Dienstag, 8. Oktober 2013

Viel Ausstellung auf wenig Raum

Hallo Leute!

Am Wochenende war wiedermal ORF Lange Nacht der Museen in Wien. Ich finde das immer ganz toll und lasse mich dabei einfach dahin treiben, am liebsten in Museen, in die ich sonst nicht so schnell gehen würde. Unter anderem landeten wir im Architekturzentrum Wien.


Architekturzentrum
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Lage
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Das Zentrum ist im Museumsquartier (Museumsplatz 1). Das liegt direkt hinter dem Maria-Theresien-Platz. Am besten kommt man mit der U2 Museumsquartier oder Volkstheater oder mit der U3 Volkstheater dorthin.Mehrere Straßenbahnen halten ebenfalls an der Ringstraße bzw. am Volkstheater.


Eintrittspreise und Öffnungszeiten
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Die Sammlung ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Erwachsene zahlen 7€ Eintritt, der reduzierte Eintritt beträgt 4,50€.



Ausstellung
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Die Dauerausstellung ist die sogenannte a-Show. Diese Show ist eine Zusammenfassung in etwa 150 Jahre Österreichischer Architekturgeschichte. Dabei beginnt man eine Reise durch die Architekturgeschichte, in der Bauten von 170 Architekten aus ganz Österreich dargestellt werden.

Insgesamt gibt es 10 Episoden, die auf 300 qm Ausstellungsraum gezeigt werden. Jede repräsentiert eine Strömung in der österreichischen Architektur. Beginnend mit dem Prolog und der modernen Ringstraßenarchitektur geht es über die Zeit des sozialen Wohnungsbaus, den sogenannten Höfen, zur Zeit des Wiederaufbaus und schließlich zur gegenwärtigen Architektur, die im wesentlichen durch 2 Monitore dargestellt wird. Dort werden aktuelle Bauwerke aus ganz Österreich gezeigt werden.

Die Ausstellung ist schon echt hübsch, allerdings für meinen Geschmack ein wenig zu vollgestellt. Das merkte man vor allem daran, dass die Dame, die uns durch die Ausstellung führte, echte Probleme hatte, das ganze innerhalb von 1 Stunde zu machen. Man hätte an manchen Stellen vielleicht ein bisschen besser auf den Punkt kommen können.



Neben der Dauerausstellung gibt es noch eine Sonderausstellung, die regelmäßig getauscht wird. Aktuell ist das die Ausstellung "New Frontiers" in der Planzeichnungen junger österreichischer Architekten gezeigt werden. Da ist der Eintritt sogar frei. Die Ausstellung ist etwa auf 90 qm und bei weitem nicht so vollgestellt wie die Hauptausstellung. Allerdings ist sie wohl hauptsächlich für Architekturbegeisterte spannend.


Fazit
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Der Besuch der Ausstellung ist schon richtig interessant, zumal man Architekten wie Adolf Loos und Otto Wagner kennenlernt, die Wien, wie es heute ist, wohl maßgeblich beeinflusst haben. Allerdings empfand ich den Besuch als ziemlich anstrengend, eben weil so viel Ausstellung auf kleinstem Raum untergebracht ist. So viel kann man in kürzester Zeit gar nicht aufnehmen.

Die Daueraustellung ist wohl nur was für absolute Architekturinteressierte. Sie arbeitet die Architekturgeschichte Österreichs zwar wirklich gut auf, vor allem in Bildern. Dennoch könnte sie mindestens das doppelte an Raum gut vertragen, daher gibt es von mir auch nur 4 Sterne. Es gibt zahlreiche Museen in Wien, die sich sicher mehr lohnen. Das Museum ist nicht langweilig und man kann sich sicher mehrere Stunden dort aufhalten, vor allem, wenn man sich für Stadtentwicklung interessiert.

In diesem Sinne

Eure Anke