Sonntag, 13. Oktober 2013

Wiens ungewöhnliche Orte (Park der Ruhe und der Kraft)

Hallo Leute!

Gestern war ich mal wieder auf Tour durch Wien. Diesmal trieb es mich mal wieder auf den Zentralfriedhof. Dort gibt es neben Gräbern immer was zu entdecken, Rehe, Fasane und den Park der Ruhe und der Kraft.


Park der Ruhe und der Kraft
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Lage
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Der Park liegt am Tor 3 des Wiener Zentralfriedhofs, zu erreichen mit den Straßenbahnen 6 und 71. Er ist zu den Öffnungszeiten des Friedhofs geöffnet.


Geschichte
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Der Park wurde 1999 als geomantischer Park in der Gruppe 23 eröffnet. Er  soll dazu einladen, Trauer zu bewältigen. (und ich zitiere von wien.at) Sie können Kontakt mit den Kräften der Natur, der Pflanzen und Bäume, der Steine und der Erde aufnehmen.



Aufbau
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Der Park ist in 5 unterschiedliche Bereiche eingeteilt und soll dazu einladen, vergangenes loszulassen und Trauer zu bewältigen. So stehen dort unter anderem große Steine, in die man sich setzen kann. Wege sind in Kreisen aufgebaut. Sie sind aus Mühlviertler Granit und sollen symbolisch die geomantischen Energielinien darstellen. Wo sich diese Linien kreuzen, soll die Energie besonders spürbar sein. An anderen Stellen sind Bänke aufgestellt, wo längeres Verweilen besonders stärken soll.








Fazit
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Gut, es mag daran liegen, dass ich derzeit nicht wirklich mit Trauer fertigwerden muss, aber ich empfand den Park hauptsächlich als recht hübsch. Überall sind verschiedene Bäume in verschiedenen Herbsttönen zu sehen und die Bänke gaben tatsächlich Kraft, da man von hier aus besonders schön die Sonne genießen kann. Ich halte ehrlich gesagt nicht allzu viel von sowas, aber es soll ja tatsächlich Menschen geben, denen so ein Park hilft. Ich muss aber sagen, ich habe in den 2 Stunden, die ich dort zugebracht habe, keinen gesehen, der "Kontakt" mit den Steinen aufgesucht oder die Energielinien abgeschritten hat.

Das einzige, was ich als echtes Problem sehe, ist das mit der Ruhe. Gut, dadurch dass hier keine Kinder Fussballspielen, ist die Gefahr vielleicht ein bisschen niedriger, abgeschossen zu werden, aber je nach Windrichtung liegt der Park eben genau in der Landeschneise von Wien Schwechat, dem internationalen Flughafen, der nur etwa 10 km entfernt ist. Und wenn alle 3-5 Minuten ein Jumbo über einem fliegt, ist eben recht schnell vorbei mit Ruhe.

Insgesamt mag ich den Park sehr gerne. Er wirkt sehr gepflegt und man hat sich hier Mühe gegeben, Trauernden einen Bereich zu geben, wo sie nach dem Besuch des Grabes ihrer Lieben vielleicht ein bisschen Kraft tanken können. Aber nur 5 Minuten, bis der nächste Jumbo über die Köpfe fliegt.

Der Park gehört sicher nicht zum Pflichtprogramm und bekommt daher von mir auch nur magere 3 Sterne.

In diesem Sinne

Eure Anke