Montag, 28. Oktober 2013

Mozart und die letzte Ruhe

Hallo Leute!

Ein Mensch ist in Wien noch heute, mehr als 200 Jahre nach seinem Tod in Wien omnipräsent. Wolfgang Amadeus Mozart. Es gibt sie nicht nur überall in Form von Kugeln, auch an jedem touristisch interessantem Punkt stehen mindestens 2 Doppelgänger, die einem Konzertkarten verkaufen wollen. Doch wo exakt seine sterblichen Überreste abgeblieben sind, ist nicht ganz klar.


Mozartgrab am Friedhof St. Marx
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Am Wahrscheinlichsten wurde Mozart in einem Schachtgrab begraben, welches heute im 3. Wiener Gemeindebezirk (St. Marx) liegt. Auf diesem Marxer Friedhof ist heute an höchster Stelle eine Grabstätte eingerichtet. Im Grab liegt er allerdings nicht. Aufgrund der damals geltenden Josephinischen Gesetzgebung waren Begräbnisse wie man sie heute kennt nicht üblich. Definitiv falsch ist allerdings, dass er verarmt starb und deshalb in einem Armengrab begraben wurde. Wo genau dieses Schachtgrab liegt, weiß man aufgrund fehlender Aufzeichnungen heute nicht.

Seinen letzten Weg trat Mozart traditionell alleine an. Nach der Aussegnungsfeier im Stephansdom war es damals unüblich, den Leichnam bis zum Grab zu begleiten.


Die Grabstätte an sich ist relativ einfach gehalten und liegt oben auf dem Hügel und ist eine Art Gedenkstätte. Auf dem Grab steht eine griechische Säule und ein trauernder Engel.


Das zweite Grab am Zentralfriedhof
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Als rund 100 Jahre nach Mozarts Tod der Zentralfriedhof in Simmering eröffnet wurde, stieß er bei weiten Teilen der Bevölkerung auf Ablehung. Daher wurden zahlreiche Komponisten und "VIPs", darunter Beethoven, exhumiert und am Zentralfriedhof begraben. Wer wollte nicht neben den großen Stars begraben sein. Nur bei Mozart funktionierte das nicht so leicht. Schon 17 Jahre nach seinem Tod wollte das Mozarts Ehefrau Konstanze auch versuchen. Eine Identifikation des Leichnams war aber schlichtweg unmöglich.

Da aber Mozart auf dem Zentralfriedhof nicht fehlen durfte, gibt es auch hier eine Gedenkstätte inmitten der Gräber von Strauß, Haydn und Beethoven.

Ein Bild dazu muss ich nachliefern!

Eure Anke