Dienstag, 8. Oktober 2013

Viel Ausstellung auf wenig Raum

Hallo Leute!

Am Wochenende war wiedermal ORF Lange Nacht der Museen in Wien. Ich finde das immer ganz toll und lasse mich dabei einfach dahin treiben, am liebsten in Museen, in die ich sonst nicht so schnell gehen würde. Unter anderem landeten wir im Architekturzentrum Wien.


Architekturzentrum
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Lage
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Das Zentrum ist im Museumsquartier (Museumsplatz 1). Das liegt direkt hinter dem Maria-Theresien-Platz. Am besten kommt man mit der U2 Museumsquartier oder Volkstheater oder mit der U3 Volkstheater dorthin.Mehrere Straßenbahnen halten ebenfalls an der Ringstraße bzw. am Volkstheater.


Eintrittspreise und Öffnungszeiten
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Die Sammlung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Erwachsene zahlen 7€ Eintritt, der reduzierte Eintritt beträgt 4,50€.



Ausstellung
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Die Dauerausstellung ist die sogenannte a-Show. Diese Show ist eine Zusammenfassung in etwa 150 Jahre Österreichischer Architekturgeschichte. Dabei beginnt man eine Reise durch die Architekturgeschichte, in der Bauten von 170 Architekten aus ganz Österreich dargestellt werden.

Insgesamt gibt es 10 Episoden, die auf 300 qm Ausstellungsraum gezeigt werden. Jede repräsentiert eine Strömung in der österreichischen Architektur. Beginnend mit dem Prolog und der modernen Ringstraßenarchitektur geht es über die Zeit des sozialen Wohnungsbaus, den sogenannten Höfen, zur Zeit des Wiederaufbaus und schließlich zur gegenwärtigen Architektur, die im wesentlichen durch 2 Monitore dargestellt wird. Dort werden aktuelle Bauwerke aus ganz Österreich gezeigt werden.

Die Ausstellung ist schon echt hübsch, allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu vollgestellt. Das merkte man vor allem daran, dass die Dame, die uns durch die Ausstellung führte, echte Probleme hatte, das ganze innerhalb von 1 Stunde zu machen. Man hätte an manchen Stellen vielleicht ein bisschen besser auf den Punkt kommen können.



Neben der Dauerausstellung gibt es noch eine Sonderausstellung, die regelmäßig getauscht wird. Aktuell ist das die Ausstellung "New Frontiers" in der Planzeichnungen junger österreichischer Architekten gezeigt werden. Da ist der Eintritt sogar frei. Die Ausstellung ist etwa auf 90 qm und bei weitem nicht so vollgestellt wie die Hauptausstellung. Allerdings ist sie wohl hauptsächlich für Architekturbegeisterte spannend.


Fazit
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Der Besuch der Ausstellung ist schon richtig interessant, zumal man Architekten wie Adolf Loos und Otto Wagner kennenlernt, die Wien, wie es heute ist, wohl maßgeblich beeinflusst haben. Allerdings empfand ich den Besuch als ziemlich anstrengend, eben weil so viel Ausstellung auf kleinstem Raum untergebracht ist. So viel kann man in kürzester Zeit gar nicht aufnehmen.

Die Daueraustellung ist wohl nur was für absolute Architekturinteressierte. Sie arbeitet die Architekturgeschichte Österreichs zwar wirklich gut auf, vor allem in Bildern. Dennoch könnte sie mindestens das doppelte an Raum gut vertragen, daher gibt es von mir auch nur 4 Sterne. Es gibt zahlreiche Museen in Wien, die sich sicher mehr lohnen. Das Museum ist nicht langweilig und man kann sich sicher mehrere Stunden dort aufhalten, vor allem, wenn man sich für Stadtentwicklung interessiert.

In diesem Sinne

Eure Anke

Patriotenkeks

Hallo Leute!

Kürzlich war ich auf einer meiner Touren durch Wien im Pratermuseum. Dort habe ich ein super Souvenir mitgenommen, das seither regelmäßig im Einsatz ist...


Phil Goods Riesenrad Ausstechform
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Kauf
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Ich habe das Riesenrad wie bereits erwähnt zum Preis von 5,50€ im Pratermuseum erworben. Man kann es allerdings auch online für 6,90€ bei Amazon erstehen. In der Reihe gibt es noch mehrere andere Sehenswürdigkeiten, etwa das Brandenburger Tor, die Oper von Sydney oder die Freiheitsstatue.


Aussehen
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Geliefert wird die Ausstechform in einer kleinen Plastikbox. Dabei ist ein kleines Heftchen, in dem etwas über die Baugeschichte des Riesenrades sowie eine kleine Backanleitung incl. Rezept zu finden sind.

Das Riesenrad an sich ist rund mit kleinen, quadratischen Ausläufern, die die Gondeln repräsentieren sollen. Es sind exakt die 15 Gondeln, die das Original heute trägt. Es hat einen Durchmesser von etwa 8 cm. Das Gestell, in dem das Riesenrad aufgehängt ist, ist A-förmit mit einem kleinen Knubbel in der Mitte, wobei die Linien im Vergleich zu den Außenkonturen auf einer Seite etwa 3 mm nach innen versetzt sind. Dadurch wird erreicht, dass sie im späteren Keks als Konturen zu sehen sind, nicht aber durchgehen, was zu folge hätte, dass der Keks bröckelig wird und in 2 Teile zerfällt.

Eine spezielle Beschichtung gibt es nicht.



Anwendung
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Ich habe die Ausstechform bisher nur zum Plätzchenbacken verwendet. Aber wenn man ein bisschen kreativ ist, kann man sie sicher auch für andere Dinge verwenden, etwa zum Basteln, zum Ausstechen von Ton oder Knete. Ich finde ja sogar, dass es in seiner Verpackung auch durchaus dekorativ in der Küche steht.

Die Kekse lösen sich perfekt aus der Form, auch wenn sie keine Beschichtung haben. Natürlich muss man beim Ausstechen aufpassen, dass man die Form richtigherum nimmt, sonst zerfällt der Keks am Ende in Rad und Aufhängung. Selbst die kleinen Gondeln lassen sich perfekt lösen.

Außerdem darf die Plastikform NICHT mit in den Ofen, aber ich denke mal, sowas kennt man ja vom Weihnachtsplätzchen backen.

Man sollte die Form etwas vorsichtig benutzen, da sie aufgrund ihrer Größe und dem Material (Plastik) etwas instabil ist und möglicherweise brechen könnte.


Reinigung
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Da über die Spülmaschinenfestigkeit konkret nix in der Anleitung steht und man da mit Plastik ja manchmal vorsichtig sein muss, habe ich die Ausstechform bisher immer unter fließendem Wasser gereinigt, was aber aufgrund der glatten Oberfläche recht unproblematisch geht. Das Material fühlt sich jetzt auch nicht so an, als würde es einen Gang durch die Spülmaschine nicht vertragen, aber Vorsicht und Porzellankiste und so...


Fazit
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Ich hatte diese Form bisher jedesmal im Einsatz, wenn Besuch aus Deutschland kam und die Kekse waren bisher immer der absolute Bringer. Ich finde alleine schon die Idee super witzig.

Die Kekse werden echt super und haben nicht viele Details, die leicht abbrechen können. Die Gondeln sind klein genug dargestellt, dass sie nicht zu leicht wegbrechen.

Mein einziger Kritikpunkt: Für Kekse ist die Form eventuell etwas groß, da man keine "mit einem Happs sind sie im Mund" Kekse bekommt. Daher muss man schon fast Teller dazu stellen, weil die Krümmelgefahr hoch ist. Aber bisher stellte uns das vor keine größeren Probleme. Unsere Gäste fanden die Patriotenkekse bisher immer absolut klasse.

Von mir gibt es für die witzige Idee in Zusammenhang mit einer einfachen, aber perfekten Umsetzung klare 5 Sterne. In der Weihnachtsbäckerei gibt es bei uns in diesem Jahr sicher auch ein paar Riesenräder.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 6. Oktober 2013

Die ungewöhnlichsten Orte Wiens (Republik Kugelmugel)

Hallo Leute!

Auf der Jagd nach Wiens außergewöhnlichsten Orten bekam ich neulich einen Tipp. Ganz in der Nähe des Riesenradplatzes soll tatsächlich ein Grenzübergang sein... Mitten in Wien! Das musste ich sehen, dem musste ich auf den Grund gehen...


Republik Kugelmugel
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Lage
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Die Republik Kugelmugel liegt quasi direkt an der Prater Hauptallee nur wenige Meter vom Riesenrad entfernt. Wenn man allerdings nicht so genau weiß, wo sie ist, geht man leicht dran vorbei. So ging es mir zumindest die letzten 1,5 Jahre. Desöfteren bin ich auch mit Besuch diesen Weg gegangen, auf dem Weg zur Straßenbahn 1 um dem ganzen Pratertrubel nach Besichtigung des Riesenrades aus dem Weg zu gehen. Das ganze scheint auch nicht wirklich bekannt zu sein, ich habe es bisher nur in sehr wenigen Reiseführern gefunden.


Design
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 Man findet eigentlich nur eine etwa 8 m im Durchmesser große braune Kugel, die von massivem Stacheldraht umgeben ist mit dem Hinweis "Grenzübergang". Das ganze ist ziemlich verwachsen, liegt unter Birken und ist somit wohl auch ein bisschen in der Versenkung verschwunden.




Geschichte
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Wie so oft bei solchen Dingen steckt große Kunst hinter der Republik Kugelmugel. Zunächst wurde die Kugel 1971 in Niederösterreich in der Nähe von Wiener Neustadt aufgebaut. Künstler ist der "Generalvolksanwalt und Staatspräsident" Edwin Lipburger-Kugelmugel. Es lag allerdings keine Baugenehmigung vor, was er mit den Worten es sei ein „positiv konstant gekrümmter, zweidimensionaler Raum und daher kein Begriff im Sinne der Niederösterreichischen Bauordnung“ rechtfertigte. Er hatte sogar eigene Ortsschilder, was ihm wegen Amtsanmaßung 10 Wochen Häfn einbrachte. Daraufhin entschloss er sich, 1976 die (natürlich nicht anerkannte) Republik Kugelmugel auszurufen. Weltweit gibt es immerhin gut 650 Menschen, die einen Pass dieses Landes besitzen.

1982 wurde die Kugel mitsamt der umgebenden Republik in den Wiener Prater verlegt.

Immer wieder mischen die Künstler sich ein, klagen gegen den Wiener Bürgermeister (zumindest bis 2009; letzter Eintrag auf www.republik-kugelmugel.com) und befinden sich im ständigen Kampf gegen den Antifaschismus.


Fazit
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Witzig und skuril, aber ich hatte ein bisschen den Eindruck, dass man die Republik Kugelmugel dort abgestellt und einfach vergessen hat. Riesige Schilder weisen zwar darauf hin, aber dennoch gehen wohl die meisten daran vorbei, um in den Wurstelprater oder zur Hauptallee zu kommen. Dennoch ist dieses witzige Gebilde und deren Geschichte einen Blick absolut wert. Immerhin existieren ja sogar rund 650 Pässe. Ein bisschen fühlte ich mich an die Conch-Republic in Key West erinnert, die noch heute ihren Nationalfeiertag begeht, obwohl sie nur wenige Sekunden existierte.

Ich muss mal weiter recherchieren, vielleicht kommt man da ja auch mal irgendwie rein, ich werde weiteres berichten. Auf der offiziellen Homepage findet man jedenfalls keine weiteren Einträge.


In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Ihr findet meine Touren ab jetzt auch auf Instagram unter dem Namen wienerin83. Über Follower dort würde ich mich sehr freuen!

Mittwoch, 18. September 2013

Wiener Schnitzel aus Mailand

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch ein weiteres Buch aus der Reihe Spezialführer Wien vorstellen. Nachdem ich euch zuletzt über das Kuriose Wien geschrieben habe, gibt es jetzt einen Bericht zum zweiten Band dieser Serie...


Furioses Wien
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 Daten
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Autor: Harald Havas
Verlag: Metro-Verlag
ISBN: 399300034X
Preis: 19,95€


Inhalt
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Wie schon in seinem ersten Buch "Kurioses Wien" stellt Harald Havas auch in diesem Buch die kuriosen Facts seiner Stadt vor. Er beschreibt beispielsweise das Verhältnis der Wiener zum Fluss (die Donau wird vom Wiener eher gemieden). Außerdem wird die Herkunft des Wortes "Wien" diskutiert und warum der Kaiser mit dem Rathausmann (der oben am Dach des Rathauses tront) geärgert werden sollte.

Er entführt in seinen Geschichten nicht nur ins heutige Wien, erklärt etwa die Straßennumerierung, die manchmal etwas schiefgegangen ist, oder warum der Stock-im-Eisen Platz so heißt wie er heißt. Er erzählt, warum die Stadtautobahnen streng genommen extraterritorial sind (sie sind außerhalb der Stadtgrenzen aber immernoch im Bezirk Wien, damit man Tempo 80 erlauben darf). Auch Traditionen oder Speisen, die man mit Wien in Verbindung bringt, etwa das Wiener Schnitzel, was eigentlich aus Mailand kommt werden nicht ausgespart.




Aufmachung
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Bis auf sehr wenige schwarz-weiß Fotos gibt es keine Illustrationen. Dafür sind die einzelnen Geschichten sehr flüssig zu lesen und sehr amüsant. Manchmal sind die Sätze aufgrund des häufigen Gebrauchs etwa von "Nota Bene" etwas komplizierter als in seinem ersten Band, aber dennoch ist das ganze echt amüsant.


Fazit
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Ich fand "Kurioses Wien" schon toll. Havas schließt quasi natlos an dieses erste Buch an. Er entführt auch den quasi schon länger in Wien befindlichen zu einem ganz neuen Blick in die Stadt. Informativ und gleichzeitig amüsant zu lesen ist dieses Buch ein Reiseführer und gleichzeitig ein Buch voller Geschichten, man lernt den Wiener besser kennen und als Zugezogener vielleicht auch ein bisschen besser zu verstehen. Dabei ist er kein reiner Reiseführer, sondern viel mehr ein Kulturführer, ein Geschichtsbuch und eine Information in einem. Es ist sicherlich für alle interessant, die glauben, dass sie in Wien schon alles kennen und wissen. Es wird einen überraschen.

Ich fühle mich jedesmal gleich an den Ort versetzt, der grade beschrieben wird, nach 1,5 Jahren in Wien kennt man natürlich schon den einen oder anderen davon...

Beide Bücher machen Spaß, wobei mir "Furioses Wien" etwas weniger gefällt, weil es sprachlich an manchen Stellen etwas holpriger wird und damit etwas anstrengender zu lesen, vor allem an den Stellen, an denen der Autor etwa aus einem Lexikon zitiert und teils in einem Satz 5x "Nota Bene" verwendet.

Ich finde dieses Buch wirklich informativ. Es bekommt von mir aufgrund mancher sprachlicher Wirrungen 4 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


Dienstag, 17. September 2013

Eine traumhafte Ausstellung

Hallo Leute!

Ich hatte mal wieder das Glück, Tickets für eine Ausstellung zu gewinnen. Dass diese ein besonderes Erlebnis wird, habe ich da noch nicht gewusst...

Linda McCartney Fotoausstellung Wien
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Ausstellungsdaten
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Die Ausstellung "Life in Photographs" der Gattin des berühmten Beatles ist noch bis zum 6. Oktober 2013 täglich im Kunsthaus Wien (Untere Weißgerber Straße) von 10 bis 19 Uhr zu sehen. Das Einzelticket kostet 10€ für Erwachsene 5€ für Kinder zwischen 11 und 18 Jahren. Das Kombiticket mit dem Museum Hundertwasser, was die Dauerausstellung darstellt kostet 12€. Montags gibt es die Tickets für die Hälfte.




Was gibts zu sehen?
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Linda McCartney war die erste Ehefrau des berühmten Beatles Paul McCartney und Mutter der bekannten Designerin Stella. Sie starb 1998 an Brustkrebs.

Zeit ihres Lebens begleitete sie ihre Kamera. So machte sie in ihrem frühen Werken, besonders in den 70ern zahlreiche Künstlerportraits. Größtenteils damit beschäftigt sich der erste Teil der Ausstellung, etwa mit Portraits von Aretha Franklin, Freddy Mercury, Mick Jagger oder auch Jim Morrisson und auch zahlreiche Bilder der Beatles sind dabei, etwa im Tonstudio. Beeindruckend sind die Bilder vor allem deshalb, weil sie keine Sterilität ausstrahlen wie etwa die heutigen Portraits auf den Autogrammfotos, sondern sie haben viel mehr etwas familiäres, was man fast nicht beschreiben kann. Nicht umsonst wird sie als eine Chronistin der 70er Jahre gefeiert.

In der zweiten Etage sind dann viel mehr private Bilder zu sehen, etwa wie Paul mit den Kindern im Swimmingpool tobt oder auch ein Bild vom Rücken ihres Pferdes mitten in einem großen Blumenfeld. So begleitet man die Familie rund um den Erdball, sieht die Kinder erwachsen werden und auch zunehmend Lindas Beschäftigung mit dem Tod, der nach der Krebsdiagnose immer stärker zum Tragen kommt.


Die Ausstellung - Mein Eindruck
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Die teils in schwarz weiß gehaltenen Bilder sind in einfachen Rahmen sehr schön gestaltet. Sie passt einfach optimal in die von Hundertwasser gestalteten Räumlichkeiten mit dem groben Holzfußboden.

Zu den Bildern muss ich sagen, dass ich in Sachen Beatles und ihre Zeit durch meine Mutter etwas vorgeprägt bin. Wie es sich für die Generation gehört, ist sie natürlich ein riesiger Groupie gewesen. Daher habe ich mich auf diese Ausstellung besonders gefreut.

Und ich bin nicht enttäuscht worden. Die Bilder sind einfach traumhaft schön. Sie strahlen für mich eine unglaubliche Ruhe aus, da dürfen auch mal leichte Unschärfen drin sein. Gerade die Familienbilder strahlen eine unglaubliche Liebe aus, die bei mir irgendwie gleich den Wunsch ausgelöst haben, selbst mehr zu fotografieren. Da sieht man auch den Superstar von einer ganz anderen Seite, wie er mit seinen Kindern im Pool tobt oder auch nur die Spiegelung seiner Augen im Rückspiegel. Auch die Künstlerportraits sind einfach ganz anders wie bisher bekanntes. Sie rückt eben den privaten Menschen in den Vordergrund, zeigt die Erreichbarkeit eines Stars und weniger die unnahbarkeit, wie man sie heute kennt.

Ich bin von dieser Ausstellung wirklich extrem begeistert. Leider ist sie nur noch 2,5 Wochen in Wien zu sehen, wer aber in der Zeit hier ist, sollte sich auf jeden Fall aufmachen um sich diese Ausstellung anzuschauen. Die Ausstellung ist etwas besonderes! Dafür ist der Betrieb nicht so groß gewesen, selbst Sonntag nachmittags war es schon relativ ruhig.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


PS: Bilder machen war strikt verboten. Wer Bilder sehen möchte, muss unter www.kunsthauswien.com nachschauen.

Montag, 16. September 2013

Die ungewöhnlichsten Orte Wiens (Cafe Dunkelbunt)

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch mal wieder ein Kaffeehaus vorstellen, was allerdings nichts gemein hat mit den Häusern aus der Kaiserzeit, die man im 1. Bezirk so findet...

Cafe Dunkelbunt
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Lage
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Das Cafe liegt in den Räumlichkeiten des Kunsthauses bzw. Hundertwassermuseums an der Unteren Weißgerber Str. Keine Sorge übrigens, man kommt da auch ohne Ticket rein... Am besten kommt man mit den Straßenbahnlinien 1 und O dorthin.


Ambiente
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Wie man Werke von Hundertwasser so kennt, ist das Ambiente dieses Cafes etwas ganz besonderes. Zum einen hat man einen großen Hof mit zahlreichen Bäumen und bunt gekachelten Tischen. Zum anderen hat man ganz im Stil Hundertwassers einen aufwendig gestalteten Wintergarten, ebenfalls mit möglichst wenig geraden Linien und möglichst bunt und ein kleines bisschen verrückt. (Bilder gibts später auf ciao).







Angebot
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Eine Melange bzw. einen Einspänner gibt es für 3,90Euro. Wiener Apfelstrudel kostet ebenfalls 3,90Euro. Außerdem gibt es verschiedene kleine Speisen, etwa Kaiserschmarrn oder Penne. Alle Speisen kosten weniger als 10Euro, was für so ein spezielles Restaurant wirklich günstig ist.




Öffnungszeiten
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Das Restaurant ist genau eine Stunde länger wie das Museum geöffnet (10 bis 20 Uhr). Für Events kann es aber auch für länger gebucht werden.


Fazit
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Wer ein wirklich spezielles Cafe in Wien erleben will, sollte absolut einen Abstecher in das Hundertwassermuseum (Kunsthaus) machen. Hier kann man im speziellen, wunderschönen Ambiente eines von Hundertwasser gebauten Hauses dinieren oder auch nur seinen kleinen Braunen genießen.

Die Preise in dem Cafe sind im Vergleich absolut in Ordnung, das Personal ist sehr freundlich, wobei es sich dabei nicht um den klassischen Kaffeehauskellner handelt, sondern um junge Damen mit verhältnismäßig kurzen, schwarzen Röcken. Wie hat der nette ältere Herr (aus Deutschland) am Nachbartisch so schön (laut) gesagt? "Oh, ich find das Kaffeehaus toll, endlich mal keine Pinguine, sondern mal was zum gucken").

Was zum gucken gibts in diesem Cafe aber alleine schon aufgrund der Architektur, den vielen grünen Pflanzen. Selbst bei schlechtem Wetter lädt die Lokalität ein, lange sitzenzubleiben und einfach nur zu staunen (was sich im Museum übrigens noch verstärkt).

Der Kaffee (ich hatte einen Einspänner) ist übrigens sehr lecker und kommt - ganz traditionell kostenlos - mit einem Glas Leitungswasser. Die Speisen habe ich nur gesehen, sie sahen aber sehr lecker aus und der Apfelstrudel (von meinem Freund) roch auch sehr gut.

Insgesamt ist das Cafe Dunkelbunt, wie es offiziell heißt, sehr sehenswert und lädt zu einem ausführlichen Besuch ein. Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke


Sonntag, 15. September 2013

Wien erlesen: Spannung im Wien des 19. Jahrhunderts

Hallo Leute!

Heute stelle ich euch mal wieder ein nettes Buch vor. Mit einem Büchereiausweis hat man ja einen Vorteil: Man liest auch Bücher, die man sonst ggf. nicht gelesen hätte. Ich stehe zwar auf historische Krimis, sondern mehr auf Psychothriller. Da man in der Wiener Bibliothek auch eBooks gibt, bin ich beim Suchen auf einen Wien-Krimi gestoßen, den ich euch heute vorstelle...

Der Tod fährt Riesenrad
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Daten
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Titel: Der Tod fährt Riesenrad
Autorin: Edith Kneifl
Verlag: Haymon Verlag
ISBN: 3852188784
Preis: 12,95€


Inhalt
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Wien kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert. Die 15 jährige Leonie verschwindet bei einem Besuch im Prater spurlos. Der Wiener Privatdetektiv Gustav von Karoly wird von Leonies verwittweter Mutter damit beauftragt, das junge Mädchen zu finden. Alles deutet darauf hin, dass Leonie entführt wurde. Doch dann geschieht ein zweites Verbrechen. Der Kleinwüchsige Napoleon gehört zu den Parkattraktionen. Doch bei der Eröffnung des neuen Riesenrades wird seine Leiche in einer der ersten Gondeln gefunden. Der Schausteller war sehr eng mit dem jungen Mädchen verbunden.

Als dann ein Erpresserbrief eintrifft, wird Karoly von dem Fall abgezogen. Doch er ermittelt dennoch weiter. Schnell trifft er auf Ungereimtheiten. Was etwa weiß die schöne Wahrsagerin, die ihm immer geheimnisvolle Botschaften zukommen lässt? Und was hat der Vater von Leonie, der windige Jockey Freddy mit dem Verschwinden seiner Tochter zu tun? Schließlich bekommt er von einer Kunstreiterin aus dem Zirkus einen wertvollen Tipp. Allerdings wird sie tags darauf tot aus der Donau gefischt.


Fazit
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Was das Buch gut macht? Es fängt die Stimmung im Kaiserreich der Jahrhundertwende und auch die Stimmung rund um die windigen Gestalten im Prater perfekt ein. Vielen der Männer geht es nur um 2 Themen: Sex und Adel. Nur wer adelig ist, kann etwas sein. Und nur wer besonders viele Damen rumkriegt, taugt etwas. Viele Schauplätze erkennt man auch wieder, etwa das Heustadelwasser, wo noch heute ein Bootsverleih ist und die Freudenau, wo noch heute Pferderennen stattfinden. Aber auch historische Fakten sind immer wieder eingestreut, etwa als der Kutscher an der Mariahilferstraße halten muss, da der Kaiser vorbeifährt usw.

Die ganze Geschichte mit dem Krimi hingegen finde ich persönlich nicht ganz so dolle. Die Tochter aus gutem Haus, die verschwindet, finde ich ja noch ganz nett. Aber die soll dann angeblich aus der Liason der Gräfin von Leiden mit dem windigen Jockey Freddy entstanden sein. Und natürlich als Leonies bester Freund, der Zwerg Leopold ermordet wird, gerät Freddy als einziger unter Verdacht. Auch das Ende war für mich arg enttäuschend, einmal weil es so plötzlich kam und zum anderen weil man nichtmal den Ansatz einer Auflösung des ganzen Chaos hat. Der Leser wird quasi alleine stehen gelassen. Das ganze folgt keiner Logik und man weiß am Ende eben nicht, was jetzt wie und warum passiert ist. Eigentlich weiß man nichtmal, was passiert ist.

Insgesamt ist das Buch unterhaltsam und kurzweilig zu lesen, genau das Richtige etwa für einen Nachmittag im Kaffeehaus, dennoch würde ich das Buch nicht kaufen, einfach weil es einen zwar ins historische Wien entführt, das Prädikat "Historischer Krimi" aber nicht wirklich verdient. Da gibt es einfach bessere...

Von mir gibt es daher unentschlossene 3 Sterne...

In diesem Sinne

Eure Anke