Donnerstag, 21. November 2013

Wiens ungewöhnlichste Orte (Tegetthof-Denkmal)

Hallo Leute!

Wenn man an Österreich denkt, denkt man heutzutage an die Berge und an alpine Ski-Olympiasieger und nicht an Schifffahrt und Seeschlachten. Wer aber würde denken, dass Österreich einst eine erfolgreiche Seefahrernation war, ja sogar Seeschlachten gewann. Der erfolgreichste Vice-Admiral der k.k. Kriegsmarine bekam ein Denkmal gewidmet, an dem man heute als Wiener häufig vorbeikommt, dabei aber kaum an die gewonnene Seeschlacht vor Helgoland von 1864 denkt...


Tegetthoff-Denkmal
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Lage
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Das Tegetthoff-Denkmal steht seit 1896 auf dem Wiener Praterstern, einem der meist frequentierten Verkehrsknotenpunkten direkt in der Nähe des berühmten Riesenrads und des Bahnhofs Nord.



Architektur
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Wilhelm von Tegetthof steht auf einer 11m hohen Säule aus weißem Marmor, die von 3 Schiffen unterbrochen wird. Der Sockel wird von kämpfenden Pferden umgeben und ist weitere 5 m hoch. Von der Ferne erinnert das ganze ein kleines bisschen an einen Anker.


Das ganze ist durch weitere marine Symbole geschmückt.

Interessant ist auch die Anbringung. Es steht immerhin an zentraler Position, über die Praterstraße hat es eine direkte Sichtachse zum Stephansdom, was ebenfalls eine hohe Ehre ist. Heute wird der Platz eher durch den Bahnhof dominiert, wodurch man das Denkmal zwar wahrnimmt, aber nicht mehr als zentralen Punkt des Platzes sieht.


Fazit
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Ich war wirklich überrascht, dass es in Österreich sogar noch bis ins 21. Jahrhundert eine Marine gab. Tegetthoff war mit Sicherheit der erfolgreichste General der k.k. Kriegsflotte. Das Denkmal ist an sich wirklich spannend, wird aber leider häufig übersehen, da man meist auf dem Weg zum Wurstelprater oder sonst wohin ist und diesen Ort gar nicht richtig wahrnimmt, da der Platz durch den Bahnhof dominiert wird. Es ist aber durchaus einen Blick wert.

In diesem Sinne

Eure Anke