Montag, 7. Juli 2014

[Rezension] Die Wachau erlaufen

Hallo Leute!

Wir sind ja bekanntlich leidenschaftliche Wanderer. Und eines der schönsten Wandergebiete, die ich kenne, ist die Wachau zwischen Krems und Melk, gehört diese Gegend des Donautals schließlich zum UNESCO Welterbe. Eine schöne Fernwanderung wurde entlang beider Flussufer zusammengestellt. Wir haben uns vorgenommen, diese Strecke nach und nach abzuwandern. Den Wanderführer dazu stelle ich euch heute vor...


Welterbesteig Wachau
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Daten
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Verlag: Esterbauer
ISBN: 978-3-85000-610-1
Preis: 14,95€


Inhalt
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Die Fernwanderung wird in 14 Etappen vorgestellt, wobei davon 8 Etappen südlich der Donau von Krems nach Melk und 6 Etappen von Melk nach Krems führen. Was ganz nett ist, keine Etappe ist länger als 17,1 km, so dass sie auch für gut konditionierten Anfänger an einem Tag gut zu bewältigen sind. Der Weg ist gut markiert - mit einem weißen W, das ein wenig aussieht wie eine Welle.

Neben dem Welterbesteig wird die Jauerling-Runde rund um Spitz mit 7 Etappen vorgestellt. Hier liegt die längste Strecke bei 17,2 km.

Die einzelnen Etappen werden ausführlich vorgestellt. In einem Roten Feld am Anfang der Vorstellung findet man eine Zusammenfassung der jeweiligen Etappe: Startpunkt und Ziel, ungefähre Dauer, Aufstieg, Abstieg und, was ich bei den Hikeline Reiseführern immer ganz nett finde, eine Vorstellung der Wegzusammensetzung in "Hartbelag", "Wanderwege" und "Wanderwege". Das finde ich persönlich immer ganz nett, weil ich mit anderen Wanderführern schon auf Wege gekommen bin, die zwar nur 5 km waren, aber durch die Schmelzwasserrinnen steil nach unten führten.

Nach dem roten Kasten kommt eine Vorstellung der Streckencharakteristik inklusive Anfahrt mit dem Auto oder den Öffentlichen Verkehrsmitteln sowie der Rückreise zum Ausgangspunkt, falls man die Welterberunde nicht komplett machen will.

Danach kommt eine genaue Beschreibung des Streckenverlaufs mit Höhenprofil, Karte und zusätzlichen Informationen, etwa zum Naturschutzgebiet oder zu Sehenswerten entlang des Weges. Auch Informationen zu Stempelstellen gibt es. Ganz nett ist auch, dass an die Wegbeschreibung immer ein aktueller Kilometerstand im Bezug auf den Startpunkt der Etappe gekoppelt ist.

Wenn man sich im Internet registriert, kann man sich zudem die GPS-Tracks fürs Smartphone oder das GPS Gerät runterladen.

Ein Übernachtungs- und Restaurantverzeichnis rundet das ganze ab.




Fazit
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Beides sind bestehende Rundwanderwege in der Wachau. Mit zusätzlichen Varianten - die manchmal den Schwierigkeitsgrad etwas entschärfen - ist es ein rundum toller Fernwanderweg, den man notfalls auch unterbrechen kann.

Wir sind bisher die ersten 5 Etappen verteilt an mehreren Wochenenden gegangen und natürlich hatten wir den Hikeline Führer immer mit dabei und bisher rundum zufrieden. Besonders das ausführliche Kartenmaterial in Verbindung mit den GPS Tracks am Smartphone hat dazu geführt, dass wir uns bisher nie verlaufen haben. Natürlich ist der Weg auch toll ausgeschildert, aber auch bei den kleinen Ausflügen abseits des Welterbesteigs haben wir immer den Weg gefunden. Auch zu den einzelnen Orten gibt es tolle Ortspläne.

Der Wanderführer ist kompakt und wasserfest, was ihn optimal für draußen macht. Dabei ist die Hülle sehr stabil. Durch die Spiralbindung ist er außerdem besonders leicht zu handhaben.

Abgesehen von der tollen Wanderung bzw. den tollen Wanderungen, die wir bisher hatten, ist Esterbauer ein rundum gelungener Wanderführer gelungen, den ich allen empfehlen kann, die den Welterbesteig - oder Etappen davon - gehen wollen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 27. Juni 2014

[Rezension] Reiseführer auch für Fortgeschrittene

Hallo Leute!

Nun bin ich schon seit etwas über 2 Jahren fortgeschrittene Wienerin, im Herbst wird sogar in Wien geheiratet. Ich habe eine ganz spezielle Beziehung zu dieser Stadt. Besonders wenn man glaubt, alles in Wien zu kennen, findet man dennoch immer wieder etwas Neues. So bekam ich neulich diesen Reiseführer aus dem Trescher-Verlag.

Wien
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Daten
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Autor: Uwe Mauch
Verlag: Trescher Verlag
ISBN: 978-3-89794-242-4
Preis: 16,95€ (D) 17,50€ (A)


Inhalt
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Die Gliederung des Reiseführers ist wieder relativ klassisch, wobei was bei allen Trescher Reiseführern ganz schön ist, die Einführung relativ ausführlich ist. So erfährt man in dieser Einleitung alles mögliche über Wien - von der perfektren Reisezeit über die Geschichte bis hin zur Esskultur - Kaffeehäuser, Heurigen, sogar die Würstelstände kommen nicht zu kurz. Man erfährt alles über die Wiener Bezirke, über die Wiener Architektur von Schönbrunn bis Hundertwasserhaus, sogar ein Rezept für Wiener Schnitzel ist dabei.

Als nächstes kommen die "Stadttouren". Hier werden zahlreiche Touren vorgeschlagen, die man je nach dem Fortschritt des Wien-Kenners unterschiedlich gestalten kann. So gibt es hier etwa die "Wien Mitte" Tour, die einmal quer durch den ersten Bezirk führt, oder die Tour "um den Ring", die einen entlang der Ringstraße führt. Das sind wohl eher Touren für den Wien Anfänger. Aber, was ich ganz schön finde, der Reiseführer führt einen auchmal abseits der berühmten Sehenswürdigkeiten innerhalb und an der Ringstraße, etwa nach "Trans Danubia" oder auf die "Vorortlinie" von Hütteldorf zum Handelskai und durch das "Rote Wien" vom Karl-Marx-Hof bis zum ehemaligen Schlachthof. Einzelne Kapitel führen einen auch zu bestimmten Sakralbauten oder zu den berühmtesten Wiener Friedhöfen.

Die einzelnen Touren sind sehr ausführlich beschrieben, natürlich kann man sich auch einzelne Sehenswürdigkeiten Picken. Dazu kommen Essays über den Gemeindebau und über das Wiener East End oder auch über die Wiener Donauinsel und St. Hanappi, das berühmte Stadion von Rapid.

Am Ende der einzelnen Touren gibt es dann jeweils noch einen blauen Kasten mit den wichtigsten Adressen, etwa von Sehenswürdigkeiten oder guten Restaurants, angegeben sind auch Adressen und Telefonnummern.

Am Ende kommt dann noch ein sehr ausführliches Kapitel mit Wien-Informationen, etwa Adressen von Internetcafes, der Funktion von Bankomaten, über An- und Abreise (größtenteils auf Deutschland und die Schweiz bezogen), darauf, wie man sich in Wien am geschicktesten fortbewegt. Natürlich gibt es auch eine ausführliche Listung von Hotels und verschiedensten Gastronomiebetrieben, sogar Ruheoasen für den Tag und Theater, Kinos, Clubs, Bars und Konzerthäuser für die Nacht werden genannt und am Ende gibt es noch eine tolle Zusammenfassung von verschiedenen von Wien aus möglichen Ausflügen (Wienerwald, Klosterneuburg, Wachau, Semmering usw.).

Untermalt wird das ganze von zahlreichen Farbfotos, die wirklich schön ausgewählt sind und richtig Lust auf Wien machen.


Fazit
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Wie ihr in meinem Blog lesen könnt, hatte ich schon viele gute Reiseführer für Erwachsene auf dem Tisch, aber von dem hier bin ich im Vergleich dazu nahezu begeistert. Er liefert nicht nur alles nötige für einen ersten vorsichtigen Schritt in die österreichische Metropole, er liefert im Prinzip genügend Material, um Wien jeden Tag aufs Neue zu entdecken. Man findet hier wirklich alles Wissenswerte, eine gelungene Auswahl von Lokalen, die über Plachutta und Hotel Sacher hinausgehen (es gibt ja sogar einen kleinen Ratgeber für die optimale Würstelbude), er führt den Besucher auch mal raus aus den "In-Bezirken", etwa auf den Spuren des roten Wiens mal raus aus dem Prater zum Marx-Hof.

Gerade ich, die ich wirklich beinahe täglich in Wien auf der Suche nach neuem, Sehenswertem bin, habe in diesem Buch Neues gefunden, neue Wege, die ich ausprobieren werde, neue Friedhöfe, die ich noch nicht kannte (klingt makaber, aber die Friedhöfe in Wien sind echt faszinierend). Auch die Ausflugstipps sind echt super.

Kurzum, es gibt über diesen Reiseführer absolut gar nix zu meckern. Wer den im Rucksack hat, wird sich in Wien nicht verlaufen (Faltplan ist hinten drin), er wird in Wien nix verpassen (es sei denn er ist zu kurz da) und er kann auch getrost in die Umgebung reisen, denn auch in Niederösterreich gibts viel zu gucken.

In diesem Sinne

Eure Anke


[Rezension] Nie ohne meinen Reiseführer

Hallo Leute!



Aufgrund meines inzwischen dann doch
schon langjährigen Aufenthaltes in Wien habe ich allerhand Erfahrungen
mit dieser Stadt. Und immer wieder kommt Besuch nach Wien. Daher finde
ich Reiseführer immer wieder toll und habe inzwischen eine ganze
Sammlung durchgetestet. Ein Reiseführer, der kürzlich einem
ausführlichen Test unterzogen wurde, war dieser hier:





Polyglott on Tour Wien

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Daten

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Autor: Walter Weiss

Verlag: Polyglott

ISBN: 978-3-8464-9726-5

Preis: 11,99€ (D) 12,40€ (A)



Inhalt

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Inhaltlich gliedert sich der Reiseführer in 3 große Teile:



Reiseplanung

Land & Leute

Top-Touren in Wien



Unter
dem Thema Reiseplanung findet man zum einen wichtige Adressen, aber
auch Infos über die Anreise, Stadtverkehr usw. Auch 3 Touren werden hier
vorgestellt: Eine für ein Wochenende in Wien, die sich hauptsächlich
auf die Innenstadt beschränkt, eine durch die Vorstadt und eine
Rundfahrt per Schiff (die ich allerdings ganz explizit NICHT empfehlen
kann, wie ich schon berichtet habe).



Die Adressen für
Essen & Trinken und Hotels sind die, die man in jedem anderen
Reiseführer findet. Hier findet man eben das, was der Nicht-Wiener von
Wien erwartet. Sowas gehört in jeden Reiseführer, dafür habe ich
Verständnis, auch wenn ich nach 2 Jahren Erfahrung sicher vor allem bei
den Restaurants andere kenne.



Unter Land & Leute
findet man alles über Kunst und Kultur sowie die Geschichte Wiens und
die wichtigsten Veranstaltungen. Alles Wichtige ist dabei.



In
den Specials werden dann Essay-artig zahlreiche Besonderheiten Wiens
vorgestellt - Kaffeehäuser, Heurigen, Friedhöfe (die Schöne Leich) sowie
die Donauinsel.



Die Sehenswürdigkeiten sind, wie es in
modernen Reiseführern häufig findet, in Touren eingegliedert, was ich
persönlich sehr vernünftig finde, da man so alles wichtige abdecken
kann, ohne zu viele Wege durch die Stadt zurückzulegen. Insgesamt sind
es 9 Touren, wobei die meisten tatsächlich das wiederspiegeln, was wir
mit unseren Besuchern auch immer machen.



Schön finde
ich, dass auch 5 Touren ins Umland gezeigt werden, dabei auch
außergewöhnliches wie Carnuntum, auf das wir erst vor 14 Tagen gekommen
sind. Die Touren ins Umland sind durchweg grandios, speziell und toll.







Fazit

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Zunächst
einmal möchte ich festhalten, dass dieser schöne und sehr kompakte
Reiseführer einen sehr modernen Eindruck macht. Besonders gefällt mir
die kleine Einsteckhülle für die praktische FlipMap, die auf der
Frontseite angebracht ist. Die Karte zeigt den inneren Bezirk mit den
angrenzenden Teilen und ist sehr übersichtlich, aber auch sehr leicht
wieder zusammenzufalten. Die Karte geht nicht so schnell verloren und
verknickt nicht so leicht, wie das bei vielen anderen Reiseführern der
Fall ist. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die U-Bahn sind hier
ebenso eingezeichnet, wie alle wichtigen Straßen. Dabei nimmt sie nicht
Ausmaße an, dass man sie zu zweit halten muss. Einfach eine tolle
Lösung.



Der Reiseführer an sich hat in etwa den Umfang
eines Marco Polo Reiseführers (die kennt wohl jeder), gefällt mir aber
aufgrund der wesentlich moderneren Machart wesentlich besser. Es gibt
ein umfangreiches Kartenmaterial und es werden zahlreiche Routen
angeboten, die dazu einladen, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden.



Man
erfährt eigentlich alles wichtige, was man für einen gelungenen Wien
Trip braucht. OK, in Sachen Hotels und Restaurants geht man halt auf
Nummer sicher und schlägt das vor, was man von Wien so erwartet (na, wem
fällt nicht als erstes das Hotel Sacher ein, wenn er an Hotels in Wien
denkt?), da könnte man vielleicht ein bisschen mutiger sein. Aber ich
als inzwischen gestandene Wienerin habe da wohl leicht reden.



In diesem Sinne



Eure Anke





Mittwoch, 25. Juni 2014

[Rezension] Mein alltäglicher Schmäh

Hallo Leute!

Inzwischen gehöre ich in Wien ja schon zu den eingesessenen - 2 Jahre lebe ich nun schon als echter Piefke in Wien. Doch eins nimmt einem der Wiener übel - wenn man ihn nicht versteht oder wenn man versucht, seinen Dialekt nachzuahmen. Ein kleines Büchlein, was einem zumindest am Anfang bei ersterem hilft, stelle ich euch heute vor...


Kauderwelsch Wienerisch - Das andere Deutsch
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Daten
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Autor: Beppo Beyerl
Verlag: Reise Know-How
ISBN: 978-3-89416-269-6
Preis: 7,90€


Inhalt
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Wienerisch ist entstanden als Schmelztigel des Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn. Es gibt viele Einflüsse - vom Tschechischen und Ungarischen vom Jiddischen sogar bis ins Französische. So versteht man als Piefke vieles, aber nicht alles.

In diesem Buch wird nicht nur das Wienerische mit 1000 Wörtern und Redewendungen vorgestellt, sondern auch die Wienerische Kultur und alles, was eben den Wiener ausmacht, der ja gerne einmal grantelt oder "a Schmäh" erzählt.

Wichtige Kapitel sind in diesem Buch vor allem das über das Kaffeehaus (Kaffee trinken ist in Wien eine Wissenschaft und bis man grob verstanden hat, was in den einzelnen Kaffeesorten so drinnen ist, braucht man eine Weile) und auch das Kapitel über das Einkaufen, vor allem wenn man im Laden mal nachfragen muss.

Ganz cool ist auch, dass man mit dem Smartphone einige Kapitel mit QR-Code einscannen und anhören kann.


Fazit
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Der Wiener hat mich vom ersten Tag an fasziniert. Witzigerweise scheint er irgendwie zu spüren, ob man als Tourist da ist oder ob man etwas länger bleibt. Und wenn man etwas länger bleibt, sollte man den Schmäh verstehen und auch die grobsten Redewendungen in seinen Wortschatz einbinden können. Als ich das erste mal Einkaufen war und an der Kasse (die hier Kassa heißt) nach einer Tüte fragte, wurde ich angeschaut, als wäre ich auf der Suche nach Drogen.

Das Büchlein hätte mir wohl am Anfang die eine oder andere kleine Peinlichkeit erspart - die Geschichte mit der Tüte erzählt einem hier jeder Piefke, aber irgendwann gehören die Sackerln eben zur Selbstverständlichkeit, genauso wie die Wienerische Steigerungsform  ur- ist irgendwann ur-normal. Trotzdem bleibt man immer "a Piefke" - aber auch das gehört bei den Unterhaltungen eben einfach dazu.

Das kleine Büchlein ist sehr schön aufgemacht, man lernt viel über den Wiener und über seine manchmal etwas merkwürdige Sprache. Für die Reise braucht man das Buch nicht unbedingt, gerade in den Touristischen Teilen spricht man auuch "normales Deutsch" und versteht es auch.

In diesem Sinne

Eure ANke


Mittwoch, 18. Juni 2014

[Rezension] Ab in die Keller...

Hallo Leute!



Heute stelle ich euch mal ein Buch vor, was einen an eine Ecke Wiens entführt, die kaum einer kennt - in die Wiener Unterwelt...





Geheimnisvolle Unterwelt von Wien

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Daten

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Autor: Gabriele Lukacs

Verlag: Pichler Verlag

ISBN: 978-3-85431-666-4

Preis: 18€





Inhalt

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Gabriele Lukacs, die bekannte Wiener Stadtführerin entführt den Leser gemeinsam mit ihrem Kameramann und Höhlenforscher Robert Bouchal in die geheimnisvolle Welt unterhalb der Stadt. Dabei geht es an geheimnisvolle Orte von Geheimgängen des Kaisers bis hin zu geheimnisvollen Alchemie-Laboratorien, von geheimen Abhörsystemen über Säulen, die eingezogen wurden, um die Gewölbe zu stützen, als die Pummerin zum Stephansdom transportiert wurde, findet man spannendes und geheimnisvolles, was dem Touristen im ersten Bezirk vollkommen verborgen bleibt.



Unter vor allem dem ersten und dritten Bezirk besteht ein ganzes System von Kellern, die größtenteils untereinander verbunden sind und die verschiedensten Funktionen erfüllt haben - vom Eiskeller bis zu unbekannten Kapellen gehen die Keller teils bis zu 4 Etagen in die Tiefe. Sie dienten den Angehörigen des Hofes für diverse amoröse Liebschaften, sie dienten zum Transport von allerhand Leckereien oder auch als Massengrab zu Pestzeiten.





Fazit

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Mich hat das Buch überrascht. Als Hobbykellerforscherin (immerhin habe ich früher in meiner Heimat Führungen durch die Dillenburger Kasemattenanlage gemacht) habe ich mich auf dieses Buch besonders gefreut, eben weil die Autorin uns an Orte entführt, denen man sich gar nicht so bewusst ist. Untermalt mit tollen Bildern begleitet man die Autorin unter die Staatsoper oder ins Archiv des Musikhaus Doblinger in der Dorotheergasse, aber auch an unwirtliche Orte, die heute für die Öffentlichkeit kaum zugänglich sind. Die Autorin beschreibt ihre Erlebnisse bei der Erforschung auch recht anschaulich, teils sind die Orte so zugeschüttet, dass man nur noch kriechen kann. Ich jedenfalls habe Lust bekommen, auch auf Forschungsreise zu gehen.



Das einzige, was man ein bisschen kritisieren könnte ist eine fehlende Übersichtskarte. An manchen Stellen muss man schon entweder einen Stadtplan neben sich liegen haben oder sich im Gassengewirr der Innenstadt auskennen, um die Beschreibungen gut nachvollziehen zu können. Auch wäre an manchen Stellen für Leute mit weniger Fachkenntnis der Stadtgeschichte eine kleine historische Eingliederung gar nicht so schlecht, so dass man etwa das Alchemistenlabor von Franz Stephan vielleicht besser einordnen kann. Manchmal ist eben etwas Kenntnis vorausgesetzt, zumindest was etwa die Habsburger angeht oder die Geschichten der Türkenbelagerungen.



Insgesamt ein gelungener Bildband, der sicherlich in jedem, der sich für die Wiener Geschichte interessiert einen dankbaren Abnehmer findet.



Von mir gibt es 4 Sterne.



In diesem Sinne



Eure Anke




[Rezension] Unterwegs in Wien

Hallo Leute!

Das tolle an Wien ist ja, dass viele Sehenswürdigkeiten auf einem Platz sind. Daher hat sich Polyglott einen spannenden Reiseführer einfallen lassen...

Wien Polyglott zu Fuss entdecken
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Daten
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Herausgeber: Travel Media
Verlag: Polyglott
ISBN: 978-3-8464-6197-6
Preis: 9,99€ (D) 10,30€ (A)


Inhalt
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In diesem kleinen, kompakten Spiralbuch werden 30 tolle Touren entlang der Wiener Sehenswürdigkeiten vorgestellt. Jede steht unter einem anderen Thema und es werden eigentlich alle touristischen Sehenswürdigkeiten abgedeckt.

Die Touren haben alle unterschiedliche Längen. Begonnen wird beispielsweise mit dem Stephansdom, einer kurzen Tour durch das Stadtzentrum, vorbei am Diözesanmuseum , der Akademie der Wissenschaften und der Jesuitenkirche führt die Tour zum Stubentor.

Eine weitere Tour führt etwa vom Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz über das untere Belvedere und den Belvedere Garten hinauf zum oberen Belvedere.

Die Touren sind farblich nach ihrer Lage im Stadtgebiet (Zentrum und Himmelsrichtungen) geordnet.

Jede Tour wird zunächst in ihrer Charakteristik vorgestellt und die einzelnen Zwischenstationen werden gesammelt. Dann erfolgt eine ausführliche Beschreibung mit einigen Fotos und am Ende gibt es einen Stadtplan, damit man sich auch nicht verläuft. Auch auf direkte Anschlusstouren wird hingewiesen. Auch besondere Restaurants entlang der Strecke sind den Autoren ein Hinweis wert.

Am Ende gibt es schließlich noch ein paar Hinweise, Adressen von Restaurants und Hotels, von Bars und Shoppingadressen. Die Auswahl ist dabei zwar nicht groß, dafür werden die einzelnen Adressen auch ausführlich beschrieben.


Fazit
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Ich denke, diesen Reiseführer muss man etwas differenziert betrachten. Wenn ich jetzt das erste mal in Wien wäre, ist er sicherlich eine nette Ergänzung zum normalen Reiseführer, die Informationen zu einzelnen Punkten wären mir persönlich aber zu wenig. Gleichzeitig aber bietet er wirklich nette Anregungen, etwa auch Touren speziell konzipiert für Kinder.

Für den erfahreneren Wien Besucher ist der Reiseführer allerdings top, da einen einige Touren auch mal wegführen von den überfüllten Touristenrouten, etwa in die Josefstadt, in die Rossau oder auf die Donauinsel, wohin sich sicherlich nicht alle Touristen verirren. Das dazu passende Kartenmaterial lässt einem auch praktisch keine Chance, dass man sich verirren könnte.

Ganz schön finde ich auch die eher ausführlichen Beschreibungen der Restaurants entlang der Strecke. So weiß man gleich, wo man auch einkehren kann (bei den Vierteln, die ich kenne, wären die Empfehlungen bei mir ähnlich ausgefallen also durchaus gelungen!).

Auch die beschriebenen Sehenswürdigkeiten sind durchaus nicht nur das, was sich der Neuling in Wien anschauen würde (dafür sind natürlich auch Touren dabei), sondern eben auch Dinge wie das Kriminalmuseum oder das Hutmuseum.

Ich kann diesen Reiseführer durchaus empfehlen für alle, die nicht zu faul sind, diese Stadt zu Fuß zu erkunden.

In diesem Sinne

Eure Anke

Montag, 16. Juni 2014

[Rezension] Wien für Klugscheißer (2)


Hallo Leute!

Bereits vor geraumer Zeit habe ich euch von einem ganz tollen Buch aus dem Holzbaum-Verlag berichtet. Es geht um kurioses und skurilles Wissen über die österreichische Bundeshauptstadt. Davon ist kürzlich der zweite Band erschienen.


Unnützes Wien Wissen 2
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Daten
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Herausgeber: stadtbekannt.at
Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-04-5
Preis: 9,99€


Inhalt
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Eingeteilt 7 Kategorien gibt es Skurilitäten rund um Wien:

Historisches
Musikalisches
Sportliches
Kulinarisches
Intimes
Bewegendes
Unterhaltsames

In kurzen, einprägsamen Sätzen werden die unterschiedlichsten Aspekte Wiens dargestellt: Vom Durchschnittsalter des Wieners (übrigens 41 Jahre) über den Canabiskonsum (10% der Wiener gaben zu, regelmäßig zu kiffen), von der Anzahl der Christbaumsammelstellen bis zu Wiens Big Mac Index (der Wiener muss im Schnitt 14 Minuten arbeiten um sich einen Big Mac leisten zu können), hat für mich vor allem die Kategorie "Unterhaltsames" einiges zu bieten, was man beim nächsten Stammtisch an neu entdecktem Wissen einbringen kann.

Unter Historischem findet man Dinge wie die Maße des Wiener Fuß oder über das älteste Fischgeschäft am Naschmarkt.

Auch nicht schlecht ist die Kategorie "Intimes" in der man erfährt, dass eine Frau im Mittelalter nach dem ersten Kuss geheiratet werden musste.

Begleitet werden die kurzen, einprägsamen Abschnitte, die untereinander nicht in Zusammenhang stehen, durch schöne, ausdrucksstarke Bilder aus Wien.


Fazit
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Das Buch ist wirklich amüsant, vor allem etwas für echte Wien-Fans ist dieses kleine Büchlein ein wirklich tolles Präsent. Es liefert Spannendes und Neues, von Mozartkugel bis zum Wiener Schnitzel ist einfach alles dabei. Es liefert Anekdoten aus der Stadtgeschichte, Geschichten vom größten Wiener Schnitzel (25 qm), eben alles, was man über diese Stadt wissen muss, oder eben nicht.

Dieses Buch kann es mit dem ersten Band locker aufnehmen, es bringt einen zum Schmunzeln und man geht gleich mit wacheren Augen durch die Stadt. Teils ist man irritiert - vor allem, dass jeder 10. Wiener regelmäßig kifft fand ich schon sehr amüsant. Die kleinen Tatsachen über Wien sind angefüllt mit rabenschwarzem Humor und zeigen Wien genau so, wie es ist. Es ist zwar mit 126 Seiten mehr ein Heftchen, aber ich nehme es - seit ich es habe, immer wieder in die Hand und blättere darin, weil mir immer wieder etwas Neues auffällt. Genial und absolut empfehlenswert!

Ein tolles Geschenk für alle Wiener und Wien-Fans. Ich werde gleich ein paar ordern - zum Verschenken.

Von mir gibt es klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke