sondern mehr an dem zum Nachbarn. Dafür hatte man aber das nostalgische Feeling, den neuen Tarrantino in 70 mm (anscheinend wurde der Projektor nach mehr als 20 Jahren extra dafür wieder in Betrieb genommen), zu sehen. Gut, riesig war der Unterschied jetzt nicht, aber wo gibt es schon noch analoges Kino?

Ganz nett finde ich, dass das Programm des Gartenbaukinos weit über den Blockbusterstandard hinausgeht - es gibt zahlreiche Sonderveranstaltungen (demnächst ist wieder Oscarnacht oder auch die Viennale). Dazu kommt, dass eben mehr Programmkinofilme gezeigt werden, Dokumentationen über den Syrienkrieg etc. Alles Sachen, die auf dem Kino auf dem Land selten zu sehen sind. Genauso gibt es demnächst Filme wie Lawrence von Arabien usw.


Fazit
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Kino wie zu den Jugendzeiten der Eltern? Sowas kann man im Wiener Gartenbaukino erleben - analoge Filme, analoges Ambiente (ich sag nur Schminktischchen) haben nur wenig mit den großen Blockbusterkinoketten zu tun.

Das Gartenbaukino ist bestens geeignet für eine kleine Zeitreise. Wenn die Sitze noch etwas bequemer wären, wären das für mich eindeutige 5 Sterne. So gibts leider nur 4.

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 6. Februar 2016

{Wieden - Kaffeehaus} Wie bei der Oma...


Hallo Leute!

Kaffeehäuser sind in Wien Kult. Und in letzter Zeit gibt es immer mehr Konzepte, die diese Tradition erneuern - mehr oder weniger erfolgreich... Ein ganz Besonderes dieser Cafés habe ich für euch besucht.

Vollpension
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Lage
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Das Vollpension liegt im Herzen des Wiener Freihausviertels in der Schleifmühlgasse im 4. Wiener Gemeindebezirk - unweit des Naschmarktes.

Das das Konzept erfolgreich ist, merkt man daran, dass ich bisher zweimal dort war, einmal musste ich wieder gehen, weil schon 3 andere Gruppen auf Tische warteten, einmal habe ich warten müssen. Reservierung ist empfohlen.


Ambiente
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Wie bei der Oma... so ist wohl die beste Umschreibung des Ganzen. Das Ganze wirkt auf den ersten Blick stark zusammengewürfelt - tiefe Tische, hohe Tische, gemütliche Sessel und einfache Holzstühle. All das in einem sehr rustikalen Keller mit unzähligen Bildern von "Enkelkindern" und Postkarten in den unterschiedlichsten Rahmen.

Dazu gibt es eine Kuchentheke, an der der frisch gebackene Kuchen von älteren Damen in Spitzenschürze zubereitet wird.


Speisen
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Neben den Kuchen (je Stück 2,90€) und Torten (je Stück 3,90€) werden einfache Speisen, etwa Fritatatensuppe angeboten oder auch ein Brunch.

Ich habe mich hauptsächlich auf das Kuchenangebot gestürzt und war recht angetan von meinem Nusskuchen. Die Kuchen sind alle nicht großartig konditormäßig aufgemotzt, sondern eben genau das, was man bekommt, wenn man zur Oma zum Kaffee kommt - und das noch dazu zu sehr fairen Preisen.

Witzig ist auch, dass auch das Geschirr wirkt wie bei der Oma aus dem Schrank - verschnörkeltes Besteck, Tassen und Teller bunt und nicht zusammenpassend - wie als hätte man es bei der Oma aus dem Schrank genommen.



Fazit
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Atmosphäre wie bei der Oma, Kuchen wie bei der Oma, Kaffee wie bei der Oma - fehlt eigentlich nur noch die eigene Oma am Tresen und das Lokal wäre perfekt. Ich habe mich jedenfalls extrem wohlgefühlt.

Das Lokal strahlt eine sehr angenehme Gemütlichkeit aus, auch wenn es relativ voll ist, sogar die Toiletten sind stilecht antik.

Und der Kuchen ist absolut grandios - zum Probieren der Mittagskarte muss ich DRINGEND wiederkommen.

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 5. Februar 2016

{Restaurant - Pizza - Alsergrund} Gehyped - für mich nur Durchschnitt



Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder eine Pizzeria vor. Die Riva wird zwar ordentlich gehyped - ich fand sie okay...

Pizza Riva
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Lage
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Die Pizzeria Riva hat im Prinzip 2 Filialen. Zum einen nimmt sie einen großen Teil der Summerstage ein - hier präsentieren sich im Sommer einige Lokale auf einer offenen Fläche an der Rossauer Lände und damit direkt am Donaukanal.

Wir waren allerdings in der nahe gelegenen Winterversion - das Restaurant liegt hinter der Rossauer Kaserne in der Türkenstraße Ecke Schlickgasse.

Zu einer Reservierung ist unbedingt geraten, das Lokal war unter der Woche am Abend bis zum letzten Platz besetzt.

Reservieren kann man unter +43 (0)1 310 20 88 oder unter office@pizzariva.at.



 Ambiente
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Das Lokal ist sehr modern eingerichtet. Direkt beim Eingang sieht man den großen Steinofen, in dem die Pizzen zubereitet werden. Außerdem gibt es eine schicke Bar.

Dadurch, dass es relativ voll war, war es allerdings auch relativ laut. Positiv allerdings war, dass wir auch zu 7. gut an dem Tisch sitzen konnten. Es gab ausreichend Platz, was leider auch nicht überall in Wien selbstverständlich ist.


Service
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Anfangs waren wir wenig begeistert. Wir kamen rein, waren 2 Leute weniger als angemeldet. Der Kellner rannte wortlos weg um den Tisch erstmal zu trennen. Wir fühlten uns ein wenig stehengelassen.

Der Service am Tisch war dann allerdings sehr unaufdringlich und freundlich - die Dame war sehr ruhig und freundlich - auch Englisch war überhaupt kein Problem (wir waren mit einer Italienerin, 2 Indern und einer Iranerin unterwegs).

Auch Essen und Getränke kamen zügig und auf den Punkt.


Essen und Getränke
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Nun, das Getränkeangebot war normal - Bier, Antialkoholisches - auch das Weinangebot war zufriedenstellend.

In Sachen Essen war ich dagegen weniger begeistert - ich hatte mich bei einem Italiener irgendwie auf Pasta gefreut. Die fehlte auf der Karte vollständig. Okay, es heißt ja auch "Pizza Riva". Dafür gibt es Pizza in rot (also klassisch mit Tomatensauce) und in weiß (mit Sahne als Grundlage).

Ich entschied mich für die "O Sole Mio" mit Schinken und Mais. Die war okay, ein kleines bisschen zu salzig und vor allem war der Rand sehr, sehr dick (bei allen Pizzen am Tisch).


Fazit
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Nun, irgendwie war irgendwie fast jeder, den ich kenne, schonmal im Riva - viele waren begeistert. Ich war eher weniger angetan.

Die Pizza war meiner Meinung nach etwas zu salzig und der mächtige Rand war für mich einfach zu viel - der Rand war zwar knusprig aber auch recht trocken und an einer Stelle auch ein bisschen angekokelt. Und noch dazu hatte ich mich auf ne gute Pasta gefreut... Kann man bei nem Italiener auch eigentlich erwarten...

Die Pizzeria ist für mich eher durchschnittlich in Wien - es gibt bessere...

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 3. Februar 2016

{Neubau - Fotografie - Museum} Eine Perle für Fotofans

Hallo Leute!

Ich bin ja durchaus ein großer Fan von Kunst und Kultur. Das Westlicht ist hier - gemeinsam mit dem Ostlicht in der Anker Brotfabrik überigens - ein Garant für tolle Fotoausstellungen...

Westlicht
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Lage
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Das Westlicht liegt unweit des Wiener Gürtels nahe der Hauptbibliothek (U6 Station Burggasse/Stadthalle) in der Westbahnstraße 40 im 7. Bezirk.


Öffnungszeiten
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Die Fotoausstellung ist wiefolgt geöffnet (Quelle: Westlicht.com)

Di, Mi, Fr 14-19 h
Do 14-21 h
Sa, So, Fei 11-19 h
Montags geschlossen


Eintrittspreise
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Erwachsene     7,00 Euro
SeniorInnen     4,00 Euro
Studierende unter 27 Jahre     4,00 Euro
Kinder von 6 bis 16 Jahre     2,00 Euro
Kinder unter 6 Jahre     frei
SchülerInnen, Lehrlinge, Zivildiener     2,00 Euro
Menschen mit Handikap     2,00 Euro
Mitglieder von Standard Abo, Club Ö1, Filmarchiv Austria, Club Wien.at, Gartenbau Kino, mdw club, VÖAV     5,00 Euro
   
   
Fotoausstellung
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Die Fotoausstellung wechselt etwa 6 bis 8 mal im Jahr. Ich war zweimal dort. Im Vergangenen Jahr war ich bei der World Press Foto Ausstellung, die die prämierten Pressefotos des Jahres ausgestellt hat.

Am vergangenen Sonntag war ich bei der Ausstellung 100 Jahre Leica, die mich als altes Wetzlaer Kind (Leica wird in Wetzlar produziert) natürlich besonders interessiert hat. Hier werden aktuell die bekanntesten Leicafotografen. Hierzu gehören für mich sehr bekannte Fotografien wie etwa das Mädchen in Vietnam, das nackt nach einem Napalm-Angriff die Straße entlangrennt oder auch die Fotografien eines Begleiters des Luftschiffs Hindenburg.

Die Ausstellungen würde ich alle als "Klein aber Fein" beschreiben, denn der Raum, in dem ausgestellt wird, besteht aus einem Saal, einer kleinen Empore und dem Bereich um die Kasse und der kleinen Bar.

An das Museum angeschlossen ist außerdem ein großer Kamerashop (nur unter der Woche geöffnet) sowie eine große Sammlung von Fotografien und Polaroids aus unterschiedlichster Herstellung, die allerdings nicht zu besichtigen sind.


Kameraausstellung
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Die wechselnde Fotoausstellung wird ergänzt durch eine ausgiebige Sammlung bekannter und technisch interessanter Fotoapparate aus mehreren Jahrhunderten. Dazu gehören etwa Spionagekameras, die an Brieftauben befestigt wurden und andere spektakuläre, frühe Miniaturkameras.


Fazit
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Nun, normalerweise misst sich die Qualität eines Museums nicht unbedingt an den Besucherzahlen - meist sind es die großen Museen mit einem hohen Budget für Marketingausgaben, diejenigen, die es in den Lonely Planet geschafft haben etc.

Das Westlicht dagegen wird zwar auch in einem oder anderen Reiseführer seinen Einzug gehalten haben, dennoch scheint hier das Interesse vor allem bei Einheimischen sehr groß.

Wir waren als Hobbyfotografen von der tollen, hell gestalteten und sehr offenen Ausstellung natürlich auch besonders angetan - World Press war allerdings noch bei weitem überfüllter. Bei der Leica-Ausstellung konnte man sich durchaus schon auch mal ein Foto in aller Ruhe anschauen. Leica liegt mir einfach im Blut, ich bin schließlich nur 20 km entfernt von der Fabrik aufgewachsen und mein erster Besuch in den heiligen Hallen (die in der Ausstellung auch im Video zu sehen sind) war im Kindergarten.

Ich kann das Westlicht klar empfehlen und bin schon gespannt auf die nächste Ausstellung.

In diesem Sinne

Eure Anke


Ausstellungsraum

Montag, 1. Februar 2016

{Wien - Restaurant - Kaffeehaus} Ich glaub, meine Torte lebt wirklich

Außenansicht

Hallo Leute!

Manchmal hat man das ja: Lokale sind vollkommen hip, jeder muss mal dagewesen sein. Und deshalb habe ich mich auch mal aufgerafft und mir die Pure Living Bakery angeschaut - und ich war wenig begeistert...

Pure Living Bakery
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Lage
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Es gibt in Wien 2 Filialen. Die ältere und größere Filiale liegt in Wien Hietzing, unweit des Eingangs zum Schloßpark von Schönbrunn (in der werde ich der Firma auch noch ne Chance geben). Die zweite, die ich getestet habe, liegt im 7. Bezirk in der Burggasse 68.

Auffällig ist schonmal, dass das Lokal etwas schizophren daherkommt. 2 Firmenschilder - eines mit "Ice Dream Factory" und eines mit "Pure Living Bakery". Das war für mich ein kleines bisschen verwirrend, zumal es auch beispielsweise 2 verschiedene Einträge auf yelp und in anderen einschlägigen Quellen gibt.



Ein halber, sauberer Tisch
Ambiente
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Das Lokal wirkt auf den ersten Blick relativ hip. Sonntags nachmittags hatten wir Glück und bekamen den letzten Platz. Und als wir dann saßen, waren wir auch ganz zufrieden, dass wir einen 4-Mann-Tisch hatten. Auf dem Tisch stapelte sich nämlich (wie auch auf anderen Tischen) schon das Geschirr.

Nun wurde man zur Theke gebeten, um dort die Bestellung aufzugeben. Sowas finde ich ja immer nervig, zumal man in dem Fall auch das Bestellte trotzdem an den Tisch gebracht bekommt. Aber nun ja, so kann man sich den Kuchen wenigstens vorher ansehen (und meiner sah da auch noch recht hübsch aus).

Großer Nachteil davon, dass der Kellner nicht zum Aufnehmen der Bestellung an den Tisch kommt: Er sieht die Geschirrstapel auf dem Tisch nicht - bei uns hatte sich schon das Geschirr von mindestens 2 vorher am Tisch sitzenden Gruppen angesammelt.




Milchshake - kam nach 40 Minuten
Essen und Getränke
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Die Kuchen sehen echt lecker aus. Es gibt vor allem amerikanisch geprägte Süßspeisen (Brownies, Chocolate Banana Cake, Cinnamon Rolls etc.) sowie Milchshakes, Bagels und eben die klassischen Cafés usw.

Wie schon gesagt, mein Chocolate Banana Cake sah echt lecker aus - das Stück kostete immerhin 3,90€. Als er dann am Tisch ankam, sah er aus, als hätte der Kellner ihn zwischendurch mal auf den Boden geworfen. Entschuldigung war dann "Ja, der ist halt so cremig". Heißer Tipp: Das Messer vor dem Schneiden in heißes Wasser tauchen (nein, das hat man nicht gemacht), dann passt die Optik auch zu Geschmack und Preis, weil lecker war es allemal.

Der Cappuccino war durchschnittlich, aber auch relativ teuer (4,10€). Den Zucker musste ich in den Geschirrbergen am Tisch erst suchen.

Der Milchshake, den mein Mann hatte, war auch zufriedenstellend.

Ja, das kam wirklich so an den Tisch

Service
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Der Service war für mich eine absolute Katastrophe. Wir haben 3 Teile bestellt, die dann innerhalb von 40 Minuten am Tisch ankamen: Der Kuchen nach 5 Minuten, der Cappuccino nach 20 Minuten, der Milchshake nach 40 Minuten. Als ich mich zwischendurch erkundigte, war das Argument, dass eine (von 5) Kolleginnen krank sei. Gut, 20 Minuten würde ich dann verzeihen, aber 40 ist bei den Preisen schon eine Frechheit.

Mehrfach kam dabei ein Kellner an unserem Tisch vorbei, leider kam keiner auf die Idee, die Geschirrberge mal mit in die Küche zu nehmen. Als wir dann kurz vorm Gehen waren, kam einer der Kellner und suchte Geschirr zusammen, weil das in der Küche ausgegangen war.




Fazit
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Die Pure Living Bakery finden viele Leute ganz toll. Und ich muss sagen, der Kuchen schmeckte auch besser als er aussah (allerdings hätte meine 3jährige Nichte den Kuchen besser von der Platte auf den Teller bekommen).

Dass man an die Theke muss, um zu bestellen, ist noch ganz ok. Es ist ja quasi eine Bäckerei. Nur würde ich in keiner Bäckerei 40 Minuten auf meine Sachen warten. Wenn wir nicht schon gezahlt hätten, wären wir wohl gegangen. Für die hohen Preise ist der Service wirklich eine Frechheit.

Ich werde dem Laden wohl bei Gelegenheit nochmal eine Chance geben und mir die Hietzinger Filiale anschauen, weil wie gesagt, der Kuchen war echt lecker.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 18. Dezember 2015

{Sachbuch - Habsburger} Warum hab ich die bloß noch nicht getroffen?

Hallo Leute!

Als Wienerin gibt es natürlich kaum eine Familie, die mehr Faszination ausübt, als die Habsburger. Mehr als 600 Jahre waren sie die mächtigste Familie Europas, stellte immerhin 16 Kaiser. Doch diese Macht brachte einiges an Drama mit sich, weshalb viele von ihnen (man kann es kaum glauben) noch hier geblieben sind, weil sie einfach nicht zur Ruhe kommen.


Die spukenden Habsburger
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Daten
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Autorin: Gabriele Hasmann
Verlag: Überreuther
ISBN: 3800076284
Preis: 19,99€
gebundene Ausgabe, 208 Seiten


Inhalt
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Überall spuken sie noch, die Geister der Habsburger aus allen möglichen Generationen. Wobei sich die Spukerscheinungen sich wie selbstverständlich auf Wien konzentrieren - egal ob die berühmte Weiße Frau, die noch heute immer dann erscheint, wenn Unheil droht bis hin zum Kaiser Franz Josef, der immer wieder auf der Bank im Tierpark erscheint, auf der er sich jeden Morgen mit seiner Geliebten getroffen hat.

Im Zusammenhang mit den Spukgeschichten erzählt Gabriele Hasmann die gesamte Geschichte der Habsburger noch einmal nach - sie erzählt vom Selbstmord von Kronprinz Rudolf in Mayerling (wo er noch rumspuken soll) oder vom Mord an Franz Ferdinand in Sarajewo, sie erzählt die Geschichte von Franz Josef, Sisi und den beiden Geliebten des Kaisers, aber auch die frühen Geschichten etwa von Rudolf dem Stifter (den man gelegentlich in den Katakomben beim Stephansdom treffen soll) oder der Sammlung des Kunsthistorischen Museums.

Quasi überall kann man heute noch auf die Kaiser und Kaiserinnen, die Erzherzöge und Erzherzöginnen treffen - wenn man denn dran glaubt.


Fazit
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Spukgeschichten gibt es ja zu Hauf - und gerade um die Habsburger herum scheinen sie sich zu häufen - vor allem im Zusammenhang mit der guten Sisi, der wohl bekanntesten Habsburgerin. Und so hat sich Gabriele Hasmann zur Aufgabe gemacht, diesen Spukgeschichten die entsprechenden Hintergründe zu geben - warum etwa soll Sisi für die häufigen Selbstmorde am Kahlenberg verantwortlich sein etc.

Nun, schon die Autorin schreibt in ihrer Einleitung, dass sie den Spukereignissen nur ihren historischen Rahmen geben möchte, ohne dabei die Erscheinungen an sich zu kommentieren - und so ist es glücklicherweise auch. Denn häufig ist es ein Medium, die zu den Geistern - egal wo - Kontakt aufnimmt und sich auch wesentlich länger mit den Geistern unterhalten kann.

Aber die dokumentierten Erscheinungen werden auch von normalen Menschen beschrieben, einer Touristin etwa, die in der Michaelerkirche eine weiße Gestalt sah oder auch ein älteres Ehepaar aus Deutschland, der die Kaiserin Sisi in Bad Ischl erschienen ist.

Dennoch habe ich bei solchen Erscheinungen persönlich immer so meine Probleme - und weil ich nicht dran glaube, bin ich wohl auch dem Kaiser noch nicht im Tierpark begegnet oder der Schwester Maria Theresias in der Michaelerkirche. Aber wenn es eine Familie gäbe, bei der ich an solche Geistererscheinungen glauben könnte, wären das mit Sicherheit die Habsburger.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 8. Dezember 2015

{1050 - Restaurant} Der etwas andere Chinese

Schick und minimalistisch
Hallo Leute!

Wenn man zum Chinesen geht, haben wohl viele kitschige Dekorationen wie eine Winkekatze und unzählige Bilder mit chinesischen Schriftzeichen im Kopf - und selbstverständlich bekommt man am Ende noch einen Glückskeks mit einer Botschaft.

Die Chinabar an der Wien (übrigens nicht zu Verwechseln mit der Chinabar in der Burggasse) ist anders - sie ist hip und modern...

Chinabar an der Wien
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Lage
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Die Chinabar an der Wien hat die Hamburger Straße 2 im 5. Wiener Gemeindebezirk zur Adresse. Das ist direkt bei der U4-Station Kettenbrückengasse unweit des Wiener Naschmarktes.


Öffnungszeiten und Kontakt
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Ich habe per Email reserviert (Reservierung unbedingt empfohlen). Die Reservierung ging leider verloren, aber glücklicherweise war der Partyraum im Keller noch frei.

Kontaktdaten:

Hamburgerstrasse 2
1050 Wien
Tel. +43 1 971 32 88

office@chinabaranderwien.at

Öffnungszeiten:

Von Montag bis Freitag und am Sonntag:
11:30 – 24:00 Uhr

Am Samstag: 
8:00 – 24:00 Uhr


Ambiente
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Die Bar ist sehr modern und verteilt sich über 2 Etagen. Wir landeten wie schon erwähnt im "Separe" im Keller, das optimal ist für kleinere Partys. An den Tisch passen ca. 12 - 15 Personen. Alles war sehr schick dekoriert und mit sehr loungigem Licht.

Oben bei der Bar im normalen Restaurantbetrieb hat es mir nicht so gefallen, da hier die Tische sehr eng gestellt waren und irgendwie war es sehr laut. Aber auch hier ist das ganze sehr modern und minimalistisch dekoriert, alles andere als der klassische Chinese von nebenan. Die Winkekatze findet man hier zwar tatsächlich, aber nicht ganz so kitschig, sondern ebenfalls sehr modern.


Essen
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Das Essen konzentriert sich hauptsächlich auf die relativ scharfe Sichuan Küche. So etwas wie 8 Schätze sucht man vergebens. Man bekommt als Vorspeise teils österreichische Gerichte auf chinesisch gedacht - etwa die Würstel.

Ich hatte zur Vorspeise einen Schwammerl-Salat mit Tofu, der mir sehr gut geschmeckt hat. Er war allerdings auch selbst für mich extrem scharf. Zur Hauptspeise hatte ich Wollschwein mit Gemüse und Reis mit einer extrem leckeren Sauce. Dazu gab es einen Radler.

Alles in allem habe ich (mit Trinkgeld) 30€ gezahlt. Das ist für einen Chinesen relativ teuer, aber es ist ja auch mehr eine In-Bar und nicht der Buffet-Chinese aus der Nachbarschaft.

Besteck muss bestellt werden, ist allerdings ebenso gar kein Problem - das ist man ja als Chinarestaurant in Europa vermutlich gewöhnt...

Vorspeise: Schwammerlsalat mit Tofu
Hauptspeise: Wollschweingemüse mit Reis



Personal
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Es war dem Kellner sehr unangenehm, dass unsere Reservierung verbummelt wurde. Erst dachte er, wir hätten in der Burggasse reserviert, aber als ich ihm auch noch die korrekte Email zeigen konnte, hat er sich gefühlt 1000x entschuldigt. Der junge Chinese war allerdings sehr lustig drauf und hat mit uns seine Scherzchen gemacht, vor allem als er dann merkte, dass es uns nichts ausgemacht hat, dass wir im Keller saßen.

Das Essen kam relativ schnell, wir waren zu 5., das Lokal war voll, auf die kalte Vorspeise warteten wir etwa 10 Minuten, auf den Hauptgang weitere 10-15 Minuten - da kann man sicherlich nichts sagen.


Fazit
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Insgesamt war ich mit dem Abend in der Chinabar sehr zufrieden. Es ist ein sehr hipper Chinese, mit keinem Chinarestaurant zu vergleichen, bei dem ich bisher war. Das Essen war wirklich gut (auch wenn ich immernoch nicht mit Stäbchen essen kann), die Lage ist optimal. Dass man unsere Reservierung nicht eingetragen hat, kann mal passieren, das soll jetzt mal nicht zu einem Punktabzug führen.

Trotzdem bleibt das Sichuan an der Alten Donau immernoch mein Liebling. Hier hat man von der klassisch-verspielt-kitschigen Chinadeko mehr als genug (das ganze Restaurant ist aufgemacht wie ein chinesischer Tempel) aber das hat für mich mehr Charme. Kellner und Karte ausgetauscht und die Chinabar könnte jede beliebige Art von Restaurant beherbergen. Trotzdem kann man es auf alle Fälle weiterempfehlen, die Küche ist super (wenn auch relativ teuer und daher nix für jeden Tag).

In diesem Sinne

Eure Anke