Mittwoch, 24. September 2014

[Rezension] All about Coffee

Hallo Leute!

Wenn man in Wien eins lernt, dann ist das Kaffee trinken. Ich habe, bevor ich herzog, keinen Kaffee getrunken, inzwischen bin ich ein leidenschaftlicher Kaffeehausbesucher... Eins lernt man schnell, wenn man in Deutschland einen Kaffee bestellt, ist das ganz einfach, in Wien gleicht das schon beinahe einer Wissenschaft.

Nun, ein schönes und sehr amüsantes Buch ist in der Stadtbekannt-Reihe im Holzbaum-Verlag erschienen...

Kaffee in Wien
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Daten
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Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-14-4
Preis: 9,99€


Inhalt
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In diesem Buch geht es um das Schwarze und Braune, was die Wiener Seele weit mehr bewegt als die Politik. In kaum einer anderen Stadt habe ich so viele gemütliche Kaffeehäuser erlebt, wie in Wien. Und in kaum einem Cafe gibt es weniger als 10 Sorten Kaffee. Die Melange gehört schon zur Wissenschaft des Wienerseins dazu.

In diesem Buch geht es darum, wie Kaffee funktioniert. Es geht um die Kaffeehauskultur, um die Gäste im Kaffeehaus kurzum einfach um alles rund um den Kaffee und das Kaffeehaus, was es zu wissen gilt. Die wichtigsten Kaffeehäuser werden dabei genauso dargestellt, wie allerhand skurriles rund um den Kaffee, die Röstereien in Wien und die hippen Neuen in der Wiener Kaffeeszene. Selbst die Kaffeeketten - Coffee Bay oder McCafe - kommen mit einem eigenen Kapitel nicht zu kurz.




Fazit
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Als Neuwiener merkt man schnell, dass der Kaffeehauskellner die Nase rümpft, wenn man im Kaffeehaus einen Kaffee bestellt. Das klingt erstmal ungewöhnlich. Wenn man als Tourist kommt, ist das noch OK. Aber die Ober scheinen eine Nase dafür zu haben, wer länger als ein paar Tage in Wien bleibt. Und so ist es ein echter Faux Pas. Und wenn man das auch noch mit einem Piefke-Akzent macht, so wie ich, dann hat man Glück, wenn man nicht gleich des Lokals verwiesen wird. So werden in diesem Buch alleine im Bereich "Lexikon" 32 Kaffeespezialitäten vorgestellt. Inzwischen habe ich auch alles vom Advokat bis zum Zarenkaffee durchprobiert - man muss sich nur trauen.

In diesem kleinen, wirklich amüsant geschriebenen Büchlein wird alles vorgestellt, was man über Kaffee wissen sollte, bevor man sich als Zugezogener, vielleicht auch noch außerhalb des 1. Bezirks ins Kaffeehaus trauen kann. Auch die einzelnen Cafes von hipp bis ganz klassisch werden hier vorgestellt.

Einfach rundum ein gelungenes Buch. Für mich ist es sogar das beste aus der Stadtbekannt-Reihe, es ist amüsant und sehr komprimiert geschrieben, beschränkt sich aber eben doch nicht auf die Touri-Cafes, wie das Sacher oder das Hawelka, die eigentlich in jedem Reiseführer stehen.

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 12. August 2014

[Rezension] Wandern in der Wachau

Hallo Leute!

Nachdem wir dieses Jahr schon einige Touren des Welterbesteigs Wachau gemacht haben, haben wir uns noch einen zweiten Wachauwanderführer zugelegt, den ich euch heute ans Herz legen möchte...

Wachau
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Daten
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Autoren: Franz und Rudolf Hauleitner
Verlag: Rother
ISBN: 978-3-7633-4050-7
Preis: 14,90€ (D) 15,40€ (A)


Inhalt
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Der Führer führt in insgesamt 55 Touren in die verschiedensten Bereiche. Der Fokus liegt dabei natürlich auf der Wachau zwischen Krems und Melk, aber es gibt weitere Touren Donauaufwärts bis Ypps und Neustadt. Ein paar Touren liegen auch etwas abseits der Donau im Dunkelsteiner Wald.

Enthalten sind insgesamt 5 Touren der schwierigsten Kategorie, bei denen man sich auch schonmal anseilen muss. 11 Touren entstammen der mittleren Kategorie, die schon etwas anspruchsvoller sind und für die man die Kondition schon recht gut im Griff haben muss. Der große Rest sind allerdings leichte Touren, die auch für Anfänger geeignet sind.

Die einzelnen Touren sind auf 4-6 Seiten vorgestellt, wobei auf besondere Schwierigkeiten natürlich genauso hingewiesen wird, auf Markierungen und auch auf Parkplätze und zum Teil auch auf öffentliche Verkehrsmittel und Einkehrmöglichkeiten. Die Route wird als Höhenprofil gezeigt, auf einer Karte und sie wird ausführlich beschrieben. Außerdem kann man sich noch die GPS Daten der Orientierungspunkte aufs Smartphone laden und mit diversen Apps abrufen, was man zusätzlich zur Orientierung nutzen kann.




Fazit
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Ich bin zugegeben ein echter Fan der Rother Wanderbücher. Nicht nur dass sie im Hosentaschenformat gedruckt sind und daher unterwegs absolut unproblematisch zu handhaben sind. Sie liefern noch dazu absolut traumhafte Wanderrouten für alle Bedürfnisse. OK, wir sind zwar immernoch bei der "Leicht" Stufe hängengeblieben, haben aber mit diesen Büchern das Wiener Umland schon kennengelernt. Das einzige, was ich bei allen Büchern dieser Rother Reihe zu bemängeln habe, ist dass immer nur eine Zeit für die Tour angegeben wird. Das ist eine sehr subjektive Angabe. Kilometer wären mir lieber, aber das ist sicher Geschmackssache. Ich finde es eben immer etwas deprimierend, wenn ich eine Stunde mehr brauche als der Autor.

Wir haben bisher 6 Routen ausprobiert. Von Wien aus ist man ja recht schnell in der Wachau (nach Krems sind es gut 80 km) und wir sind eben echte Fans der traumhaft schönen Gegend. Die Routen haben uns alle gefallen und sie entsprachen unseren Vorstellungen. Es gibt traumhafte Routen durch die Weinberge, zu Ruinen aber auch durch den dunklen Wald oder entlang der Donau.

Ich bin absolut zufrieden und kann diesen Wanderführer uneingeschränkt empfehlen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 30. Juli 2014

[Rezension] Ideal für unsere "kleine" Hochzeitsreise

Hallo Leute!

Nun haben wir ja dieses Jahr noch 2 ganz große Ereignisse vor uns - in 2 Wochen geht es mit den Schwiegereltern nach Peru. Nur sind es da ja noch keine offiziellen Schwiegereltern - das kommt erst im Oktober. Daher wird es zumindest nach der Standesamtlichen Hochzeit nicht für einen Flitterwochentrip reichen, schon urlaubstechnisch wird das schwer. Aber Gott sei dank gibt es quasi extra für uns einen neuen Wiener Stadtführer...

Bussi Bussi - Verliebt in Wien
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Daten
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Autoren: Doris Rittberger, Jine Knapp, Marcus Steinweg, Fred Stampach
Verlag: Rittberger & Knapp
ISBN: 978-3-9502869-0-8
Preis: 14,80€


Inhalt
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Amorbidius hat einen Plan. Der "Stellvertretende Amtsleiter im Amt für allgemeines Gefühlswesen der Stadt Wien - Referat 4 für Misanthropie und grundsätzlichen Wiener Grant" hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, dass Wien nicht nur einen gewissen melancholischen, man sagt ja sogar morbiden Charme hat. Er hat einen Plan - er stellt sich seinen Kollegen entgegen und will Liebe anstatt Misanthropie verbreiten.

So begleitet er 10 Pärchen durch Wien auf 10 Tracks, die die romantische Seite von Wien zeigen sollen. Von der Herrengasse zum Rosengarten oder auch vom Stadtpark zum Prater, aber auch weit außerhalb der Stadt vom Georgenberg zum Liesingbach oder von den Steinhofgründen zum Dehnepark werden die romantischsten Spaziergänge der Stadt vorgestellt.

Jeder dieser Tracks braucht etwa 2 Stunden und beginnt mit einer sehr übersichtlichen Karte, auf der man sich auch zurechtfindet, wenn man von Kartenlesen überhaupt keine Ahnung hat. Dabei sind unter anderem auch die Tour, die Jesse und Celine im Kultfilm "Before Sunrise" durch Wien nehmen.

Man lernt dabei Orte kennen, wie den Bootsverleih am Heustadelwasser oder die Brücke mit den Liebesschlössern am Donaukanal, eben Orte, die man als frisch Verliebte auf Städtetour so braucht.

Neben den vorgestellten Touren gibt es auch immer wieder kleine Rätsel über geheime Liebschaften etwa von Kaiser Franz Josef oder von Freuds Tochter Anna. Auch gibt es das Original Wiener Liebesrätsel, aber auch Adressen von den Sommerkinos usw.



Fazit
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Ich finde den Stadtführer für Verliebte einfach cool. Er ist sehr witzig und modern geschrieben und zeigt, dass Wien eben nicht nur die Steife Kultur der Staatsoper hat, sondern dass es in Wien das eine oder andere für Verliebte gibt, meistens Orte, an die man als Tourist nicht unbedingt kommt, wie eben z.B. das Heustadelwasser oder die Steinhofgründe.

Es werden Orte gezeigt, wo man traumhaft schön Picknicken kann, wo man eben auch mal etwas fern von den Touriströmen für sich sein kann, ideal für Wien Liebhaber und frisch verliebte. Ich stehe ja sowieso auf solche Stadterkundungstouren. Hier erfährt man eben auch allerhand frivole Geschichten aus dem historischen Wien. Gleichzeitig wird man auch als Leser immer wieder eingebunden, mit Rätseln oder Aufforderungen zum Lesen.

Einiges haben wir schon getestet, aber es bleibt auf jeden Fall das eine oder andere übrig für unser "Flitterwochenende". Die richtigen Flitterwochen kommen dann nächstes Jahr. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung!

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 29. Juli 2014

[Ausflugstipps] Tu felix Austria (7)

Hallo Leute!

Am vergangenen Wochenende war ich mal wieder unterwegs und habe dabei wieder eine neue Seite von Österreich kennengelernt. Diesmal ging es mit der Wachaubahn durch die Wachau...

Wachaubahn
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Abfahrt
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Die Wachaubahn fährt vom Hauptbahnhof in Krems vorbei an Dürnstein und Spitz bis nach Emmersdorf an der Donau und passiert dabei einmal die Wachau.

Fahrplan
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Von 12. April bis 26. Oktober fährt die Bahn an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Es gibt nur einen Zug, der auf der eingleisigen Strecke jeweils um 10 Uhr, 13 Uhr und 16 Uhr ab Krems startet. Die Rückfahrt ab Emmersdorf ist jeweils um 11:40 Uhr, 14:40 Uhr und 17:40 Uhr. Die Fahrt dauert 1h 10 min.

Fahrkarten
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Die Fahrkarten gibt es jeweils im Zug.

Erwachsene zahlen für die ganze Strecke 16€ (Tageskarte 22€), von Krems bis Spitz kostet 11€ (16€ Tageskarte). Eine Teilstrecke (z.B. Krems bis Dürnstein) kostet 6€ (10€). Kinder zahlen jeweils die Hälfte.

Mit der NÖ-Karte gibt es mal wieder eine Gratis-Fahrt.


Fahrt
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Unsere Fahrt startete in Krems. Da wir mit der NÖ-Card eh eine Gratistageskarte hatten, fuhren wir zunächst bis Emmersdorf, auf dem Rückweg machten wir dann in Spitz halt.

Die Fahrt erfolgt in einem Dieselzug, der schätzungsweise aus den frühen 70er Jahren stammt. Fahrradmitnahme ist bedingt möglich.

Die Fahrt geht zunächst vorbei an der JVA Krems Stein und dann weiter nach Dürnstein. Auf der Strecke hat man einen netten Ausblick auf das Kloster Göttweig in der Ferne. An Dürnstein selbst (also an der Altstadt) fährt der Zug vorbei, die berühmte Kirche ist allerdings mit einem kurzen Fussmarsch zu erreichen. Einen kurzen Blick auf die Ruine, auf der Richard Löwenherz gefangengehalten wurde, kann man allerdings erhaschen.

Dann geht es weiter in Richtung Spitz, wo der Bahnhalt tatsächlich mitten in der Stadt ist. Man kommt entlang der malerischen Weinlandschaft der Wachau, Weinberge rechts, die Donau und Marillenbäume links. Von Spitz geht es weiter vorbei an der Ruine Aggsbach bis nach Emmersdorf, wo der Zug dann rangiert wird.

Auf der Rückfahrt machten wir einen kleinen Halt in Spitz für einen Spaziergang entlang der Donau, um die Fahrt dann mit dem nächsten Zug nach Krems weiterzuführen.








Fazit
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Die Bahnfahrt durch die Wachau ist schon ganz nett, vor allem für Fotografen, da man hier wesentlich mehr Fotomöglichkeiten hat als auf der parallelen Straße, die etwas weiter unten liegt. Allerdings ist man mit dem Zug, der ja nur alle 3 Stunden fährt, selbst mit der Tageskarte nicht sonderlich flexibel. Wenn man sich nur Spitz und Dürnstein anschauen will, ist man schon den ganzen Tag unterwegs. Will man dann vielleicht noch einen Halt in St. Michael einlegen, muss man schon eine 2. Fahrt einlegen.

Als Tipp, wenn man die Wachau an einem Tag wirklich intensiv anschauen will, gibt es bei den Wachau-Info-Büros in Krems und Melk das "Autofrei in der Wachau" Ticket für 10€. Damit kann man die stündlich fahrenden Buslinien nutzen und ist wesentlich flexibler.

Der Nostalgiefaktor im Zug selbst ist jetzt auch nicht sooooo riesig. Wie gesagt, der unklimatisierte Dieselzug stammt aus den 70ern. Der ist zwar sehr sauber und vermutlich restauriert, aber bei Sonnenschein muss man schon die Fenster aufreißen, um überhaupt im Zug sitzen zu können.

Es ist eine nette Fahrt, man hat ein paar neue Perspektiven in der Wachau gefunden, ehrlicherweise muss ich aber sagen, es gibt günstigere Alternativen, mit denen man am Ende wesentlich flexibler ist. Die Schiffe teste ich auch noch aus, das wäre nämlich Alternative Nummer 3. Bericht folgt!

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 26. Juli 2014

Freud in Wien

Hallo Leute!

Am Wochenende hatte ich mal wieder Besuch aus Deutschland. Gleich mal wieder ein Grund, ein paar andere Museen in Wien zu erkunden, in denen ich bisher noch nicht war...

Sigmund Freud Museum Wien
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Lage
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Das Museum liegt im 9. Bezirk in der Berggasse 19, unweit der U4 Station Schottenring.


Eintrittspreise
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Erwachsene € 9,00
SeniorInnen € 8,00
Wien Karte € 7,50
Mitglieder Club Ö1/KulturKontakt Austria € 6,50
StudentInnen (von 18 bis 27 Jahren) € 6,50
SchülerInnen (von 12 bis 18 Jahren) € 4,00

Inklusive Audioguide

Führungen gibt es für 5 Personen auf Anfrage - der Preis erhöht sich dann jeweils um 1€ pro Person.

Ich hatte mal wieder das Glück, dass ich mir eine Niederösterreichkarte zugelegt habe. Mit dem kleinen, gelben Kärtchen gibt es nämlich freien Eintritt - das ganze Jahr über.


Öffnungszeiten
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Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 17:45.


Das Museum
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Das Museum befindet sich in den Originalräumen in denen die Familie Freud 47 Jahre gelebt hat und in der Sigmund Freud bis zu seiner Flucht vor den Nazis seine psychoanalytische Praxis hatte. Man geht in den ersten Stock und nachdem man seinen Audioguide erhalten hat, geht es gleich in Freuds Praxis. In einem Vorraum befindet sich ein Mantel, ein Spazierstock und Reisegepäck Freuds, so wie es von seiner Tochter Anna zur Eröffnung des Museums gespendet wurde. Vom Vorraum aus gelangt man in ein (übrigens original eingerichtetes) Wartezimmer, in dem sich auch die berühmte Mittwochsgesellschaft traf. In einem Video, das man im benachbarten Videoraum ansehen kann, sieht man, dass alles genau rekonstruiert wurde, bis hin zu den Urkunden an der Wand.

Als nächstes kommt man in den Behandlungsraum, in dem allerdings heute keine Couch mehr steht (die steht soweit ich weiß im Freud Museum in London), sondern hauptsächlich eine bildliche Dokumentation gezeigt wird.

Im Arbeitszimmer sieht man einiges aus Freuds Besitz, darunter einen Spiegel, der vor dem Fenster hing, in dem sich Freud bei der Arbeit beobachte, und ein rekonstruierter Stuhl, der extra für Freuds unbequeme Sitzhaltung konstruiert wurde.

Als nächstes kommt man in die Räume, in denen Anna Freud ihre erste Praxis eröffnete. Hier sind einige Kunstwerke ausgestellt, genauso wie im großen Saal, in dem einige von Freuds Besitztümern ausgestellt sind.

Außerdem beherbergt das Museum die größte psychoanalytische Bibliothek Europas.







Fazit
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Auch wenn ich mich bisher nicht wirklich mit Psychoanalyse beschäftigt habe, fand ich das Freud Museum an sich wirklich spannend, weil es zur Auseinandersetzung mit dem Thema Freud einlädt, gleichzeitig aber nicht zu theoretisch wird, zum Thema "Ich, Überich & Es" gibt es beispielsweise keine Ausführungen, sondern eigentlich mehr zum Leben Freuds, dessen Flucht, dessen Reisen usw.

Wer allerdings ganz großes Museumsentertainment erwartet, wie es etwa die großen Wiener Museen bieten, wird leider enttäuscht. Man kann sich weder auf die Originalcouch legen noch wird man therapiert. Wer eben darauf steht, sich mal historische Originalschauplätze, wie etwa die Praxis des Dr. Freud anzuschauen, der ist hier richtig.

Ich werde sicher bei Gelegenheit nochmal ins Freud Museum gehen, wenn ich mehr im Thema bin. Wenn man sich aber überhaupt wenig für Freud interessiert, sollte man lieber in ein anderes Museum gehen. Dafür wären mir die 9€ zu teuer.

In diesem Sinne

Eure Anke

Sonntag, 20. Juli 2014

[Rezension] Witzige Habsburger Facts

Hallo Leute!

Als Wahlwiener kommt man an einer Familie nicht vorbei, die fast alles in Wien gebaut hat, die Österreich geprägt hat, wie kaum eine andere... Aber auch in dieser Familie gibt es wunde Punkte... Nun ist im Holzbaum-Verlag der dritte Band der Unnützes Wissen Reihe erschienen. Nach Unnützes WienWissen und Unnützes WienWissen 2 konzentriert sich dieser dritte Band eben genau auf diese Familie.

Unnützes HabsburgerWissen
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Daten
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Herausgeber: Stadtbekannt.at
Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-06-9
Preis: 9,99€


Inhalt
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Wer Unnützes Wissen etwa von Facebook kennt, kann sich ungefähr vorstellen, wie dieses Buch aufgebaut ist. Mit einzelnen kleinen Absätzen (maximal 5 Sätze) wird erstaunliches, kurioses und auch ekliges rund um die Familie Habsburg transportiert. Die Sätze sind dabei so einprägsam, dass sie nützliches Wissen quasi aus dem Hirn verdrängen und sich einprägen, so dass man sie beim nächsten Stammtisch oder wenn der nächste Besuch aus Deutschland kommt, eben nur schnell hervorkramen muss, um die Oma beim Spaziergang durch die Hofburg zu beeindrucken.

Chronologisch geordnet von den Anfängen der Habsburger (übrigens auf der Habichtsburg in der Schweiz) bis zu Sissi und Franzl und dem Untergang unter Kaiser Karl wird in diesem Buch allerhand an Wissen zusammengestellt, das es vielleicht nicht unbedingt in ein Geschichtsbuch geschafft hätte.

Nach einer kurzen Einführung in die Anfänge Österreichs geht es mit der Schlacht im Marchfeld und der daraus folgenden Machtnahme der Habsburger in Wien los. Man erfährt alles über geschickte Hochzeiten, musikalische Talente, Erlasse und natürlich auch Affären der Habsburger. So ordnete etwa Joseph II. an, dass Theaterstücke kein trauriges Ende haben dürfen. So wurden etwa Stücke von Shakespeare umgeschrieben und bekamen einen Wiener Schluss. Oder Erzherzog Otto, der nackt im Hotel Sacher aus seinem Zimmer ausgesperrt wurde - nur mit Säbel und Orden vom Goldenen Vlies bekleidet. Dummerweise traf er dabei auf den britischen Botschafter mit Gattin (die beim Anblick des Nackerten in Ohnmacht gefallen sein soll),




Fazit
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Nach den beiden Bänden Unnützes Wien Wissen war ich natürlich verwöhnt. Und als echter Habsburg Fan wusste ich natürlich einiges schon. Dennoch bekommt man mit diesem Buch einen spannenden, schnellen und teils auch amüsanten Eindruck in die Geschichte der Habsburger.

Ich muss allerdings ehrlicherweise sagen, dass es das Unnütze HabsburgerWissen es nicht zu 100% an die WienWissen Bände ranreicht. Das mag daran liegen, dass die Erklärungen manchmal ein bisschen zu lang sind und daher geht an Einprägsamkeit einiges verloren. Und vielleicht liegt es daran, dass ich viele der Stories schon aus anderen Büchern kannte, so wirklich schallend gelacht habe ich selten. Ich kann mir aber gut vorstellen, wenn man nicht so viel kennt und vielleicht mal in Schönbrunn war und gerne ein bisschen hintergründiges wissen will, ein bisschen mehr, als man in den Geschichtsbüchern aus der Schule kennt, ist mit diesem Buch genau richtig.

In diesem Sinne

Eure Anke

Freitag, 18. Juli 2014

[Rezension] Stadtwanderer

Hallo Leute!

So weit ich auch immer rumkomme, am meisten fasziniert mich noch immer meine Wahlheimat Wien. Ein toller mehr oder weniger neuer Stadtführer ist beim Pichler-Verlag erschienen. Den möchte ich euch heute vorstellen...


Vom Hinterhof in den Himmel
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Daten
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Autorin: Christina Rademacher
Verlag: Pichler
ISBN: 978-3-85431-652-7
Preis: 19,99€


Inhalt
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Der Titel klingt ja zunächst einmal relativ ungewöhnlich. Der geht aber darauf zurück, dass man in Wien tatsächlich "Am Himmel" wandern kann - das ist eine Straße in der Nähe des Kahlenbergs in Wien-Grinzing.

In dem Buch werden 15 außergewöhnliche urbane Touren vorgestellt, die beinahe vollständig um die großen Sehenswürdigkeiten in Wien herumkommen - also Stephansdom, Hofburg, Schönbrunn usw. nur am Rande streifen.

Tour 1 führt beispielsweise vom Mozartgrab durch den dritten Bezirk bis zum berühmten Straußdenkmal im Stadtpark, Tour 2 führt vom Westbahnhof zum Hauptbahnhof. Dabei wird zum Beispiel Favoriten als Heurigenbezirk vorgestellt - die Touris kennen meistens nur Grinzing. Eine weitere Tour führt vom Mühlwasser durch den Prater zum Hundertwasserhaus. Die letzte Tour führt dann in 3 Etappen vom Zentralfriedhof in Simmering ganz im Osten der Stadt bis nach Grinzing in den Himmel.

Bei jeder Tour lernt man dabei völlig unbekannte Seiten der Stadt kennen - man kommt in begrünte Hinterhöfe der Wiener Gemeindebauten, man kommt in fast völlig unbekannte Parks, die größtenteils in keinem Stadtführer zu finden sind.

Dabei werden die Touren natürlich sehr ausführlich besprochen. Dazu gibt es auch eine Zusammenfassung (auf 1 Seite), auf der man alles nochmal in aller Kürze erfährt - Sehenswürdigkeiten, Hinweise über die Erreichbarkeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und einigen empfehlenswerten Orten zum Rasten und einer ausführlichen Routenbeschreibung.



Fazit
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Der Mensch sollte täglich 6 bis 7 km zu Fuss gehen, sagt die Autorin schon in ihrer Einführung. Das erreichen in Wien normalerweise maximal die Briefträger - für die meisten Wege müssen halt doch die Öffentlichen Verkehrsmittel oder das Auto herhalten.

Doch dieses Buch fordert einen quasi auf, sich seine eigene (Wahl-)Heimat einmal genauer anzuschauen. Und man wird schnell merken, wie viel man bisher verpasst hat. Mindestens 3 der Routen führen mehr oder weniger direkt an meiner Wohnung vorbei. Ich habe sie alle 3 ausprobiert und dabei völlig neue Seiten meines "Grätzels" kennengelernt. Beispielsweise dass sich hinter der grauen Gemeindebaufassade, an der ich beinahe täglich vorbeilaufe, ein riesiger, grüner Park verbirgt.

Sicherlich ist dieses Buch nix für den absoluten Wien-Anfänger, der den Stephansdom und Schönbrunn besuchen will, der auf der Suche nach Sisi und Franzl ist. Es ist vielmehr was für alle, die Wien schon vollständig zu kennen glauben - die also entweder schon zum zwanzigsten mal in Wien Urlaub machen oder - so wie ich - schon mehrere Jahre in Wien leben.

Von mir bekommt dieses geniale Buch klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke