Mittwoch, 29. Oktober 2014

[Rezension] Fleischlos in Austria





Hallo Leute!

Mein Mann und ich ernähren uns zwar nicht ausschließlich vegetarisch, essen aber verhältnismäßig wenig bis gar kein Fleisch. Das Thema kommt ja immer mehr in Mode. Im Holzbaum-Verlag ist daher ein ganz interessanter Lokalführer erschienen...

Vegetarischer Lokalführer Österreich
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Daten
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Herausgeber: Clemens Ettenauer
Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-07-6
Preis: 10€


Inhalt
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In diesem sehr kompakten Büchlein werden alle Lokale vorgestellt, die in Österreich weder Fisch noch Fleisch servieren - also vollkommen vegetarisch sind. Jedem Lokal wird dabei eine ganze Seite gewidmet. Die Lokale sind dabei nach Bundesländern geordnet.

Naturgemäß sind die meisten Lokale in Wien. Aber auch in jedem anderen Bundesland gibt es zahlreiche  Vegetarierlokale.

Zunächst werden dabei die wichtigen Daten - Adresse, Internetauftritt, Öffnungszeiten, Telefonnummer vorgestellt. Dann kommen die Bewertungskriterien "Ambiente", "Speiß und Trank", "Service" und "Preise", in denen die Lokale jeweils bis zu 10 Sterne bzw. 1-3 € Zeichen erreichen.

Im Anschluss folgt dann noch eine kleine Bewertung mit Worten - eine Beschreibung der Lage, des Ambiente, des Service und natürlich auch des Essens.


Fazit
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Für den Wiener mit leichtem Hang zum fleischlosen Essen - wie gesagt, ich würde mich selbst nicht als Vegetarier bezeichnen - ist dieses kleine Büchlein eine wahre Fundgrube. Auch für Ausflüge in Restösterreich findet man immer wieder nette Lokale, bekannt wie unbekannt.

Besonders schön finde ich, dass man in diesem Buch die Vergleiche zwischen den Lokalen genauso wenig scheut, wie die Kritik. Manch ein Lokal, gleich das erste beispielsweise, kommt bei der Kritik gar nicht gut weg.

Für den Wiener - weit über 70 Lokale - ist das Buch super. Ein weniger schönes Präsent ist es jedoch für den Kärntner mit gerade einmal 2 gelisteten Lokalen.

Wir werden uns in Wien noch ordentlich durchtesten. Ich kann aber auf jeden Fall sagen, dass ich mit den Lokalen, die wir schon getestet haben, bevor wir den Führer hatten, mit der Bewertung 100% übereinstimme und ich bin gespannt, was wir noch tolles finden...

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 18. Oktober 2014

Hier wird einem eingeheizt

Hallo Leute!

Brennpunkt - das klingt ja zunächst einmal mehr nach einer Currywurstbude irgendwo im Ruhrpott oder nach einer In-Bar irgendwo in der Innenstadt. In Wien allerdings assoziiert man mit "Brennpunkt" ein eher außergewöhnliches Museum...

Brennpunkt - Museum für Heizkultur
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Lage
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Brennpunkt liegt im 12. Gemeindebezirk ganz in der Nähe der U-Bahn-Station Längenfeldgasse (U4/U6) in der Malfatigasse.


Öffnungszeiten und Eintrittspreise
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    Montag bis Mittwoch: 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr
    Sonntag: 10 bis 16 Uhr
    Führungen: jeweils 10.30 Uhr und 13.30 Uhr (gratis)

Geschlossen ist in den Sommermonaten (vermutlich wegen der Schulferien). Führungen sind zusätzlich ab 10 Personen individuell unter  +43 1 4000-34100 oder office@brennpunkt.at zu vereinbaren.


Bezüglich der Eintrittspreise gibt es eine gute Nachricht für Großfamilien: Kinder unter 19 Jahren haben freien Eintritt. Der ermäßigte Eintritt (für Pensionisten, Studenten bis 27 Jahre usw) beträgt 3€, Erwachsene zahlen 5€.



Was gibts zu sehen?
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Ich hatte zunächst einmal das Glück, in der Nacht der Museen 2014 den Brennpunkt zu besuchen, weshalb ich an der Führung teilnehmen konnte (die äußerst witzig gestaltet war).

Das Museum führt in 11 Ausstellungsräumen in die Geschichte der Heizkultur ein, von der Gewinnung von Brennstoffen über eine Sammlung der verschiedensten Öfen findet man hier alles rund um das Thema Heizen. Auch gibt es 2 Spielstationen, in denen man etwa austesten kann, wie viel Energie man aufbringen muss, um 100 ml Wasser zu erhitzen - man muss dazu ein Handpedal betätigen. Auch kann man bei einem interaktiven Rätsel beim Hausbau zum Energiesparmeister werden.

Man sieht hier auch alles zum Thema Müllverbrennung und Fernwärme (wird in Wien ganz groß geschrieben). Am Ende sieht man dann auch noch anhand zweier Klassenzimmer den Aufbau einer groß angelegten Heizung früher und heute. Kinder können hier außerdem lernen, wie man sich früher im Waschzuber gebadet hat oder wie man in Wien früher zum Duschen ins Brausebad gehen musste.

Momentan gibt es außerdem eine Sonderausstellung zum Thema Toiletten - hier sieht man unter anderem unter Schwarzlicht, welche Teile der Toilette am meisten mit Keimen belastet sind. Witzig fand ich persönlich den Imitator eines Toilettengeräusches aus Japan. Als man die Spültoilette in Japan einführte, stieg der Wasserverbrauch dort nämlich rasant an, da sich die Japaner wegen des Pieselgeräusches schämten und deshalb permanent die Spülung laufen ließen, um das Geräusch zu übertönen.







Fazit
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Nun, "Museum für Heizkultur" klingt für den Erwachsenen natürlich etwas unspannend. Als meine Bekannten vorschlugen, unbedingt in der Nacht der Museen dorthin zu gehen, dachte ich "Na muss das denn sein". Aber ich muss sagen, ich habe mich getäuscht.

Natürlich merkt man schon an den Öffnungszeiten (keine Saison in den Sommerferien) dass das Museum ganz auf den Besuch von Schulklassen ausgelegt ist - deshalb ja auch die interaktiven Stationen. Aber auch als Erwachsener kann man dort durchaus viel lernen und viel Spaß haben. Für Frauen stehen ein paar schöne Öfen da, Männer können große Heizkessel gucken - also für jeden was dabei.

Sicherlich ist das Museum für Heizkultur nichts, was man in seinen ersten Wochenendbesuch in Wien UNBEDINGT einbauen muss, da gibt es Wien-typischeres. Aber dennoch ist das Brennpunkt Museum wirklich sehenswert und für mich ein klarer Geheimtipp für einen regnerischen Sonntag - wenn man halt dann mal keine Lust hat auf Kunst oder Naturkunde.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 24. September 2014

[Rezension] All about Coffee

Hallo Leute!

Wenn man in Wien eins lernt, dann ist das Kaffee trinken. Ich habe, bevor ich herzog, keinen Kaffee getrunken, inzwischen bin ich ein leidenschaftlicher Kaffeehausbesucher... Eins lernt man schnell, wenn man in Deutschland einen Kaffee bestellt, ist das ganz einfach, in Wien gleicht das schon beinahe einer Wissenschaft.

Nun, ein schönes und sehr amüsantes Buch ist in der Stadtbekannt-Reihe im Holzbaum-Verlag erschienen...

Kaffee in Wien
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Daten
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Verlag: Holzbaum
ISBN: 978-3-902980-14-4
Preis: 9,99€


Inhalt
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In diesem Buch geht es um das Schwarze und Braune, was die Wiener Seele weit mehr bewegt als die Politik. In kaum einer anderen Stadt habe ich so viele gemütliche Kaffeehäuser erlebt, wie in Wien. Und in kaum einem Cafe gibt es weniger als 10 Sorten Kaffee. Die Melange gehört schon zur Wissenschaft des Wienerseins dazu.

In diesem Buch geht es darum, wie Kaffee funktioniert. Es geht um die Kaffeehauskultur, um die Gäste im Kaffeehaus kurzum einfach um alles rund um den Kaffee und das Kaffeehaus, was es zu wissen gilt. Die wichtigsten Kaffeehäuser werden dabei genauso dargestellt, wie allerhand skurriles rund um den Kaffee, die Röstereien in Wien und die hippen Neuen in der Wiener Kaffeeszene. Selbst die Kaffeeketten - Coffee Bay oder McCafe - kommen mit einem eigenen Kapitel nicht zu kurz.




Fazit
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Als Neuwiener merkt man schnell, dass der Kaffeehauskellner die Nase rümpft, wenn man im Kaffeehaus einen Kaffee bestellt. Das klingt erstmal ungewöhnlich. Wenn man als Tourist kommt, ist das noch OK. Aber die Ober scheinen eine Nase dafür zu haben, wer länger als ein paar Tage in Wien bleibt. Und so ist es ein echter Faux Pas. Und wenn man das auch noch mit einem Piefke-Akzent macht, so wie ich, dann hat man Glück, wenn man nicht gleich des Lokals verwiesen wird. So werden in diesem Buch alleine im Bereich "Lexikon" 32 Kaffeespezialitäten vorgestellt. Inzwischen habe ich auch alles vom Advokat bis zum Zarenkaffee durchprobiert - man muss sich nur trauen.

In diesem kleinen, wirklich amüsant geschriebenen Büchlein wird alles vorgestellt, was man über Kaffee wissen sollte, bevor man sich als Zugezogener, vielleicht auch noch außerhalb des 1. Bezirks ins Kaffeehaus trauen kann. Auch die einzelnen Cafes von hipp bis ganz klassisch werden hier vorgestellt.

Einfach rundum ein gelungenes Buch. Für mich ist es sogar das beste aus der Stadtbekannt-Reihe, es ist amüsant und sehr komprimiert geschrieben, beschränkt sich aber eben doch nicht auf die Touri-Cafes, wie das Sacher oder das Hawelka, die eigentlich in jedem Reiseführer stehen.

Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 12. August 2014

[Rezension] Wandern in der Wachau

Hallo Leute!

Nachdem wir dieses Jahr schon einige Touren des Welterbesteigs Wachau gemacht haben, haben wir uns noch einen zweiten Wachauwanderführer zugelegt, den ich euch heute ans Herz legen möchte...

Wachau
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Daten
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Autoren: Franz und Rudolf Hauleitner
Verlag: Rother
ISBN: 978-3-7633-4050-7
Preis: 14,90€ (D) 15,40€ (A)


Inhalt
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Der Führer führt in insgesamt 55 Touren in die verschiedensten Bereiche. Der Fokus liegt dabei natürlich auf der Wachau zwischen Krems und Melk, aber es gibt weitere Touren Donauaufwärts bis Ypps und Neustadt. Ein paar Touren liegen auch etwas abseits der Donau im Dunkelsteiner Wald.

Enthalten sind insgesamt 5 Touren der schwierigsten Kategorie, bei denen man sich auch schonmal anseilen muss. 11 Touren entstammen der mittleren Kategorie, die schon etwas anspruchsvoller sind und für die man die Kondition schon recht gut im Griff haben muss. Der große Rest sind allerdings leichte Touren, die auch für Anfänger geeignet sind.

Die einzelnen Touren sind auf 4-6 Seiten vorgestellt, wobei auf besondere Schwierigkeiten natürlich genauso hingewiesen wird, auf Markierungen und auch auf Parkplätze und zum Teil auch auf öffentliche Verkehrsmittel und Einkehrmöglichkeiten. Die Route wird als Höhenprofil gezeigt, auf einer Karte und sie wird ausführlich beschrieben. Außerdem kann man sich noch die GPS Daten der Orientierungspunkte aufs Smartphone laden und mit diversen Apps abrufen, was man zusätzlich zur Orientierung nutzen kann.




Fazit
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Ich bin zugegeben ein echter Fan der Rother Wanderbücher. Nicht nur dass sie im Hosentaschenformat gedruckt sind und daher unterwegs absolut unproblematisch zu handhaben sind. Sie liefern noch dazu absolut traumhafte Wanderrouten für alle Bedürfnisse. OK, wir sind zwar immernoch bei der "Leicht" Stufe hängengeblieben, haben aber mit diesen Büchern das Wiener Umland schon kennengelernt. Das einzige, was ich bei allen Büchern dieser Rother Reihe zu bemängeln habe, ist dass immer nur eine Zeit für die Tour angegeben wird. Das ist eine sehr subjektive Angabe. Kilometer wären mir lieber, aber das ist sicher Geschmackssache. Ich finde es eben immer etwas deprimierend, wenn ich eine Stunde mehr brauche als der Autor.

Wir haben bisher 6 Routen ausprobiert. Von Wien aus ist man ja recht schnell in der Wachau (nach Krems sind es gut 80 km) und wir sind eben echte Fans der traumhaft schönen Gegend. Die Routen haben uns alle gefallen und sie entsprachen unseren Vorstellungen. Es gibt traumhafte Routen durch die Weinberge, zu Ruinen aber auch durch den dunklen Wald oder entlang der Donau.

Ich bin absolut zufrieden und kann diesen Wanderführer uneingeschränkt empfehlen.

In diesem Sinne

Eure Anke

Mittwoch, 30. Juli 2014

[Rezension] Ideal für unsere "kleine" Hochzeitsreise

Hallo Leute!

Nun haben wir ja dieses Jahr noch 2 ganz große Ereignisse vor uns - in 2 Wochen geht es mit den Schwiegereltern nach Peru. Nur sind es da ja noch keine offiziellen Schwiegereltern - das kommt erst im Oktober. Daher wird es zumindest nach der Standesamtlichen Hochzeit nicht für einen Flitterwochentrip reichen, schon urlaubstechnisch wird das schwer. Aber Gott sei dank gibt es quasi extra für uns einen neuen Wiener Stadtführer...

Bussi Bussi - Verliebt in Wien
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Daten
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Autoren: Doris Rittberger, Jine Knapp, Marcus Steinweg, Fred Stampach
Verlag: Rittberger & Knapp
ISBN: 978-3-9502869-0-8
Preis: 14,80€


Inhalt
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Amorbidius hat einen Plan. Der "Stellvertretende Amtsleiter im Amt für allgemeines Gefühlswesen der Stadt Wien - Referat 4 für Misanthropie und grundsätzlichen Wiener Grant" hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu zeigen, dass Wien nicht nur einen gewissen melancholischen, man sagt ja sogar morbiden Charme hat. Er hat einen Plan - er stellt sich seinen Kollegen entgegen und will Liebe anstatt Misanthropie verbreiten.

So begleitet er 10 Pärchen durch Wien auf 10 Tracks, die die romantische Seite von Wien zeigen sollen. Von der Herrengasse zum Rosengarten oder auch vom Stadtpark zum Prater, aber auch weit außerhalb der Stadt vom Georgenberg zum Liesingbach oder von den Steinhofgründen zum Dehnepark werden die romantischsten Spaziergänge der Stadt vorgestellt.

Jeder dieser Tracks braucht etwa 2 Stunden und beginnt mit einer sehr übersichtlichen Karte, auf der man sich auch zurechtfindet, wenn man von Kartenlesen überhaupt keine Ahnung hat. Dabei sind unter anderem auch die Tour, die Jesse und Celine im Kultfilm "Before Sunrise" durch Wien nehmen.

Man lernt dabei Orte kennen, wie den Bootsverleih am Heustadelwasser oder die Brücke mit den Liebesschlössern am Donaukanal, eben Orte, die man als frisch Verliebte auf Städtetour so braucht.

Neben den vorgestellten Touren gibt es auch immer wieder kleine Rätsel über geheime Liebschaften etwa von Kaiser Franz Josef oder von Freuds Tochter Anna. Auch gibt es das Original Wiener Liebesrätsel, aber auch Adressen von den Sommerkinos usw.



Fazit
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Ich finde den Stadtführer für Verliebte einfach cool. Er ist sehr witzig und modern geschrieben und zeigt, dass Wien eben nicht nur die Steife Kultur der Staatsoper hat, sondern dass es in Wien das eine oder andere für Verliebte gibt, meistens Orte, an die man als Tourist nicht unbedingt kommt, wie eben z.B. das Heustadelwasser oder die Steinhofgründe.

Es werden Orte gezeigt, wo man traumhaft schön Picknicken kann, wo man eben auch mal etwas fern von den Touriströmen für sich sein kann, ideal für Wien Liebhaber und frisch verliebte. Ich stehe ja sowieso auf solche Stadterkundungstouren. Hier erfährt man eben auch allerhand frivole Geschichten aus dem historischen Wien. Gleichzeitig wird man auch als Leser immer wieder eingebunden, mit Rätseln oder Aufforderungen zum Lesen.

Einiges haben wir schon getestet, aber es bleibt auf jeden Fall das eine oder andere übrig für unser "Flitterwochenende". Die richtigen Flitterwochen kommen dann nächstes Jahr. Von mir gibt es eine ganz klare Empfehlung!

In diesem Sinne

Eure Anke

Dienstag, 29. Juli 2014

[Ausflugstipps] Tu felix Austria (7)

Hallo Leute!

Am vergangenen Wochenende war ich mal wieder unterwegs und habe dabei wieder eine neue Seite von Österreich kennengelernt. Diesmal ging es mit der Wachaubahn durch die Wachau...

Wachaubahn
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Abfahrt
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Die Wachaubahn fährt vom Hauptbahnhof in Krems vorbei an Dürnstein und Spitz bis nach Emmersdorf an der Donau und passiert dabei einmal die Wachau.

Fahrplan
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Von 12. April bis 26. Oktober fährt die Bahn an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Es gibt nur einen Zug, der auf der eingleisigen Strecke jeweils um 10 Uhr, 13 Uhr und 16 Uhr ab Krems startet. Die Rückfahrt ab Emmersdorf ist jeweils um 11:40 Uhr, 14:40 Uhr und 17:40 Uhr. Die Fahrt dauert 1h 10 min.

Fahrkarten
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Die Fahrkarten gibt es jeweils im Zug.

Erwachsene zahlen für die ganze Strecke 16€ (Tageskarte 22€), von Krems bis Spitz kostet 11€ (16€ Tageskarte). Eine Teilstrecke (z.B. Krems bis Dürnstein) kostet 6€ (10€). Kinder zahlen jeweils die Hälfte.

Mit der NÖ-Karte gibt es mal wieder eine Gratis-Fahrt.


Fahrt
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Unsere Fahrt startete in Krems. Da wir mit der NÖ-Card eh eine Gratistageskarte hatten, fuhren wir zunächst bis Emmersdorf, auf dem Rückweg machten wir dann in Spitz halt.

Die Fahrt erfolgt in einem Dieselzug, der schätzungsweise aus den frühen 70er Jahren stammt. Fahrradmitnahme ist bedingt möglich.

Die Fahrt geht zunächst vorbei an der JVA Krems Stein und dann weiter nach Dürnstein. Auf der Strecke hat man einen netten Ausblick auf das Kloster Göttweig in der Ferne. An Dürnstein selbst (also an der Altstadt) fährt der Zug vorbei, die berühmte Kirche ist allerdings mit einem kurzen Fussmarsch zu erreichen. Einen kurzen Blick auf die Ruine, auf der Richard Löwenherz gefangengehalten wurde, kann man allerdings erhaschen.

Dann geht es weiter in Richtung Spitz, wo der Bahnhalt tatsächlich mitten in der Stadt ist. Man kommt entlang der malerischen Weinlandschaft der Wachau, Weinberge rechts, die Donau und Marillenbäume links. Von Spitz geht es weiter vorbei an der Ruine Aggsbach bis nach Emmersdorf, wo der Zug dann rangiert wird.

Auf der Rückfahrt machten wir einen kleinen Halt in Spitz für einen Spaziergang entlang der Donau, um die Fahrt dann mit dem nächsten Zug nach Krems weiterzuführen.








Fazit
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Die Bahnfahrt durch die Wachau ist schon ganz nett, vor allem für Fotografen, da man hier wesentlich mehr Fotomöglichkeiten hat als auf der parallelen Straße, die etwas weiter unten liegt. Allerdings ist man mit dem Zug, der ja nur alle 3 Stunden fährt, selbst mit der Tageskarte nicht sonderlich flexibel. Wenn man sich nur Spitz und Dürnstein anschauen will, ist man schon den ganzen Tag unterwegs. Will man dann vielleicht noch einen Halt in St. Michael einlegen, muss man schon eine 2. Fahrt einlegen.

Als Tipp, wenn man die Wachau an einem Tag wirklich intensiv anschauen will, gibt es bei den Wachau-Info-Büros in Krems und Melk das "Autofrei in der Wachau" Ticket für 10€. Damit kann man die stündlich fahrenden Buslinien nutzen und ist wesentlich flexibler.

Der Nostalgiefaktor im Zug selbst ist jetzt auch nicht sooooo riesig. Wie gesagt, der unklimatisierte Dieselzug stammt aus den 70ern. Der ist zwar sehr sauber und vermutlich restauriert, aber bei Sonnenschein muss man schon die Fenster aufreißen, um überhaupt im Zug sitzen zu können.

Es ist eine nette Fahrt, man hat ein paar neue Perspektiven in der Wachau gefunden, ehrlicherweise muss ich aber sagen, es gibt günstigere Alternativen, mit denen man am Ende wesentlich flexibler ist. Die Schiffe teste ich auch noch aus, das wäre nämlich Alternative Nummer 3. Bericht folgt!

In diesem Sinne

Eure Anke

Samstag, 26. Juli 2014

Freud in Wien

Hallo Leute!

Am Wochenende hatte ich mal wieder Besuch aus Deutschland. Gleich mal wieder ein Grund, ein paar andere Museen in Wien zu erkunden, in denen ich bisher noch nicht war...

Sigmund Freud Museum Wien
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Lage
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Das Museum liegt im 9. Bezirk in der Berggasse 19, unweit der U4 Station Schottenring.


Eintrittspreise
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Erwachsene € 9,00
SeniorInnen € 8,00
Wien Karte € 7,50
Mitglieder Club Ö1/KulturKontakt Austria € 6,50
StudentInnen (von 18 bis 27 Jahren) € 6,50
SchülerInnen (von 12 bis 18 Jahren) € 4,00

Inklusive Audioguide

Führungen gibt es für 5 Personen auf Anfrage - der Preis erhöht sich dann jeweils um 1€ pro Person.

Ich hatte mal wieder das Glück, dass ich mir eine Niederösterreichkarte zugelegt habe. Mit dem kleinen, gelben Kärtchen gibt es nämlich freien Eintritt - das ganze Jahr über.


Öffnungszeiten
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Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist um 17:45.


Das Museum
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Das Museum befindet sich in den Originalräumen in denen die Familie Freud 47 Jahre gelebt hat und in der Sigmund Freud bis zu seiner Flucht vor den Nazis seine psychoanalytische Praxis hatte. Man geht in den ersten Stock und nachdem man seinen Audioguide erhalten hat, geht es gleich in Freuds Praxis. In einem Vorraum befindet sich ein Mantel, ein Spazierstock und Reisegepäck Freuds, so wie es von seiner Tochter Anna zur Eröffnung des Museums gespendet wurde. Vom Vorraum aus gelangt man in ein (übrigens original eingerichtetes) Wartezimmer, in dem sich auch die berühmte Mittwochsgesellschaft traf. In einem Video, das man im benachbarten Videoraum ansehen kann, sieht man, dass alles genau rekonstruiert wurde, bis hin zu den Urkunden an der Wand.

Als nächstes kommt man in den Behandlungsraum, in dem allerdings heute keine Couch mehr steht (die steht soweit ich weiß im Freud Museum in London), sondern hauptsächlich eine bildliche Dokumentation gezeigt wird.

Im Arbeitszimmer sieht man einiges aus Freuds Besitz, darunter einen Spiegel, der vor dem Fenster hing, in dem sich Freud bei der Arbeit beobachte, und ein rekonstruierter Stuhl, der extra für Freuds unbequeme Sitzhaltung konstruiert wurde.

Als nächstes kommt man in die Räume, in denen Anna Freud ihre erste Praxis eröffnete. Hier sind einige Kunstwerke ausgestellt, genauso wie im großen Saal, in dem einige von Freuds Besitztümern ausgestellt sind.

Außerdem beherbergt das Museum die größte psychoanalytische Bibliothek Europas.







Fazit
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Auch wenn ich mich bisher nicht wirklich mit Psychoanalyse beschäftigt habe, fand ich das Freud Museum an sich wirklich spannend, weil es zur Auseinandersetzung mit dem Thema Freud einlädt, gleichzeitig aber nicht zu theoretisch wird, zum Thema "Ich, Überich & Es" gibt es beispielsweise keine Ausführungen, sondern eigentlich mehr zum Leben Freuds, dessen Flucht, dessen Reisen usw.

Wer allerdings ganz großes Museumsentertainment erwartet, wie es etwa die großen Wiener Museen bieten, wird leider enttäuscht. Man kann sich weder auf die Originalcouch legen noch wird man therapiert. Wer eben darauf steht, sich mal historische Originalschauplätze, wie etwa die Praxis des Dr. Freud anzuschauen, der ist hier richtig.

Ich werde sicher bei Gelegenheit nochmal ins Freud Museum gehen, wenn ich mehr im Thema bin. Wenn man sich aber überhaupt wenig für Freud interessiert, sollte man lieber in ein anderes Museum gehen. Dafür wären mir die 9€ zu teuer.

In diesem Sinne

Eure Anke